Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kein Zusammenhang zwischen plötzlichem Kindstod und Vakzinen

13.03.2003


US-Forscher: Impfschäden sind harmloser als gefährliche Krankheiten



Wissenschaftler des Institute of Medicine, einer Forschungseinrichtung der Amerikanischen Akademie der Wissenschaften, haben in einer großangelegten Studie keine Relation zwischen dem plötzlichen Kindstod-Syndrom (SIDI) und Impfungen herstellen können. Die Wissenschaftler hatten die Daten der vergangenen 50 Jahre zurückverfolgt, berichtet das American Institute of Medicine.

... mehr zu:
»Impfung »Kindstod-Syndrom »SIDI »Vakzine


Die Forscher haben genau untersucht, ob die Impfungen, die ein Kind im ersten Lebensjahr bekommt, wie die Vakzine gegen Diptherie-Tetanus, Polio, Hepatitis B, bakterielle Meningitis und lebensbedrohliche Pneumokokken-Infektionen, in einem Zusammenhang mit SIDI stehen. Eine Impfpflicht besteht nicht, aber die Ärzte empfehlen diese Vakzine. Die ersten Impfungen werden nach Angaben der Wissenschaftler im zweiten Lebensmonat verabreicht, die folgenden Dosen im vierten bis sechsten Monat. "Genau während dieser Zeit ist SIDI eine große Gefahr für die Babys", so Maria McCormick, Leiterin der Untersuchung und Vorsitzende des Immunization Safety Review Committee. Die Wissenschaftlerin geht wie auch andere Forscher davon aus, dass eine eventuell auftretende Anaphylaxie zum plötzlichen Kindstod führen könnte.

Das Impfkomitee konnte nach den Untersuchungen aber keinen kausalen Zusammenhang zwischen den Impfungen und dem plötzlichen Kindstod-Syndrom herstellen, so die Meinung. Das gelte auch nicht für jene Vakzine, die eine bakterielle Meningitis als Impfschaden hervorrufen können. Das ist nach der Polio-, Hepatitis- und der Haemophilus-Influenza-Impfung der Fall. Die Wissenschaftler sind auch zum Schluss gekommen, dass es keinen Zusammenhang zwischen Impfschäden und anderen Arten von Kindersterblichkeit gebe. Dimitri Kissin, Experte für SIDI, sieht seine Meinung durch die Studie bestätigt. "Es gibt Eltern, die der Meinung sind, dass Impfungen für SIDI verantwortlich gemacht werden. Der Beweis ist nun erbracht", so der Mediziner, der das American Sudden Death Syndrome Institute in Marietta, Georgia leitet.

Grund für die Untersuchungen war ein nach Angaben der American Academy of Pediatrics unzureichend durchgeführter wissenschaftlicher Beweis über den Zusammenhang zwischen SIDI und Impfstoffen. Nach Angaben der Akademie sind die Krankheiten eine größere Bedrohung für die Gesundheit der Kinder als die Impfungen selbst. Die pädriatische Vereinigung meint dazu, dass in den vergangenen Jahren die Zahl an Diphterie-Fällen, Polio und Hepatitis-B unter Kindern drastisch zurückgegangen sei. "Früher sind daran Hunderte von Kleinkindern gestorben, heute sehen Kinderärzte diese Krankheiten eher selten", so McCormick.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.aiom.org
http://www.sids.org

Weitere Berichte zu: Impfung Kindstod-Syndrom SIDI Vakzine

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore
19.07.2018 | Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

nachricht Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz
18.07.2018 | Universitätsklinikum Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen

19.07.2018 | Studien Analysen

Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore

19.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics