Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein Navigationssystem für die Nase

23.09.2004


Gemeinsame Vortragsreihe "Medizin im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Gesellschaft" der TU und des Klinikums Chemnitz startet ins Wintersemester

... mehr zu:
»Polyp

Wissenschaft und Technik bieten heute Möglichkeiten, die für uns bis in den Alltag hinein selbstverständlich sind. Beispielsweise können wir unbekannte Wegstrecken problemlos überwinden, weil wir technische Helfer haben. Es sind Stimmen aus dem Lautsprecher, die uns während der Fahrt im Auto sicher ans gewünschte Ziel bringen. Für alle, die kein Navigationssystem im PKW haben, heißt es allerdings, weiterhin "der Nase nach" zu fahren. Doch was, wenn die Nase verrückt spielt? Dann kann es sein, dass unser Riechorgan ein eigenes Navigationssystem braucht.

Eine permanent verstopfte Nase sorgt bei fast drei Prozent der deutschen Bevölkerung für äußerst unangenehme Stirnkopfschmerzen und Spannungsgefühle im Gesicht. Die "Chronische Sinusitis" ist eine Erkrankung, deren Ursache bisher nicht eindeutig geklärt ist, deren Symptome aber durchaus behandelt werden können. Wie Privatdozent Dr. med. Jens Oeken, Chefarzt der Klinik für HNO-Heilkunde des Klinikums Chemnitz, erklärt, breiten sich bei dieser Krankheit die so genannten Polypen in den Nasennebenhöhlen bis in die Nasenhaupthöhle hinein aus. Für den Patienten kommt es zu ständigem Schnupfengefühl, Atmungsbehinderungen und zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Geruchsempfindens. Mit einer speziellen Operationsmethode kann der Operateur jedoch den störenden Polypen zuleibe rücken. Dabei benutzt er ein Navigationssystem, das ihm mit Hilfe einer kleinen Kamera den Weg durch die Nase des Patienten weist. Eine Reise durch das Innere der Nase beginnt.


Dieses Thema ist gleichzeitig auch Beginn der aktuellen Vortragsreihe "Medizin im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Gesellschaft", die gemeinsam mit dem Klinikum Chemnitz durchgeführt wird und auch in diesem Jahr wieder pünktlich zum Wintersemester startet. Den Auftakt der Reihe gibt PD Dr. med. Jens Oeken am 29. September 2004 mit seinem Vortrag über den Einsatz von Navigationssystemen in der Nasennebenhöhlenchirurgie. Weitere Vorträge folgen unter anderem mit Wissenswertem über die Volkskrankheit Osteoporose oder über die Möglichkeiten der modernen Behandlung von Rückenschmerzen.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Die Vorträge finden jeweils am letzten Mittwoch des Monats um 17.30 Uhr im Hörsaal 204 des Böttcher-Baus der TU Chemnitz, Straße der Nationen 62, statt. Im Anschluss gibt es wieder die Möglichkeit, in einer Diskussionsrunde Fragen an die Referenten zu stellen. (Maria Haase, Studentin der Medienkommunikation)

Alexander Friebel | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de
http://www.klinikumchemnitz.de

Weitere Berichte zu: Polyp

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Gangmessdaten visualisieren und analysieren
16.07.2018 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht „Small meets smaller“ – Nanopartikel beeinflussen Schimmelpilzinfektion der Atemwege
05.07.2018 | Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation

17.07.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics