Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erster menschlicher Embryo nach Eierstockverpflanzung

09.03.2004


Hoffnung für nach Krebstherapie unfruchtbare Frauen



An der Cornell University ist es erstmals gelungen, nach einer Eierstockverpflanzung Keimzellen und einen lebensfähigen Embryo zu erzielen. Das Team um Kutluk Oktay entnahm einer 30-jährigen Frau einen schmalen Streifen Eierstockgewebe, bevor sie durch Brustkrebsbehandlung unfruchtbar wurde. Das Gewebe wurde eingefroren und sechs Jahre später unter die Haut ihres Bauches transplantiert. Nach drei Monaten begann das Gewebe normal seine Funktion zu erfüllen und Keimzellen zu produzieren. Die lebensfähigen Keimzellen wurden im Reagenzglas befruchtet. Der entstandene Embryo wurde der Frau implantiert. Die Implantation führte jedoch zu keiner Schwangerschaft.



Laut Oktay sind mit diesem Verfahren zwei entscheidende Fortschritte erzielt worden. Frauen könnten ihre Fruchtbarkeit durch das Tiefgefrieren von Eierstockgewebe erhalten und eine Schwangerschaft bleibe auch mit lange gelagertem Gewebe möglich. Hoffung bedeutet dieser Ansatz laut NewScientist auch für jene Mädchen, die zu jung für eine künstliche Befruchtung sind, wenn sie gegen Krebs behandelt werden.

Fortschritte bei der Art der Entnahme ermöglichten dem Team die Gewinnung von 20 Eizellen. Acht dieser Zellen waren für eine künstliche Befruchtung geeignet. Zwei dieser Keimzellen wurden in der Folge mittels intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) befruchtet. Einer der beiden gewonnenen vierzelligen Embryonen eignete sich für die Implantation. Die Wissenschaftler hoffen, in den nächsten ein bis zwei Jahren auch eine Schwangerschaft ermöglichen zu können. Die Forschungsergebnisse wurden in dem Fachmagazin The Lancet.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cornell.edu
http://www.newscientist.com

Weitere Berichte zu: Eierstockverpflanzung Embryo Keimzelle Schwangerschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Menge der abgegebenen Antibiotika in der Tiermedizin sinkt weiter
23.07.2018 | Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

nachricht Die Gene sind nicht schuld
20.07.2018 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 467 km/h in Los Angeles: TUM-Hyperloop-Team bleibt Weltmeister

Mit grandiosen 467 Stundenkilometern ist die dritte Kapsel des WARR-Hyperloop-Teams in Los Angeles durch die Teströhre auf dem Firmengelände von SpaceX gerast. Die Studierenden der Technischen Universität München (TUM) bleiben damit auch im dritten Hyperloop Pod Wettbewerb in Los Angeles ungeschlagen und halten den Geschwindigkeitsrekord für den Hyperloop Prototyp.

Der SpaceX-Gründer Elon Musk hatte die „Hyperloop Pod Competition“ 2015 ins Leben gerufen. Der Hyperloop ist das Konzept eines Transportsystems, bei dem sich...

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Natur in der Stadt – was sie leistet und wie wir sie schützen können

23.07.2018 | Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Suchmaschine für «Smart Wood»

23.07.2018 | Informationstechnologie

Das Geheimnis der Höhlenkrebse entschlüsselt

23.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Natur in der Stadt – was sie leistet und wie wir sie schützen können

23.07.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics