Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kardiovaskuläre Erkrankungen häufen sich in Entwicklungsländern

26.04.2004


Todesraten drei Mal höher als in Amerika



Die Auswirkungen von Herz- und Kreislauferkrankungen für die Entwicklungsländer sind weit größer als angenommen. Es wurde vielfach davon ausgegangen, dass vor allem ältere Menschen in der westlichen Welt betroffen sind. Experten des Center for Global Health and Economic Development berichten dagegen, dass fast drei Mal so viele im Arbeitsleben stehende Menschen in Indien, Südafrika und Brasilien an diese Krankheiten sterben wie in Amerika. Kardiovaskuläre Erkrankungen führen laut der Studie zu massiven Zerrüttungen der Familien und der Arbeitskraft.



Für die Analyse wurden laut BBC Daten aus Brasilien, Südafrika, Indien, China und der russischen Republik Tatarstan untersucht. Das Team stellte der geschätzten Gesamtbewohnerzahl der fünf Länder die aktuellen Sterberaten und Daten zur Arbeitskraft gegenüber, um die zukünftigen Auswirkungen von Herz- Kreislauferkrankungen auf die Gesellschaft und die Arbeitskraft zu berechnen. Basierend auf diesen Zahlen, gingen sie davon aus, dass mindestens 21 Millionen Jahre zukünftiger Arbeitskraft jährlich verloren sein werden. Zusätzlich wird bis 2020 ein Anstieg auf 34 Millionen vorhergesagt. Jeffrey Sachs, der Direktor des Earth Institute at Columbia University warnte, dass 2020 in den weniger entwickelten Ländern 500 Millionen Menschen über 65 Jahren leben werden. 2040 wird es eine Milliarde sein. "Diese Menschen sind für Herz- und Kreislauferkrankungen am anfälligsten."

In Indien sterben jährlich fünf Millionen Menschen an Herz- und Kreislauferkrankungen. 28 Prozent dieser Patienten sind unter 65 Jahre alt. Der Anteil bei jüngeren Menschen ist sogar höher als in den 50er Jahren in Amerika bevor die Präventions- und Behandlungskampagnen begannen. In Südafrika gehören diese Erkrankungen zu den dritthäufigsten Krankheits-Ursachen bei Frauen und zu den sechshäufigsten bei Männern. Der Wissenschaftler Stephen Leeder erklärte, dass nicht nur häufig eine entsprechende Behandlung nicht verfügbar sei, sondern auch Programme zur Verbesserung des Lebensstils. Dazu gehören Kampagnen in den Bereichen Ernährung, Sport, Rauchen oder die Einführung der Tabaksteuer.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cghed.columbia.edu
http://www.earth.columbia.edu

Weitere Berichte zu: Entwicklungsland Kardiovaskulär Kreislauferkrankung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Gangmessdaten visualisieren und analysieren
16.07.2018 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht „Small meets smaller“ – Nanopartikel beeinflussen Schimmelpilzinfektion der Atemwege
05.07.2018 | Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mister Raney bekommt Konkurrenz - Ein neuer Katalysator auf Nickel-Basis nutzt Nano-Strukturen

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

16.07.2018 | Physik Astronomie

Rostocker Forscher testen neue Generation von Offshore-Windenergie-Anlagen

16.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics