Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Magnetresonanztomographie (MRT) jetzt auch für Pferde möglich

18.05.2001


Magnetresonanztomographie (MRT) jetzt auch für Pferde möglich -An der Klinik für Kleintiere der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig werden in Deutschland die ersten Untersuchungen durchgeführt


Seit Januar 2000 verfügt die Klinik für Kleintiere der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig über den ersten Kernspintomographen in der Tiermedizin in Deutschland. Der Tomograph ist Bestandteil eines in der Tiermedizin bisher einzigartigen Gesamtkonzeptes für die digitale bildgebende Diagnostik, zu dem auch das digitale Röntgen und ein digitales Bildarchiv gehören. Die Realisierung dieses Konzeptes erfolgte durch die Firma Philips Medizin Systeme, die durch eine großzügige Spende die Einrichtung des Kernspintomographen erst möglich machte.
Mittlerweile sind an zwei weiteren Stellen (Chirurgische Tierklinik der Universität München und ein privates Diagnostikzentrum) Kernspintomographen für den diagnostischen Einsatz am Tier vorhanden. Nachdem im letzten Jahr in Leipzig sehr erfolgreich Untersuchungen bei Hunden, Katzen, aber auch Vögeln, Schildkröten und anderen Reptilien durchgeführt wurden, ist es jetzt auch möglich, Grosstiere, speziell Pferde, kernspintomographisch zu untersuchen.
Bereits bei der Planung des Neubaus der Klinik für Kleintiere waren die räumlichen Voraussetzungen im Bereich der Magnetresonanztomographie für die Untersuchung von Pferden berücksichtigt worden. Um einen Transport der Pferde aus der Chirurgischen Tierklinik, wo diese in Narkose gelegt werden, über das Gelände der Veterinärmedizinischen Fakultät zur Klinik für Kleintiere verbringen zu können, wurde ein Spezialuntersuchungstisch konzipiert. Dies stellte insofern eine enorme Herausforderung dar, weil dieser Tisch aus einem nicht-magnetischen Material beschaffen sein muss, um in den Untersuchungsraum verbracht werden zu können, andererseits aber auch ein Gewicht von bis zu 1000 kg aushalten muss und gleichzeitig mit Hilfe eines Gabelstaplers transportiert werden muss. Nach einer Planungsphase von 6 Monaten konnte ein entsprechender Transport- und Untersuchungstisch angefertigt werden.

Bei dem an der Klinik für Kleintiere vorhandenen Magnetresonanztomographen handelt es sich um ein konventionelles, für die Humanmedizin konzipiertes Gerät für die medizinische Diagnostik (Philips Gyroscan T5-NT). Der supraleitende Magnet hat eine Feldstärke von 0,5 Tesla, was ungefähr dem 15000-fachen des Erdmagnetfeldes entspricht. Mit Hilfe des Tomographen können die unteren Anteile der Gliedmaßen und der Kopf von Pferden untersucht werden. Damit kann die Diagnostik von Lahmheiten oder von Erkrankungen im Kopf oder Gehirn entscheidend verbessert werden.

Um einen Einblick in diese neue Untersuchungstechnik bei Pferden zu geben, laden wir zu einem Pressegespräch am 22. 5. 01 um 12.30 Uhr in die Bibliothek der Klinik für Kleintiere, Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig, An den Tierklinken 23, 04103 Leipzig ein.
Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit, eine Untersuchung eines Pferdes vor Ort mitzuerleben.


Dr. Bärbel Adams |

Weitere Berichte zu: Kernspintomograph MRT Magnetresonanztomographie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Die Gene sind nicht schuld
20.07.2018 | Technische Universität München

nachricht Staus im Gehirn: FAU-Forscher identifizieren eine Ursache für Parkinson
20.07.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics