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Heilpilze beruhigen Reizmagen und Reizdarm

19.06.2008
Reishi und Co. regulieren entzündliche Prozesse und stressbedingte Entgleisungen

Wenn wir sagen "das ist mir auf den Magen geschlagen", kann das mehrere Ursachen haben: falsche Ernährung, zu viel Alkohol, hektische Mahlzeiten, zu wenig Bewegung, Stress, Mineralienmangel, Ärger und vieles mehr können das ansonsten sehr anpassungsfähige Organ schädigen.

Das eigenständige und hoch organisierte Nervennetz rund um Magen und Darm spielt eine große Rolle bei der Entstehung von Erkrankungen. Der Darm ist von mehr als 100 Millionen Nervenzellen umhüllt. Beteiligt ist bei allen Darmstörungen auch das autonome Nervensystem, besonders der Anteil des Parasympathikus.

So erklärt es sich, dass Stress sich als Reizmagen oder Reizdarm bemerkbar machen kann. Hier ist der Glänzende Lackporling (Reishi) das Mittel der Wahl. Er wirkt entspannend und ausgleichend. Das im Pilz enthaltene Adenosin wirkt beruhigend, entspannend auf die Muskulatur und hat so eine dem Neurotransmitter Azetylcholin entgegen gesetzte Wirkung. Die Erregungsübertragung zwischen Nerv und Kontraktion der glatten Muskulatur wird herab gesetzt. Außerdem hilft der Reishi Pilz mit seinem hohen Gehalt an Triterpenen, die bei Stress vermehrte Histaminausschüttung zu regulieren. Durch die Inhaltsstoffe des Igelstachelbart (Hericium erinaceus) wird die Regeneration der Magen- und Darmschleimhaut angeregt.

Untersuchungen am Food Research Institute in Prag zeigten, dass der Austernpilz (Pleurotus ostreatus) das Wachstum probiotischer Bakterien unterstützt. Die Produktion von Laktobazillen, Enterokokken und Bifidobakterien wurde erhöht. Das wirkt sich wiederum positiv auf die Darmflora und das im Darm befindliche Immunsystem aus.

Gastritis und Ulcus werden verursacht durch Autoimmunprozesse, Bakterien (Helicobacter Pylori), Medikamente und Stress. Hier liegt ein Missverhältnis von schleimhautschützenden (Schleim, Bikarbonat, Prostaglandin) und aggressiven Faktoren (Magensäure, Proteasen und entzündliche Reaktionen) vor.

Hier gilt wie bei allen Entzündungen: Die im Reishi enthaltenen Triterpene (zyklische Kohlenwasserstoffe) verbessern die Funktion der Nebennierenrinde und wirken somit antientzündlich. Bei Entzündungsprozessen und Stress kommt es zu vermehrter Histaminausschüttung. Auch zahlreiche Arzneimittel können den Histaminspiegel erhöhen. Dazu zählen unter anderem Acetylsalicylsäure und Alkohol. Die Triterpene des Reishi wirken hemmend auf eine überhöhte Freisetzung des Histamin im Körper. Generell wirken Heilpilze ausgleichend und regulierend.

Der Körper produziert bei Entzündung und Gewebeverletzung den Nervenwachstumsfaktor, der auch durch die im Hericium enthaltenen Erinacine stimuliert wird. Italienischen Wissenschaftlern ist es mithilfe des Nervenwachstumsfaktors NGF gelungen, bei Magen- und Augengeschwüren einen Heilungsprozess herbeizuführen. Deshalb ist eine Kombination von Reishi und Hericium hier angezeigt. Zusätzlich kann die Gabe von Auricularia empfohlen werden, der die Schleimhäute befeuchtet und somit schützt.

Sodbrennen, Reflux und Reizmagen sind eng miteinander verbunden. Schauplatz des Sodbrennens ist die Speiseröhre. Die Hauptaufgabe der Speiseröhre ist der Transport der Speise vom Mund in den Magen. Oben verschließt der Kehlkopf die Speiseröhre, nach unten ist sie durch einen Schließmuskel (sog. Unterer Ösophagussphincter) zum Magen hin verschlossen. Jeder Rückfluss von Mageninhalt in Richtung Speiseröhre wird als Reflux bezeichnet. Wenn der Mageninhalt durch zu viel Säure aggressiv die Schleimhaut der Speiseröhre schädigt, entsteht ein brennendes Gefühl - das Sodbrennen.

Durch seine Inhaltsstoffe baut der Hericium die Schleimhäute wieder auf. Um den Entzündungen entgegenzuwirken, wird der Reishi zusätzlich empfohlen. Beide Pilze sind reich an Aminosäuren. Bei Entzündungen, Infekten und vielen anderen Krankheiten können nämlich die Konzentrationen der Aminosäuren verändert sein. Hier kommt auch die adaptogen Wirkung der Heilpilze zum Zuge.

Die Verstopfung kann vielerlei Ursachen haben. Erfahrungsgemäß hat sich der Schopftintling (Coprinus comatus) bei Verstopfung als abführend erwiesen. Bei Verstopfung durch Trockenheit befeuchtet der TCM zufolge der Heilpilz Judasohr (Auricularia) die Schleimhäute, stärkt sie somit und löst Verstopfung, die durch Trockenheit ausgelöst ist. Auf eine ausreichende Trinkmenge ist zu achten!!

Durchfall ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, das verschiedene Ursachen haben kann. Er ist gekennzeichnet durch mehr als 3 breiige Stuhlgänge täglich. So kann Durchfall auch durch histaminreiche Nahrungsmittel oder Stress begründet sein. Auf jeden Fall können hier die Triterpene des Reishi ansetzen und hemmend auf die Freisetzung des Histamin im Körper wirken. Durchfall kann Folge von Hitze sein; laut TCM leitet der Reishi diese Hitze aus. Erfahrungsgemäß hat der Maitake bei länger anhaltenden Durchfällen eine stopfende Wirkung bewiesen.

Zu den wichtigsten Formen der Chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) gehören die Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Die Darmschleimhaut ist dabei chronisch entzündet. Wegen der antientzündlichen und Schleimhaut schützenden Wirkungen gibt man die Pilze Hericium und Reishi auch zwischen den Schüben.

Bei Erkrankungen von Colon und Rektum sind häufig die Wasserrückresorption, der Elektrolythaushalt und die Motilität betroffen. Deshalb gehen sie oft mit Durchfällen oder Obstipation einher. Ist der Stuhl zu wässrig, hat sich die Kombination Hericium, Reishi und Maitake bewährt. Bei zu fester Stuhlkonsistenz wird der Hericium zusammen mit dem Reishi und Auricularia empfohlen.

Heilpilze regulieren entzündliche Prozesse und Stress bedingte Entgleisungen. Sie sollten so lange eingenommen werden, bis der Körper die Eigenregulation wieder selbst vornehmen kann. Eine gesunde Lebensführung mit ausreichender Bewegung, Zufuhr von Ballaststoffen und genügender Flüssigkeitszufuhr ist dabei wichtig!

Kontakt:
MykoTroph AG
Institut für Ernährungs- und Pilzheilkunde
Wernher-von-Braun-Strasse 2-4
D-63694 Limeshain
Eine kostenlose individuelle Beratung erhalten Sie
Montag bis Freitag von 8-17 Uhr.
Telefon: 06047 / 988-530
Telefax: 06047 / 988-533
E-Mail: info@mykotroph.de

Franz Schmaus | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.HeilenmitPilzen.de

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