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Neuartiger Infrarot-Laser mit Hilfe von Göttinger Neurochirurgen entwickelt

11.06.2004


Der Göttinger Neurochirurg Privatdozent Dr. Hans-Christoph Ludwig, Abteilung Neurochirurgie (Direktor Prof. Dr. Michael Buchfelder) am Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen hat in Zusammenarbeit mit der Katlenburg-Lindauer Firma LISA laser products ein neues Laserverfahren in der Neurochirurgie entwickelt. Das einzigartige chirurgische Lasersystem "RevoLix" der Firma LISA stellt eine Innovation auf dem Gebiet der minimal invasiven Weichgewebechirurgie dar. Aufgrund der Laserwellenlänge von 2 µm (zwei Mikrometer) ist es möglich, den Laserstrahl durch eine dünne und flexible Lichtleiterfaser an die chirurgische Anwendungsstelle zu leiten. Die Laserenergie wird aufgrund der speziellen Wellenlänge besonders stark von Gewebe- und Zellwasser absorbiert. Ein unbeabsichtigtes Bestrahlen von tiefer liegendem Gewebe ist ausgeschlossen. Dadurch erlaubt der Laser endoskopische Eingriffe mit geringsten Nebeneffekten und ohne Verletzungen angrenzender Gewebestrukturen. Dies stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber herkömmlichen chirurgisch schneidenden Lasersystemen dar, für die unhandliche Spiegelgelenkarme erforderlich sind und daher endoskopisch minimal invasiv nicht eingesetzt werden können.

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»Hirnwasser »Laser »Neurochirurgie

Dr. Ludwig hat im Rahmen eines vom Land Niedersachsen geförderten Forschungsvorhabens die Grundlagenforschung für den Laser mit vorangetrieben. Aufgrund dieser Kooperation steht der Laser der Universitätsklinik Göttingen fallweise zur Verfügung. Insgesamt wurden seit 2002 bereits zehn neurochirurgische Operationen erfolgreich durchgeführt.

Besonders bei Wasserkopf-Operationen bei Babys hat sich dieser Laser bewährt. Etwa eins von 1.000 Kindern kommt in Deutschland mit einem Wasserkopf zur Welt. Dr. Ludwig sagt: "Mehr als einen halben Liter Hirnwasser produziert der Mensch pro Tag, dieses Hirnwasser umspült und schützt das Gehirn. Durch verschiedene Faktoren kann allerdings der Abfluss des Hirnwassers verstopfen. Bei Babys bläht sich dann der Kopf aufgrund ihres noch weichen Schädels auf und drückt auf das Gehirn. Da ist rasches Handeln geboten, um Schädigungen zu vermeiden." Der Laser wird über die Lichtleiterfaser endoskopisch durch ein sechs bis zwölf Millimeter großes Loch in den Schädel eingeführt. Im Gegensatz zu Scheren, Pinzetten oder Skalpellen eröffnet der Laser keine Blutgefässe, er verschweißt sie. Durch die effektive Hämostase wird die OP-Zeit deutlich verkürzt.



Weitere Informationen:

Georg-August-Universität - Bereich Humanmedizin
Abteilung Neurochirurgie
PD Dr. Hans-Christoph Ludwig
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen
Tel.: +49 (0) 551/39 - 8471

LISA Laser Products OHG
Geschäftsführer Dr. Heinrich-Otto Teichmann
Max-Planck-Str. 1
37191 Katlenburg - Lindau
Tel.: +49 (0) 5556/99 380
hteichmann@lisalaser.com
www.lisalaser.com


Rita Wilp | idw
Weitere Informationen:
http://lisalaser.com

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