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Spezialsoftware für Diagnose von Frühgeborenen

09.02.2005


Überwachung der Lebenszeichen im Brutkasten verbessert



Wissenschafter der University of Edinburgh haben ein Gerät entwickelt, das Lebenszeichen wie die Herzfrequenz und die Atmung überwacht. Dieses Gerät soll helfen, das Leben vieler Frühgeborener zu retten. Anzeichen von Gefahr und Organvorsagen sollen vorhergesagt werden, bevor sie wirklich eintreffen. Damit würden die behandelnden Ärzte rechtzeitig gewarnt und könnten die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. Das Team um Neil McIntosh führt derzeit Tests mit dem von ihnen entwickeltem Gerät durch.

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Derzeit nutzen Krankenhäuser zur Überwachung der Lebensfunktionen bereits handelsübliche Monitore. Das Ablesen der aktuellen Werte ist jedoch laut BBC nicht immer ausreichend um ein entstandenes Problem rechtzeitig zu erkennen. Wenn die Lungen eines beatmeten Babys reißen, kann es laut McIntosh bis zu zwei Stunden zum Vorliegen einer entsprechenden Diagnose dauern. Rund 40 Prozent dieser Kinder sterben in der Folge. "Mit unserem System können wir dieses Problem in fast allen Fällen innerhalb von zehn Minuten erkennen." Das Gerät besteht aus einem normalem Computer und einer speziellen Software, an deren Entwicklung die Wissenschafter zehn Jahre lang arbeiteten. Die Software analysiert die von den normalen Monitoren aufgezeichneten Daten und sucht nach negativen Trends in den Lebensfunktionen lange bevor das Kind einen kritischen Punkt erreicht.

Die Wissenschafter arbeiten noch immer an der besten Möglichkeit die behandelnden Ärzte zu alarmieren, wenn entsprechende Trends festgestellt werden. Nachgedacht wird derzeit über ein akustisches Warnsignal und eine auf dem Bildschirm erscheinende Warnmeldung. Bisher wurden zehn Kinder gleichzeitig mit dem neuen Gerät überwacht. Den Wissenschaftern stehen jetzt die finanziellen Mittel für drei weitere Jahre Forschung und die Betreuung von mehr als 2.000 Frühgeborenen zur Verfügung. Langfristig soll ein Überwachungssystem entwickelt werden, das rund 1.000 Pfund (1.450 Euro) kostet.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ed.ac.uk

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