Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Herzinfarkt häufigste Todesursache bei Frauen

17.05.2004

Der Herzinfarkt ist bei Frauen mittlerweile die Todesursache Nummer eins vor Brustkrebs und Schlaganfall. 87.000 Frauen sterben jährlich am Infarkt, während es bei den Männern 78.000 sind, wie die Zeitschrift VITAL berichtet. Zugleich werden die Opfer immer jünger. Frauen unter 50 Jahren haben ein doppelt so hohes Risiko wie Männer, an den Folgen eines durch ein Blutgerinnsel verstopften Herzkranzgefäßes zu sterben.

Die Infarkt-Häufigkeit bei Frauen hat sich in den letzten 40 Jahren versechsfacht. 145.000 Frauen (Männer: 135.000) erleiden jährlich einen Herzinfarkt. Experten haben herausgefunden, dass Herz und Kreislauf bei Frauen im Vergleich zu Männern viel empfindlicher auf bestimmte Risikofaktoren reagieren.

Besonders schädlich ist das Zigarettenrauchen, es steigert das Infarkt-Risiko um das Sechsfache, denn Nikotin senkt den gefäßschützenden Östrogenspiegel. Weil zur Zigarette oft noch die Pille kommt, gibt es immer mehr jüngere Infarkt-Patientinnen. Der Empfängnisschutz treibt das "schlechte" LDL-Cholesterin in die Höhe und das Infarkt-Risiko steigt um das 20fache. Zudem reagieren Frauenherzen stärker auf psychosoziale Faktoren. Stirbt der Partner, erhöht sich die Infarktgefahr der Witwe bis zu 40 Prozent.

Auch Gefühle könnten Frauenherzen krank machen, betont der Psychokardiologe Dr. Jochen Jordan von der Uniklinik Frankfurt im VITAL-Interview. "Im Wesentlichen sind es Unglück, Unzufriedenheit, Hoffnungslosigkeit, Ärger, Depressionen zu wenig Liebe und Anerkennung", sagt Jordan. Frauen könnten ihrer Seele durchaus Gutes tun, um sich vor einem Infarkt zu schützen. Dazu zähle die Pflege von Freundschaften, Kommunikation mit Mitmenschen und eine ausgeglichene Freizeit.

Wer sein Herz schützen will, sollte täglich drei Äpfel und eine große Portion Gemüse (ca. 300 Gramm) essen. Das reduziert das Infarkt-Risiko um 60 Prozent. Ab 40 sollten Frauen regelmäßig ihren Blutdruck messen und einmal jährlich zum Cholesterin-Check, ab 36 alle zwei Jahre zum Blutzucker-Check und ab 45 sollte man einmal jährlich ein Belastungs-EKG machen lassen.

Susanne Schütte | VITAL

Weitere Berichte zu: Herzinfarkt Infarkt Infarkt-Risiko

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Krankheiten entstehen, wenn das Netzwerk von regulatorischen Autoantikörpern aus der Balance gerät
14.12.2018 | Exzellenzcluster Entzündungsforschung

nachricht Telomerverlängerung entscheidend für Krankheitsverlauf
07.12.2018 | Uniklinik Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wenn sich Atome zu nahe kommen

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ - dieses Faust’sche Streben ist durch die Rasterkraftmikroskopie möglich geworden. Bei dieser Mikroskopiemethode wird eine Oberfläche durch mechanisches Abtasten abgebildet. Der Abtastsensor besteht aus einem Federbalken mit einer atomar scharfen Spitze. Der Federbalken wird in eine Schwingung mit konstanter Amplitude versetzt und Frequenzänderungen der Schwingung erlauben es, kleinste Kräfte im Piko-Newtonbereich zu messen. Ein Newton beträgt zum Beispiel die Gewichtskraft einer Tafel Schokolade, und ein Piko-Newton ist ein Millionstel eines Millionstels eines Newtons.

Da die Kräfte nicht direkt gemessen werden können, sondern durch die sogenannte Kraftspektroskopie über den Umweg einer Frequenzverschiebung bestimmt werden,...

Im Focus: Datenspeicherung mit einzelnen Molekülen

Forschende der Universität Basel berichten von einer neuen Methode, bei der sich der Aggregatzustand weniger Atome oder Moleküle innerhalb eines Netzwerks gezielt steuern lässt. Sie basiert auf der spontanen Selbstorganisation von Molekülen zu ausgedehnten Netzwerken mit Poren von etwa einem Nanometer Grösse. Im Wissenschaftsmagazin «small» berichten die Physikerinnen und Physiker von den Untersuchungen, die für die Entwicklung neuer Speichermedien von besonderer Bedeutung sein können.

Weltweit laufen Bestrebungen, Datenspeicher immer weiter zu verkleinern, um so auf kleinstem Raum eine möglichst hohe Speicherkapazität zu erreichen. Bei fast...

Im Focus: Data storage using individual molecules

Researchers from the University of Basel have reported a new method that allows the physical state of just a few atoms or molecules within a network to be controlled. It is based on the spontaneous self-organization of molecules into extensive networks with pores about one nanometer in size. In the journal ‘small’, the physicists reported on their investigations, which could be of particular importance for the development of new storage devices.

Around the world, researchers are attempting to shrink data storage devices to achieve as large a storage capacity in as small a space as possible. In almost...

Im Focus: Data use draining your battery? Tiny device to speed up memory while also saving power

The more objects we make "smart," from watches to entire buildings, the greater the need for these devices to store and retrieve massive amounts of data quickly without consuming too much power.

Millions of new memory cells could be part of a computer chip and provide that speed and energy savings, thanks to the discovery of a previously unobserved...

Im Focus: Quantenkryptographie ist bereit für das Netz

Wiener Quantenforscher der ÖAW realisierten in Zusammenarbeit mit dem AIT erstmals ein quantenphysikalisch verschlüsseltes Netzwerk zwischen vier aktiven Teilnehmern. Diesen wissenschaftlichen Durchbruch würdigt das Fachjournal „Nature“ nun mit einer Cover-Story.

Alice und Bob bekommen Gesellschaft: Bisher fand quantenkryptographisch verschlüsselte Kommunikation primär zwischen zwei aktiven Teilnehmern, zumeist Alice...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

14.12.2018 | Veranstaltungen

Pro und Contra in der urologischen Onkologie

14.12.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zu Usability und künstlicher Intelligenz an der Universität Mannheim

13.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kommunikation zwischen neuronalen Netzwerken

17.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Beim Phasenübergang benutzen die Elektronen den Zebrastreifen

17.12.2018 | Physik Astronomie

Pharmazeuten erzielen Durchbruch bei Suche nach magensaftbeständigen Zusätzen für Medikamente

17.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics