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Osteoporose nach Magenverkleinerung möglich

14.04.2003


US-Forscher warnen vor operativen Eingriffen zur Gewichtsreduktion



Wissenschaftler der Universität von Pittsburgh haben beim Treffen der Experimental Biology 2003 in San Diego vor operativen Magenverkleinerung gewarnt. In einem Versuch wurde bei Testpersonen ein Knochenschwund festgestellt, obwohl die Patienten Kalzium und Vitaminpräparate zu sich genommen haben. Die Knochenstärke der Patienten nahm ab, sie wiesen ein erhöhtes Osteoporoserisiko auf.



Dass die operative Magenverkleinerung zur Abnahme des Knochengewichts führte, war seit den ersten Forschungsergebnissen klar, meinen die Forscher. Dass aber trotz einer täglichen Verabreichung von 1.000 Milligramm Kalzium und einem Vitamin-D-konzentriertem Multivitamin-Präparat der Knochenschwund nicht aufzuhalten war, hat die Experten verwundert. "Die Ergebnisse waren überraschend", so Studienleiterin Penelope Coates vom Osteoporosis Prevention and Treatment Center an der Universität von Pittsburgh. Die Untersuchungen an den 18 Frauen und neun Männern, die zehn Monate zuvor eine erfolgreiche Magenverkleinerung durchgeführt hatten, zeigten deutlich geringere Knochendichte. Gemessen wurden gewisse metabolische Proteine im Urin. Diese geben Hinweise darauf, wie gut die Regeneration von Knochenzellen vor sich geht. Vor der Operation zeigten auch die fettleibigen Patienten einen ausgewogenen Wert, der sich nach dem Eingriff und der Gewichtsabnahme von vier bis fünf Kilogramm monatlich stark veränderte.

Weitere Untersuchungen der Blutproteine und Knochendichte an den Hüften ergab einen Knochenschwund um acht Prozent sechs Monate nach dem Eingriff. Auffallend war auch die Tatsache, dass die Patienten, die am meisten Gewicht verloren hatten, das größte Problem mit dem Knochenschwund hatten. Coates und ihr Forschungsteam will nun herausfinden, ob der hohe Gewichtsverlust Grund für das Problem ist oder ob sich die Fähigkeit der Absorption des Kalziums nach dem Eingriff verändert. "Diese Patienten, die sich dem Eingriff unterzogen haben, waren jung. Sie werden noch 40 bis 50 Jahre lang leben, daher ist es sehr wichtig, den Grund für das Problem mit den Knochen zu finden", so Coates.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.upmc.edu

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