Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zu viel Sonne kann zu Krebs führen

06.05.2008
BfS gibt Tipps zum richtigen Sonnenbaden- UV-Index im Internet

Nach dem langen Winter freuen sich viele auf die Frühlingssonne. Die Straßencafés sind vollbesetzt. Auf Wiesen und in Stadtparks sieht man Sonnenhungrige, die sich in der Wärme entspannen.

Doch die intensive Sonnenscheindauer birgt auch Gefahren, die man nicht unterschätzen sollte. "Im Frühjahr ist die Haut besonders gefährdet, da sie sich erst langsam an die Sonne gewöhnen muss", sagt Werner Nording, Pressesprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). "Auch wer solariengebräunt ist, hat durch die in Solarien veränderte Zusammensetzung der UV-Strahlen keinen Eigenschutz erworben.

Man muss unbedingt eine Sonnencreme mit entsprechendem Lichtschutzfaktor verwenden, körperbedeckende Kleidung tragen oder sich besser noch im Schatten aufhalten. Langfristig kann übertriebenes Sonnenbaden zu vorzeitiger Hautalterung und Hautkrebs führen."

... mehr zu:
»BfS »UV-Index »UV-Strahl »UV-Strahlung »UVI

Die Haut von Kindern reagiert besonders empfindlich auf die Sonne. Die Anzahl der Sonnenbrände, die ein Mensch bis zum 18. Lebensjahr erleidet, ist ein entscheidender Faktor für das Risiko, Jahrzehnte später an Hautkrebs zu erkranken. Nording: "Wer vernünftig mit der Sonne umgeht, kann das schöne Wetter ohne Reue und böse Spätschäden genießen", sagt der BfS-Sprecher. "Kinder bis zu zwei Jahren sollten der UV-Strahlung überhaupt nicht ausgesetzt werden".

Über die aktuelle Belastung durch UV-Strahlung informiert der UV-Index, kurz UVI. Das ist ein international gültiger Wert, mit dem man ausrechnen kann, wie lange man sich Sonnenstrahlen aussetzen darf. Der UV-Index beschreibt den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung. "Je höher dieser Wert, desto größer ist das Sonnenbrandrisiko", erläutert Nording.

Werden beispielsweise UVI-Werte von 5 bis 7 erwartet, so bedeutet dies eine hohe UV-Belastung. Ein Sonnenbrand ist dann schon nach 20 Minuten sehr wahrscheinlich.

Das BfS veröffentlicht im Internet die aktuellen UVI-Messwerte sowie eine Drei-Tages-Prognose, die unter http://www.bfs.de/uv/uv2/uvi abgerufen werden können. Außerdem informieren die Expertinnen und Experten des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) über die Wirkungen von UV-Strahlen, die verschiedenen Hauttypen und Tipps zum Sonnenschutz. Als Faustformel gilt: Doppelter UVI-Wert ergibt den Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels, mit dem sich Erwachsene schützen sollten.

Der UVI hängt vor allem vom Sonnenstand ab und ändert sich daher am stärksten mit der Jahreszeit und der geografischen Breite. Die Ozonsituation in der Atmosphäre, Bewölkung und die Höhenlage eines Ortes spielen ebenfalls eine Rolle. Reflexionen von Sand und Schnee beeinflussen die Höhe des UVI.

Das BfS empfiehlt:
- Geeignete Kleidung und Kopfbedeckung sind ein effektiver Schutz vor
Sonnenbrand
- Beim Eincremen nicht mit Sonnencreme sparen und auf hohen
Lichtschutzfaktor achten
- Die "Sonnenterassen" des Körpers besonders gut eincremen, d.h. auch
Ohren, Nasen und Fußrücken nicht vergessen
- Da die UV-Strahlung in den Mittagstunden am höchsten ist, verbringt man
diese Zeit besser im Schatten - dort wird die Haut ohnehin sanfter
gebräunt
- Mehr als 50 Sonnenbäder im Jahr sind nicht zu empfehlen
- Besonders bei Kindern ist unbedingt auf guten Sonnenschutz zu achten
- Kinder unter zwei Jahren sollten der Sonne gar nicht ausgesetzt werden
Diese Tipps und weitere Informationen hat das BfS in der Broschüre "Mit heiler Haut durch den Sommer" für Kinder leicht verständlich aufbereitet. Sie steht zum Download unter http://www.bfs.de/uv/uv2/Kinderflyer.pdf bereit und ist, wie auch die anderen Infomaterialien des BfS zum Thema UV, kostenlos zu beziehen beim:
Bundesamt für Strahlenschutz
Postfach 10 01 49
38201 Salzgitter
Tel: 01888 / 333-0
Fax: 01888 / 333-1150
EPost@bfs.de

Werner Nording | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfs.de
http://www.bfs.de/uv/uv2/Kinderflyer.pdf
http://www.bfs.de/uv/uv2/uvi

Weitere Berichte zu: BfS UV-Index UV-Strahl UV-Strahlung UVI

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Zwei Städte, ein Operationstisch
17.10.2018 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht Antiblockiersystem in Arterien schützt vor Herzinfarkt
16.10.2018 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

Biotechnologen entschlüsseln Struktur und Funktion von Docking Domänen bei der Biosynthese von Peptid-Wirkstoffen

Mikroorganismen bauen Naturstoffe oft wie am Fließband zusammen. Dabei spielen bestimmte Enzyme, die nicht-ribosomalen Peptid Synthetasen (NRPS), eine...

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Natürlich intelligent

19.10.2018 | Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ultraleichte und belastbare HighEnd-Kunststoffe ermöglichen den energieeffizienten Verkehr

19.10.2018 | Materialwissenschaften

IMMUNOQUANT: Bessere Krebstherapien als Ziel

19.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Raum für Bildung: Physik völlig schwerelos

19.10.2018 | Bildung Wissenschaft

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics