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Desinfektion ist in der Küche unnötig

12.11.2003


Sauber soll es in der Küche sein, aber übertriebene Reinheit ist völlig unnötig. Denn unsere Umwelt ist mit einer Vielzahl verschiedener Keime besiedelt. Der Mensch kann normalerweise erfolgreich damit umgehen und trainiert dabei seine körpereigenen Abwehrkräfte.


Der Einsatz von Desinfektionsmitteln im Haushalt ist überflüssig. Mit einem normalen Reinigungsmittel werden in der Küche die Schmutzteilchen gelöst und über 90 % aller Oberflächenkeime entfernt. Das Reinigungsergebnis kann auch durch ein Desinfektionsmittel in den üblichen Konzentrationen nicht mehr verbessert werden. Viel wichtiger als eine Desinfektion ist der hygienische Umgang mit Lebensmitteln im Haushalt.

Der aid infodienst, Bonn, gibt folgende Tipps zur Reinigung und Hygiene in der Küche:

Reinigungsmittel sind sinnvoll, wenn Fettschmutz entfernt werden soll. Hier sollten möglichst biologisch leicht abbaubare Mittel benutzt werden. Lebensmittel sollen nicht mit Reinigungsmitteln gesäubert werden, da sonst Reinigungsmittelrückstände mit verzehrt werden könnten. Eine gründliche Reinigung von zum Beispiel Obst und Gemüse mit warmem Wasser und anschließendem Abreiben mit einem Tuch reicht aus um Schmutz, Schadstoffe und Rückstände an der Oberfläche zu entfernen.

Vor dem Kochen und nach jedem Toilettenbesuch sollten Sie auf jeden Fall die Hände waschen. Halten Sie die Küche, den Arbeitsplatz und die Arbeitsgeräte sauber.
Vor allem Wischtücher, Büsten und Schwämme können sehr stark mit Keimen besiedelt sein. Kochen Sie diese aus und ersetzen Sie sie regelmäßig. Auch stark zerkratzte Schneidebretter sollten Sie ersetzten, da sich in den Rillen Mikroorganismen gut vermehren können.

Denken Sie auch daran verderbliche Speisen gut zu kühlen und abzudecken.
Niesen Sie nicht auf Lebensmittel und decken Sie Verletzungen an Händen wasserdicht ab.
Notwendig ist eine Desinfektion im Haushalt nur dann, wenn im Haushalt zum Beispiel Dauerausscheider von Salmonellen leben oder eine Desinfektion aus anderen Gründen vom Arzt verordnet wurde.

Heike Rapp | aid-infodienst
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

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