Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rettende Transplantation: Bedarf an Spenderherzen steigt stetig

04.06.2008
Neuer Organspendeausweis bei der Deutschen Herzstiftung anzufordern

Bei Menschen, die auf eine Herztransplantation warten, geht es um Leben oder Tod. Denn sie haben nur eine Chance, wenn sie rechtzeitig ein Spenderherz erhalten.

Doch der jährliche Bedarf ist weit größer als die Zahl der verfügbaren Organe. Zum Tag der Organspende am 7. Juni ruft die Deutsche Herzstiftung deshalb dazu auf, anderen Menschen Leben zu schenken und sich für eine Organspende zu entscheiden. Die Bereitschaft dazu kann man im neuen Organspendeausweis erklären, den es kostenlos bei der Herzstiftung gibt.

In Deutschland waren es vergangenes Jahr knapp 400 Menschen, die eine rettende Herz- oder Herz-Lungentransplantation erhalten konnten. Die meisten von ihnen, weil sie zuvor an einer schweren Herzmuskelerkrankung oder massiven Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen litten. "Der Bedarf an Spenderherzen ist jedoch jetzt schon mindestens doppelt so hoch und wird in Zukunft noch deutlich steigen", prognostiziert Prof. Dr. med. Friedhelm Beyersdorf, Leitender Herzchirurg im Universitätsklinikum Freiburg und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung.

Die Gründe dafür: "Die Menschen werden immer älter und Herzkrankheiten werden in einigen Jahren weltweit an der Spitze der Krankheitsstatistik stehen, während gleichzeitig die Transplantationsmedizin immer besser wird."

Weil nicht genügend Spenderherzen zur Verfügung stehen, müssen herzkranke Patienten, die eine Transplantation brauchen, zurzeit zwischen zwei und vier Jahre darauf warten. Für rund ein Viertel von ihnen ist diese Zeit jedoch zu lang, und sie sterben, während sie auf der Warteliste stehen. Auch sogenannte Kunstherzen können bisher nur für einen begrenzten Zeitraum das Warten auf die Transplantation überbrücken. "Um möglichst viele Patienten zu retten, brauchen wir dringend mehr Spenderorgane und damit mehr Menschen, die zu einer Organspende bereit sind", so Prof. Beyersdorf. Jeder sollte sich deshalb einmal fragen "Will ich nach meinem Tod noch anderen Menschen helfen?" oder auch "Was wäre, wenn ich selbst das Organ eines anderen zum Überleben bräuchte?"

Organspende und Transplantation sind klar im deutschen Transplantationsgesetz geregelt. Die persönliche Entscheidung zur Organspende sollte mit den Angehörigen besprochen und im Organspendeausweis dokumentiert werden. Der neue Ausweis im Scheckkartenformat kann bestellt werden bei: Deutsche Herzstiftung e.V., Stichwort "Organspendeausweis", Vogtstraße 50, 60322 Frankfurt am Main. Außerdem ist er unter www.herzstiftung.de als Download verfügbar.

Informationen:
Deutsche Herzstiftung e.V.
Pressestelle
Dr. Klaus Fleck / Pierre König
Tel. 069/955 128-119
Fax: 069/955 128-313
koenig@herzstiftung.de

Pierre König | idw
Weitere Informationen:
http://www.herzstiftung.de
http://www.organspende-info.de
http://www.dso.de

Weitere Berichte zu: Organspende Organspendeausweis Spenderherz Transplantation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Genaue Entschlüsselung von Brustkrebszellen könnte neue Therapie eröffnen
16.04.2019 | Universität Zürich

nachricht Dauerstress stört die Frakturheilung Überreaktionen des Immunsystems behindern Knochenneubildung
08.04.2019 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Explosion on Jupiter-sized star 10 times more powerful than ever seen on our sun

A stellar flare 10 times more powerful than anything seen on our sun has burst from an ultracool star almost the same size as Jupiter

  • Coolest and smallest star to produce a superflare found
  • Star is a tenth of the radius of our Sun
  • Researchers led by University of Warwick could only see...

Im Focus: Neues „Baustein-Konzept“ für die additive Fertigung

Volkswagenstiftung fördert Wissenschaftler aus dem IPF Dresden bei der Erkundung eines innovativen neuen Ansatzes im 3D-Druck

Im Rahmen Ihrer Initiative „Experiment! - Auf der Suche nach gewagten Forschungsideen“
fördert die VolkswagenStiftung ein Projekt, das von Herrn Dr. Julian...

Im Focus: Vergangenheit trifft Zukunft

autartec®-Haus am Fuß der F60 fertiggestellt

Der Hafen des Bergheider Sees beherbergt seinen ersten Bewohner. Das schwimmende autartec®-Haus – entstanden im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung...

Im Focus: Hybrid-Neuronen-Netzwerke mit 3D-Lithografie möglich

Netzwerken aus wenigen Neuronenzellen können gezielt künstliche dreidimensionale Strukturen vorgegeben werden. Sie werden dafür elektronisch verschaltet. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, Fehler in neuralen Netzwerken besser zu verstehen und technische Anwendungen mit lebenden Zellen gezielter zu steuern. Dies stellt ein Team aus Forschenden aus Greifswald und Hamburg in einer Publikation in der Fachzeitschrift „Advanced Biosystems“ vor.

Eine der zentralen Fragen der Lebenswissenschaften ist, die Funktionsweise des Gehirns zu verstehen. Komplexe Abläufe im Gehirn ermöglichen uns, schnell Muster...

Im Focus: Was geschieht im Körper von ALS-Patienten?

Wissenschaftler der TU Dresden finden Wege, um das Absterben von Nervenzellen zu verringern und erforschen Therapieansätze zur Behandlung von ALS

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine unheilbare Erkrankung des zentralen Nervensystems. Nicht selten verläuft ALS nach der Diagnose innerhalb...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur

17.04.2019 | Veranstaltungen

Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck

17.04.2019 | Veranstaltungen

Augmented Reality und Softwareentwicklung: 33. Industrie-Tag InformationsTechnologie (IT)²

17.04.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Irdischer Schutz für außerirdisches Metall

18.04.2019 | Verfahrenstechnologie

Erster astrophysikalischer Nachweis des Heliumhydrid-Ions

18.04.2019 | Physik Astronomie

Radioteleskop LOFAR blickt tief in den Blitz

18.04.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics