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Photodynamische Therapie mit Verteporfin optimiert die Therapie

08.08.2002


Altersbezogene Makuladegeneration

Die altersbezogene Makuladegeneration ist die führende Erblindungsursache bei älteren Menschen über 50 Jahre. Bei dieser Erkrankung kommt es zu Gefäßwucherungen unter der Netzhaut (CNV = chorioidale Neovaskularisation), darüber hinaus zu Ödemen und Blutungen. Die darauf folgenden Reparationsvorgänge hinterlassen Narben, die schließlich zur Erblindung führen. Bei der innovativen photodynamischen Therapie wird der Photosensibilisator Verteporfin (Visudyne ® ) infundiert, der sich vorwiegend in den Gefäßwucherungen anreichert. Die anschließende Bestrahlung mit einem nichtthermischen Laser führt zu einem selektiven Verschluss der Gefäße. Das Unternehmen Novartis hofft, dass die europäische Zulassungsbehörde demnächst die Zulassung für Verteporfin zur Therapie der okkulten subfovealen CNV bei einer bestehenden alterbezogenen Makuladegeneration ausspricht.

Die altersbezogene Makuladegeneration (AMD) tritt in zwei Ausprägungen auf: einer feuchten und einer trockenen Form. Die feuchte AMD, unter der etwa 15% der AMD-Patienten leiden, ist die aggressivere Form. Sie ist verantwortlich für etwa 90% der Fälle einer Erblindung. Experten schätzen, dass etwa 500 000 neue Erkrankungsfälle jährlich weltweit auftreten. Tendenz: steigend. Seit Juli 2000 ist die Photodynamische Therapie mit Verteporfin als Therapieverfahren in Deutschland zur Behandlung von Patienten mit vorwiegend klassischer CNV in Folge AMD zugelassen. Im März 2001 erfolgte die Indikations-erweiterung auf die CNV infolge pathologischer Myopie.

Jetzt ist eine weitere Ausweitung der zugelassenen Indikationen zu erwarten. Mit der angestrebten Zulassungserweiterung von Verteporfin (Visudyne ® ) würde dann eine hocheffektive Therapieoption für die Behandlung der okkulten subfovealen CNV mit einer Krankheitsprogression bei einer bestehenden altersbezogenen Makuladegeneration zur Verfügung stehen. Die erwartete Zulassung basiert vor allem auf hervorragenden Studien-ergebnissen, die erst vor kurzem publiziert worden sind. An dieser klinischen Studie über insgesamt zwei Jahre waren 258 Patienten mit okkulter subfovealer CNV beteiligt. Wie sich zeigte, trat bei den mit Verteporfin therapierten Patienten, verglichen mit den Patienten der Plazebo-Gruppe, signifikant seltener ein moderater oder schwerer Visusverlust auf. Diese Studienresultate sind vor allem deshalb von weitreichender Bedeutung, weil nun auch ein zusätzliches Subkollektiv von Patienten mit feuchter AMD von einer Therapie mit Verteporfin profitieren kann.

Novartis AG (NYSE: NVS) ist ein weltweit führendes Unternehmen im Gesundheitswesen mit seinem Kerngeschäft in den Bereichen Pharma, Consumer Health, Generika, Augenheilmittel und Tiergesundheit. Im Jahr 2001 erzielte der Konzern einen Umsatz von CHF 32,0 Milliarden (USD 19,1 Milliarden) und einen Reingewinn von CHF 7,0 Milliarden (USD 4,2 Milliarden). Der Konzern investierte rund CHF 4,2 Milliarden (USD 2,5 Milliarden) in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 72 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 140 Ländern.

Dr. Michaela Paudler-Debus | Presseinfo
Weitere Informationen:
http://www.novartis.de.

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