Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Engpässe in Großaufnahme: Mit IC3D Stenosen besser im Blick

20.10.2004


Mit der neuen Software Interventional Cardiac 3D (IC3D) von Siemens Medical Solutions können Lage, Größe und genaue Winkelung von Verengungen oder Verkalkungen der Koronararterien vom Arzt dreidimensional betrachtet und so besser beurteilt werden.


Neue Siemens-Technologie ermöglicht dreidimensionale Darstellung der Herzkranzgefäße in noch höherer Präzision


Eine bislang unerreichte Genauigkeit bei der dreidimensionalen Darstellung der Herzkranzgefäße in der Kardangiographie ist mit der neuen Software Interventional Cardiac 3D (IC3D) von Siemens Medical Solutions möglich. So können zum Beispiel Lage, Größe und genaue Winkelung von Verengungen oder Verkalkungen der Koronararterien vom Arzt schneller beurteilt werden. Im Ergebnis bedeutet das eine sicherere Diagnose, eine exaktere Therapieplanung und eine schnellere Behandlungszeit, da Größe und Art von Stents dem Engpass im Gefäß genauer angepasst werden können, als dies in zweidimensionaler Darstellung der Fall war.

Die IC3D-Technologie ist eine Software, mit der die Koronararterien dreidimensional dargestellt werden können. Dazu sind nur zwei Aufnahmen aus unterschiedlichen Winkeln nötig. Die Aufnahmen werden direkt umgerechnet und können am Monitor im Untersuchungsraum oder Kontrollraum begutachtet werden. Die Darstellung erfolgt virtuell, sodass der Engpass (Stenose) gedreht und von allen Seiten betrachtet werden kann. Bei einer zweidimensionalen Abbildung kann es zu Fehleinschätzungen der Längenverhältnisse von Gefäßen und Stenosen kommen, weil Gefäße, die dem Verlauf des Aufnahmewinkels folgen, verkürzt erscheinen. Erst die dritte Dimension vermittelt die richtigen Längen. Die neue Technik ist derzeit auf allen kardiologischen Axiom-Artis- Systemen verfügbar.


„Die IC3D-Technologie hat die digitale Bildgebung in der interventionellen Kardiologie revolutioniert. Mit diesen Bildern können wir nicht nur die Gefäße dreidimensional sehen, sondern vor allem deren Art und Lage besser beurteilen und so den Patienten auf schonendere Weise behandeln. Weitere Interventionen, zum Beispiel wenn der Stent zu kurz war und ein zweiter eingesetzt werden muss, können verhindert werden“, sagte Dr. Neal Kleiman, Direktor des Herzkatheterlabors des Methodist DeBakey Heart Center in Houston, Texas, USA.

Mit IC3D können dem Patienten beispielsweise längere und zusätzliche Interventionen erspart werden. Das System zeichnet sich durch eine schnelle Rekonstruktionszeit und einfache Bedienbarkeit aus: „Wir nehmen in unserem Herzkatheterlabor ungefähr 3000 Eingriffe im Jahr vor und nutzen die IC3D-Technologie in 70 bis 80 Prozent aller Fälle“, sagte Kleiman. Gerade für den Patienten bietet IC3D den Vorteil, dass die Darstellung des betroffenen Herzkranzgefäßes vor und nach dem Eingriff sehr anschaulich ist. Er kann das Krankenhaus mit der Gewissheit verlassen, die Intervention erfolgreich hinter sich gebracht zu haben.

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum über bildgebende Systeme für Diagnose und Therapie, die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Mithilfe dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen und führen zu mehr Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Med beschäftigt weltweit rund 31 000 Mitarbeiter und ist in 120 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2003 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,4 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 7,8 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,1 Mrd. €.

Anja Süssner | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/medical

Weitere Berichte zu: Gefäß Herzkranzgefäß IC3D IC3D-Technologie Stenose

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Narkolepsie: Wissenschaftler entlarven den Übeltäter der rätselhaften Schlafkrankheit
20.09.2018 | Universitätsspital Bern

nachricht Virotherapie bei Bauchfellkrebs erfolgreich getestet - Neue biologische Krebstherapie
18.09.2018 | Universitätsklinikum Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

21.09.2018 | Geowissenschaften

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Optimierungspotenziale bei Kaminöfen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics