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Neue therapeutische Wege zur Behandlung von Melanomen

20.09.2004


Eine Forschergruppe des Pasteur Institutes hat in Zusammenarbeit mit dem INSERM und dem Saint-Louis Krankenhaus eine Studie durchgeführt, die neue Therapiemöglichkeiten für Hautkrebs eröffnen. Besonders für akute Krebsarten, von denen meist junge Leute betroffen sind, sind Dank dieser Studie neue therapeutische Fortschritte zu erwarten.

Unser Immunsystem ist in der Lage unseren Organismus auf natürliche Weise gegen einige Tumorarten zu verteidigen. Bestimmte Mechanismen können jedoch das Immunsystem hemmen und bieten den Tumoren somit eine Art von „immunitärer Flucht“. Mit diesem Problem setzten sich die Wissenschaftler nun am Beispiel des metastasierenden Melanoms auseinander.

Untersucht wurde eine Gruppe von Betroffenen, die an metastasierenden Melanomen in den Lymphknoten leiden. Eingehend immunologisch untersucht wurden die metastasierenden Lymphknoten, die gesunden Lymphknoten und das Blut der Patienten. Die Ergebnisse haben nun bewiesen, dass bestimmte Zellen des Immunsystems, die sogenannten Treg Lymphozyten, wie eine wichtige Bremse auf die natürlichen Abwehrmechanismen des Körpers gegen Tumorzellen wirken.

Aufgabe der Treg Lymphozyten ist es normalerweise die Immunreaktionen zu verlangsamen und im Organismus die Autoimmunität zu verhindern. In metastasierenden Lymphknoten sind verschiedene Elemente des Immunsystems vorhanden, die eine aktive Immunreaktion gegen den Tumor auslösen sollen, jedoch meist von den Treg gehemmt werden. Die Forscher konnten nachweisen, dass in den metastasierenden Lymphknoten doppelt so viele Treg Lymphozyten vorhanden sind, wie in gesunden Lymphknoten oder im Blut der Patienten. Treg Lymphozyten sind ebenfalls in der Lage in der Umgebung des Tumors das Immunsystem daran zu hindern, diesen zu beseitigen.

Somit schließen die Forscher daraus, daß eine effiziente Immunotherapie gegen das metastasierende Melanom auf der Beseitigung der Treg Lymphozyten basieren sollte. Kontakt: Nadine Peyrolo oder Corinne Jamma

Gabrielle Fréhaut | Wissenschaft-Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.pasteur.fr

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