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Software sagt Krebsrisiko voraus

13.10.2004


Bisher höchste Genauigkeit der Prognose erreicht



Wissenschafter von Cancer Research UK haben mit dem Boadicea Programm die bisher genaueste Möglichkeit geschaffen, das Risiko einer Erkrankung an Brust- oder Eierstockkrebs vorherzusagen. Seine größere Genauigkeit verdankt die Software der Berücksichtigung einer größeren Anzahl von genetischen Mutationen, die mit Krebs in Zusammenhang stehen. Geplant ist, das Programm für die Identifizierung von Frauen anzubieten, die weitere Tests benötigen. Details des Programms wurden im British Journal of Cancer veröffentlicht.

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Der leitende Wissenschafter Doug Easton erklärte, dass das Boadicea Programm darauf abziele, genetische Tests auf jene Frauen zu beschränken, die am ehesten über genetische Mutationen verfügen. "Boadicea ermittelt das Krebsrisiko mittels Auswertung von genauen Informationen über Krebserkrankungen in der Familie. Das Programm berechnet das Risiko des Bestehens einer bestimmten krebsverursachenden genetischen Mutation und das allgemeine Risiko einer Krebserkrankung." Boadicea sagt das Krebsrisiko basierend auf genauen genetischen Daten von 1.484 Frauen mit Brustkrebs und 156 Familien mit mehrfachen Erkrankungen an Brust- und Eierstockkrebs voraus.

Das Team hat gerade die Tests hinsichtlich der Genauigkeit des Programms beendet. Es wurde dafür eingesetzt, ein hohes genetisches Risiko bei Frauen festzustellen, deren Familiengeschichte in der Vergangenheit von Ärzten aufgezeichnet wurde. Der Vergleich der Ergebnisse des Programms mit genetischen Tests bestätigte laut BBC seine Stärken. Zahlreiche Gene sind für das ererbte Brustkrebsrisiko einer Frau verantwortlich. Viele dieser Gene haben alleine nur einen geringen Effekt. Gemeinsam verfügen sie jedoch über einen großen Einfluss. Die für das Programm genutzten genauen Familiendaten erlauben die Einflüsse aller dieser Gene zu berücksichtigen. Dazu gehören sogar jene, für die es keinen biologischen Test gibt. Laut Easton sind BRCA1 und BRCA2 gemeinsam für weniger als 20 Prozent der Brustkrebserkrankungen in Familien verantwortlich. Daher sei es für die Genauigkeit eines derartigen Computerprogramms entscheidend, dass auch die anderen Mutationen berücksichtigt werden.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cancerresearchuk.org
http://www.nature.com/bjc

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