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Mammographie-Screening bis Ende 2005 flächendeckend

18.12.2003


Brustkrebs-Früherkennung: Endlich Klarheit!



Am 15. Dezember 2003 beschloss der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen, Frauen zwischen 50 und 69 Jahren ein qualitätsgesichertes Früherkennungsprogramm mit Einsatz der Mammographie anzubieten. "Damit wird unsere Forderung endlich erfüllt, die Früherkennung des Brustkrebses auf den europäischen Standard anzuheben", sagte Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. "Die Umsetzung des Beschlusses erfordert nun ein konzertiertes Vorgehen aller beteiligten Ärzte, Politiker und Kostenträger."

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Im Sommer diesen Jahres hatte die Deutsche Krebshilfe eine Studie vorgelegt, in der deutlich wurde, wie groß die Defizite bei der Früherkennung, Behandlung und Nachsorge von Brustkrebs-Patientinnen sind. Obwohl seit langem bekannt ist, dass die Röntgenuntersuchung (Mammographie) bei Frauen nach den Wechseljahren die beste Früherkennungsmethode ist, ließ die Einführung des Brustkrebs-Screenings in Deutschland auf sich warten.

"Das jetzt beschlossene Programm enthält alle wichtigen Qualitätskriterien", so Frau Schipanski. Dazu gehören die Doppelbefundung der Röntgenbilder, die notwendigen fachlichen Voraussetzungen für die mammographierenden Ärzte sowie die Qualitätskontrollen durch Referenzzentren. "Wir dürfen jedoch nicht unterschätzen, was es bedeuten wird, das Programm in die Fläche zu bringen", warnte Schipanski. "Die Frauen haben jetzt lange genug gewartet - die Umsetzung muss zügig voran gebracht werden!" Der Bundesausschuss teilte mit, dass das Programm in den bereits laufenden Modell-Regionen Bremen, Wiesbaden und Weser-Ems starten werde. "Bis Ende 2005 müssen alle Frauen in Deutschland die Möglichkeit bekommen, sich regelmäßig qualitätsgesichert auf Brustkrebs untersuchen zu lassen", forderte die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor der Frau; in Deutschland erkranken jedes Jahr 46.000 Frauen daran, 18.000 sterben jährlich an dieser Krankheit.

Dr. med. Eva M. Kalbheim | idw
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de

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