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Hohe Pestizidrückstände bei Gemüsepaprika

09.07.2003


Die Belastung von Gemüsepaprika mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln ist in den letzten Jahren zu einem Dauerthema geworden. Zuletzt meldete die Stiftung Warentest, nicht alles sei im grünen Bereich in punkto Paprika, da keine Schote pestizidfrei gewesen sei, aber auch nicht gesundheitlich kritisch einzustufen.



Drei von 29 Proben überschritten bei den Warentestern die gesetzlich erlaubte Höchstmenge. Deutlich dramatischer stellt sich die Lage in Baden-Württemberg dar: Hier meldeten die Untersuchungsbehörden für 2002 Höchstmengenüberschreitungen von 56,1 Prozent (60 von 107 Proben) und das teilweise gleich mit bis zu drei verschiedenen Wirkstoffen. Vor allem türkische Paprika waren dabei mit dem Insektizid Methamidophos belastet. Nach diesen beunruhigenden Funden wurden in diesem Jahr in einer Schwerpunktaktion erneut 86 Stichproben gezogen, von denen 29 wegen Überschreitung der Höchstmengen beanstandet wurden. Wieder waren vor allem türkische Produkte besonders belastet, aber auch spanische Paprika gaben vielfach Anlass zu Beanstandungen. Holländische Erzeugnisse waren übrigens nicht betroffen.

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Sorgen machen sollte vor allem der hohe Anteil von Mehrfachrückständen von teilweise deutlich mehr als 10 Wirkstoffen. Auf dem Plan für das Lebensmittelmonitoring 2003 nach dem Nationalen Rückstandskontrollplan steht auch der Gemüsepaprika und das scheint auch dringend nötig!

Britta Klein | aid infodienst
Weitere Informationen:
http://www.untersuchungsaemter-bw.de/seiten/lm_pest_oekomonitoringbericht2002.html
http://www.stiftung-warentest.de

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