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Alarmierende Zunahme der Antibiotikaresistenzen Impfung kann Todesfälle verhindern

28.02.2003


Die Zunahme von Antibiotikaresistenzen stellen eine gesundheitliche Bedrohung ersten Ranges dar.



"Die Resistenzen von Krankheitserregern gegen Antibiotika nehmen in alarmierendem Maße zu. In Deutschland sind schon bis zu zehn Prozent der Pneumokokkenstämme gegen Penicillin und bis zu 20 Prozent gegen Makrolide resistent," sagte Ralf René Reinert, Leiter der Arbeitsgruppe Pneumokokken des Nationalen Referenzzentrums für Streptokokken in Aachen anlässlich des 7. Kongresses für Infektionskrankheiten vom 27. Februar bis 1. März in Berlin.



Eine entscheidende Rolle bei der Verhütung von Infektionen mit Pneumokokken fällt der Impfung zu. Reinert weist darauf hin, dass die resistenten Keime durch die Impfung abgedeckt werden. In Deutschland sterben jährlich rund 12.000 Menschen an den Folgen einer Pneumokokken-Erkrankung, wie zum Beispiel einer Lungenentzündung oder Entzündungen am Herzen.

Für die Impfung gegen Pneumokokken stellt der Marburger Impfstoffhersteller Chiron Behring einen quecksilberfreien Impfstoff zur Verfügung (Pneumopur(R)). Er schützt vor einer durch Pneumokokken-Infektion hervorgerufenen Erkrankung oder schwächt den Krankheitsverlauf ab. Er ist gut verträglich.

Bis zu 80 Prozent der Bevölkerung tragen Pneumokokken bereits im Nasen-Rachenraum mit sich. Zur Erkrankung kommt es bei einer Schwächung des Immunsystems. Für alle Personen über 60 Jahren und Patienten mit chronischen Erkrankungen oder einer Immunschwäche wird generell die Impfung gegen Pneumokokken empfohlen. Befragungen zeigen, dass diese Empfehlung jedoch 92 Prozent der Senioren nicht bekannt ist. Vor dem Hintergrund der aktuell grassierenden Grippewelle ist die Impfung besonders wichtig. So kann es auch infolge einer Grippeerkrankung und der damit verbundenen Schädigung der Atemwege zu Todesfällen aufgrund einer Zweitinfektion durch Pneumokokken kommen.

Die Impfung gegen Pneumokokken wird ganzjährig oder an einem Termin im Herbst/Winter zusammen mit der Grippeimpfung empfohlen. Pneumokokken-Erkrankungen sind neben der Virusgrippe (Influenza) die häufigste durch Impfung vermeidbare Todesursache in den industrialisierten Ländern.

Dr.Hans Joachim Dürr | MS&L Int. Public Relations
Weitere Informationen:
http://www.mslpr.de

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