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Nordrhein-Westfalen gründet neurowissenschaftliches Netzwerk

24.06.2003


Die Erforschung von Gehirn-Erkrankungen, wie Alzheimer oder Parkinson, ist eine der zentralen medizinischen Zukunftsaufgaben: Schon heute leiden nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft bundesweit rund eine Million Menschen unter Demenzkrankheiten - bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl auf mehr als zwei Millionen verdoppeln, sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt.



Ministerin Hannelore Kraft: "Die Erkennung und Behandlung von Krankheiten des Gehirns und des Zentralen Nervensystems gehören zu den großen Herausforderungen der biomedizinischen Forschung. In Nordrhein-Westfalen ist durch die starke Präsenz neurowissenschaftlicher Exzellenzen die Grundlagenforschung bereits auf einem hervorragenden Niveau. Diese Spitzenforscher werden wir in NRW zu einem neurowissenschaftlichen Netzwerk zusammenschließen. So stärken wir unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit."

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Das neurowissenschaftliche Netzwerk soll die bereits vielfältig bestehenden Forschungsfelder der Neurowissenschaften in NRW an den Standorten Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Essen, Jülich, Köln und Münster bündeln. Deren Forschungsergebnisse sollen besser und schneller ausgetauscht werden, so dass die Rahmenbedingungen für einen intensiven Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft geschaffen werden können. Ministerin Kraft: "Die überaus guten Erfahrungen mit dem Kompetenznetzwerk Stammzellforschung haben gezeigt, dass wir in NRW mit der Bündelung hochrangiger Kräfte im Forschungsbereich auf dem richtigen Weg in die Zukunft sind. Das neurowissenschaftliche Netzwerk ist für uns somit ein weiterer Baustein der forschungspolitischen Strategie in Nordrhein-Westfalen."

Das Wissenschaftsministerium stellt für dieses Jahr 150.000 Euro Anschubfinanzierung bereit. Ministerin Kraft betonte, Spitzenforschung brauche Spitzennachwuchs und damit Nachwuchsförderung auf höchstem Niveau. Mit dem neurowissenschaftlichen Netzwerk setze das Land auch in diesem Bereich die Priorität, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu fördern und damit im In- und Ausland die Forschungszukunft zu sichern und ausbauen.

Ralf-Michael Weimar | idw
Weitere Informationen:
http://www.bildungsportal.nrw.de

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