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Demenz-Diagnose per Computer

04.06.2003


Ein Computerprogramm soll bei der Früherkennung von Demenz helfen. Demenz beeinträchtigt vor allem die Leistungsfähigkeit des Gedächtnisses, beeinflusst Sprache, Orientierungs- und Urteilsvermögen des Patienten. Forscher der australischen University of Queensland haben eine Software entwickelt, die im kommenden Jahr von Ärzten an Patienten getestet wird.



Das Programm soll in einem 30-minütigen Frage-Antwort-Test den Grad einer potentiellen Demenz-Erkrankung feststellen. Die Testdaten werden mit den Ergebnissen von Menschen gleichen Alters, Geschlecht und Ausbildung verglichen. So ermöglicht die Technologie nicht nur eine frühe Diagnose, sondern schafft die Grundlage für wichtige Folgeuntersuchungen.

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"Eine frühzeitige Diagnose kann Patienten helfen, ihre Lebensqualität länger zu erhalten. Symptome können rechtzeitig behandelt und Risiken des Alltags, wie zum Beispiel das Autofahren, verringert werden", erklärt Dr. Nancy Pachana, Leiterin der Klinischen Psychologie der University of Queensland und Mitentwicklerin des Programms.

Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung hängt von der individuellen Lebenserwartung ab. In Deutschland liegt sie für Menschen über 65 Jahren bei bis zu 34%.

Augenblicklich sind rund eine Millionen Menschen in Deutschland an Demenz erkrankt. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. prognostiziert einen Anstieg für das Jahr 2050 auf mehr als 2 Millionen Menschen. Nach Einschätzung der australischen Wissenschaftler soll sich die Zahl der Demenzerkrankungen in Australien von aktuell 140.000 bis zum Jahr 2050 verdreifachen.

Hilka Leicht M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.uq.edu.au/news/index.phtml?article=4499
http://www.ieconline.net/Ger_OHE/OHE%20webpages/11_AQU%20Über%20unsere%20Universitäten%20The%20University%20of%20Queensland.htm

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