Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bremen innovativ in der Cybermedizin

17.11.2000


Gemeinsam mit zwei Bremer Kliniken, vier Partner-Universitäten, MeVisTechnology und Siemens erhielt MeVis den Zuschlag für das 10 Millionen-Mark-Projekt VICORA. Heute startet ein neuer Forschungsverbund daszukunftsträchtige "Virtuelle Institut für die Computerunterstützung inder klinischen Radiologie".


Bremen innovativ in der CybermedizinGemeinsam mit zwei Bremer Kliniken, vier Partner-Universitäten, MeVisTechnology und Siemens erhielt MeVis den Zuschlag für das 10 Millionen-Mark-Projekt VICORA. Heute startet ein neuer Forschungsverbund das zukunftsträchtige"Virtuelle Institut für die Computerunterstützung in der klinischen Radiologie".Bremen, 17. November 2000 Bremen wird Bestandteil eines neuen zukunftsträchtigenForschungsverbundes auf dem Gebiet der digitalen Röntgendiagnostik - eineminnovationsfreudigen Zweig der Medizin. Gemeinsam mit zwei Bremer Kliniken undvier auswärtigen Partner-Universitäten (Aachen, Hannover, Mainz, Marburg) erhieltMevis, Forschungsinstitut für medizinische Diagnosesysteme und Visualisierung an derUniversität Bremen, kürzlich den Zuschlag für das 10 Millionen-Mark-Projekt VICORA.Hinter dem Kürzel VICORA verbirgt sich das Programm eines "Virtuellen Institutsfür die Computerunterstützung in der klinischen Radiologie". Virtuell deswegen, weildieses nicht an einem einzigen Ort umgesetzt werden kann. Dazu nutzt das virtuelleInstitut modernste Informationstechnologie zwecks intensiver Zusammenarbeit.Zugleich wurde damit das zum Markenzeichen von MeVis gewordene Konzept einermultidisziplinären Arbeitsweise ausgezeichnet. Im engen Austausch mit Radiologenersannen die VICORA-Forscher eine bislang in Deutschland einmalige virtuelleInstitutskultur. Die so ermöglichte enge Verzahnung von MeVis mit sechs entferntenKliniken sorgt dafür, dass der direkte Nutzen der Forschung für die Patienten nichtaus dem Blick gerät.Die Grundlage für den Verbund bildet erstmalig die Vernetzung von medizinischen,informationstechnologischen, naturwissenschaftlichen und industriellen Kompetenzen.Als industrielle Partner sind Mevis Technology und Siemens Medizintechnik dabei.Projektträger für das überwiegend vom Bonner Bildungs- und ForschungsministeriumBMBF finanzierte Vorhaben ist die "Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt"DLR. Nach einer Pilotphase bis zum Jahr 2003 soll VICORA flügge werden, so dassder staatliche Förderanteil nach und nach reduziert werden kann.

Völlig neue Diagnosemethoden werden praxisnah erprobtMit der praxisnahen Entwicklung und Erprobung radiologischer Diagnoseinstrumentebeschreitet VICORA gänzlich neue Wege. Im regen Austausch zwischen Entwicklungund Erprobung werden Software-Assistenten für Röntgenärzte geschaffen. Der Cloubesteht darin, den bislang gängigen bildgebenden Verfahren wie Computer- undMagnetresonanz-Tomographie außer der bloßen Abbildung veränderter Organe auchmessbare Daten über krankheitsbedingte Fehlfunktion und Versagen zu entlocken.Mittels der neuen Software-Assistenten, so hoffen die VICORA-Forscher, lassen sichbislang getrennt dargestellte Bildelemente und Bildebenen integrieren. Hinzu kommtdie Möglichkeit, Bildabläufe über eine Zeitschiene darzustellen und zu interpretieren.Damit gerät eine hochintegrierte Diagnostik in Reichweite, die gegenüber derbislang schrittweise zusammengefügten Diagnostik völlig neue Potenziale bietet. Darinwerden Form und Funktion miteinander verschmolzen. Zukünftige Patienten profitierendavon, wenn, wie sich bereits andeutet, invasive und belastende Verfahren durchintegrierte Diagnosemethoden zurückgedrängt werden.Die computergestützte Bildverarbeitung erlaubt Einblicke in die Gestalt undArbeitsweise der menschlichen Organe und ihrer Veränderungen, die bislang nur derPathologie gestattet waren. Auch die Quantifizierung von Therapieerfolgen (z. B. beider Tumorbekämpfung) wird in vielen Fällen erst durch computergestützte Radiologiemöglich. Die daraus erwachsenden therapeutischen Möglichkeiten sind gegenwärtignoch gar nicht abzusehen. Sicher ist dagegen schon jetzt: Die digitalisierten Bildgebungsverfahren sind genuin quantitative Diagnosemethoden. Sie werdenzweifellos den Wandel in der bislang vorwiegend intuitiv und qualitativ angelegten ärztlichen Diagnostik zu der auf Messbarkeit und Vergleichbarkeit hin angelegtenglobalisierten Medizin beschleunigen.



Kontakt:Dr. Friedrich Hansen(Presse-Koordinator)Friedrichhansen@compuserve.comTel: (040) 480 18 72Dr. Markus Lang 
mlang@mevis.deTel: (0421) 218-7581


Dr. med. Friedrich Hansen | idw

Weitere Berichte zu: Luft- und Raumfahrt Radiologie VICORA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Grundlagen der Funktionen von Glutaredoxin-Proteinen im Eisenstoffwechsel und der Signalübertragung aufgeklärt
10.07.2020 | Universität Greifswald

nachricht Internationale Empfehlungen für nicht-tuberkulöse Mykobakterien
08.07.2020 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektrische Spannung aus Elektronenspin – Batterie der Zukunft?

Forschern der Technischen Universität Ilmenau ist es gelungen, sich den Eigendrehimpuls von Elektronen – den sogenannten Elektronenspin, kurz: Spin – zunutze zu machen, um elektrische Spannung zu erzeugen. Noch sind die gemessenen Spannungen winzig klein, doch hoffen die Wissenschaftler, auf der Basis ihrer Arbeiten hochleistungsfähige Batterien der Zukunft möglich zu machen. Die Forschungsarbeiten des Teams um Prof. Christian Cierpka und Prof. Jörg Schumacher vom Institut für Thermo- und Fluiddynamik wurden soeben im renommierten Journal Physical Review Applied veröffentlicht.

Laptop- und Handyspeicher der neuesten Generation nutzen Erkenntnisse eines der jüngsten Forschungsgebiete der Nanoelektronik: der Spintronik. Die heutige...

Im Focus: Neue Erkenntnisse über Flüssigkeiten, die ohne Widerstand fließen

Verlustfreie Stromleitung bei Raumtemperatur? Ein Material, das diese Eigenschaft aufweist, also bei Raumtemperatur supraleitend ist, könnte die Energieversorgung revolutionieren. Wissenschaftlern vom Exzellenzcluster „CUI: Advanced Imaging of Matter“ an der Universität Hamburg ist es nun erstmals gelungen, starke Hinweise auf Suprafluidität in einer zweidimensionalen Gaswolke zu beobachten. Sie berichten im renommierten Magazin „Science“ über ihre Experimente, in denen zentrale Aspekte der Supraleitung in einem Modellsystem untersucht werden können.

Es gibt Dinge, die eigentlich nicht passieren sollten. So kann z. B. Wasser nicht durch die Glaswand von einem Glas in ein anderes fließen. Erstaunlicherweise...

Im Focus: The spin state story: Observation of the quantum spin liquid state in novel material

New insight into the spin behavior in an exotic state of matter puts us closer to next-generation spintronic devices

Aside from the deep understanding of the natural world that quantum physics theory offers, scientists worldwide are working tirelessly to bring forth a...

Im Focus: Im Takt der Atome: Göttinger Physiker nutzen Schwingungen von Atomen zur Kontrolle eines Phasenübergangs

Chemische Reaktionen mit kurzen Lichtblitzen filmen und steuern – dieses Ziel liegt dem Forschungsfeld der „Femtochemie“ zugrunde. Mit Hilfe mehrerer aufeinanderfolgender Laserpulse sollen dabei atomare Bindungen punktgenau angeregt und nach Wunsch aufgespalten werden. Bisher konnte dies für ausgewählte Moleküle realisiert werden. Forschern der Universität Göttingen und des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen ist es nun gelungen, dieses Prinzip auf einen Festkörper zu übertragen und dessen Kristallstruktur an der Oberfläche zu kontrollieren. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature erschienen.

Das Team um Jan Gerrit Horstmann und Prof. Dr. Claus Ropers bedampfte hierfür einen Silizium-Kristall mit einer hauchdünnen Lage Indium und kühlte den Kristall...

Im Focus: Neue Methode führt zehnmal schneller zum Corona-Testergebnis

Forschende der Universität Bielefeld stellen beschleunigtes Verfahren vor

Einen Test auf SARS-CoV-2 durchzuführen und auszuwerten dauert aktuell mehr als zwei Stunden – und so kann ein Labor pro Tag nur eine sehr begrenzte Zahl von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Intensiv- und Notfallmedizin: „Virtueller DIVI-Kongress ist ein Novum für 6.000 Teilnehmer“

08.07.2020 | Veranstaltungen

Größte nationale Tagung für Nuklearmedizin

07.07.2020 | Veranstaltungen

Corona-Apps gegen COVID-19: Nationalakademie Leopoldina veranstaltet internationales virtuelles Podiumsgespräch

07.07.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erster Test für neues Roboter-Umweltmonitoring-System der TU Bergakademie Freiberg

10.07.2020 | Informationstechnologie

Binnenschifffahrt soll revolutioniert werden: Erst ferngesteuert, dann selbstfahrend

10.07.2020 | Verkehr Logistik

Robuste Hochleistungs-Datenspeicher durch magnetische Anisotropie

10.07.2020 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics