Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stress begegnen, damit er nicht zum Krankmacher wird

28.02.2008
Deutsche Herzstiftung empfiehlt frühzeitige Bewältigungsstrategien

Stress kann anregen, und Stress kann aufregen. Im ersten Fall wirkt er als motivierender Antrieb und mobilisiert Energien. Hingegen stellt belastender Stress im Berufs- und Privatleben auf Dauer ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko dar. Dabei gibt es gute Möglichkeiten, negativem Dauerstress wirksam zu begegnen, wie die Deutsche Herzstiftung betont.

"Wenn Anspannung nicht durch regelmäßige Entspannung ausgeglichen wird, sind oft Schlafstörungen ein erstes deutliches Zeichen, dass wir in unserem Leben etwas ändern müssen", erklärt Karl-Heinz Ladwig, Professor für Psychosomatische Medizin und Medizinische Psychologie am Helmholtz Zentrum München und Klinikum rechts der Isar der TU München. Dauerstress belastet die Psyche und den Körper. Er führt zu Erschöpfung, schwächt das Immunsystem und begünstigt die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Besonders häufig sind die Ursachen für Dauerstress mit der Arbeitssituation verbunden. "Statt die belastende Situation resigniert hinzunehmen, sollte man immer versuchen, sie in Ruhe zu analysieren und nach Veränderungsmöglichkeiten zu suchen", empfiehlt Prof. Ladwig: "Bei Arbeitsüberlastung oder Mobbing können Gespräche helfen, beim Verlust des Arbeitsplatzes kann es darüber hinaus sinnvoll sein, über den Quereinstieg in einen anderen Beruf nachzudenken. Vor allem ist in all diesen Situationen wichtig, sich nicht selbst noch als Verlierer oder Versager zu geißeln."

... mehr zu:
»Stress

Hinter Dauerstress stecken sehr oft aber auch Spannungen im privaten bzw. familiären Umfeld. Hier kommt es darauf an, solche Spannungen nicht zu verdrängen, sondern zur Sprache zu bringen. Frauen sind dabei vielfach mutiger als Männer. Wenn die Aussprache mit dem Partner oder der Familie nicht zum Erfolg führt, gibt es die Möglichkeit einer Paar- oder Familientherapie. Psychopharmaka gegen Stress - etwa Benzodiazepine - haben nur in extremen Krisensituationen ihren Platz, für eine längerfristige Behandlung sind sie auch wegen des Risikos, davon abhängig zu werden, nicht geeignet.

Anti-Stress-Therapie mit Ausdauersport und Entspannungstechniken

Damit Dauerstress nicht zum Krankmacher wird, ist es ratsam, möglichst frühzeitig etwas dagegen tun. Selbst wenn sich die auslösende Situation nicht grundlegend oder nur begrenzt ändern lässt, ist man dem Stress keineswegs hilflos ausgesetzt. So lässt er sich besonders gut mit intensiver Bewegung abschütteln: Optimal sind vier- bis fünfmal pro Woche eine halbe Stunde oder mehr Ausdauertraining, etwa in Form von Laufen, Schwimmen oder Radfahren, wie die Deutsche Herzstiftung mitteilt. Ebenso können Techniken wie die Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training sehr hilfreich sein. "Eine wichtige Anti-Stress-Strategie", so Prof. Ladwig, "besteht zudem darin, selbst gewählte Aktivitäten wie etwa Musizieren, Theaterbesuche mit Freunden oder Kochen zu finden, die anregen, Freude machen und den Dauerstress vergessen lassen."

Weitere Empfehlungen zur Stressbewältigung bietet die Deutsche Herzstiftung in ihrem neuen Sonderdruck "Stress" an, der unter dem gleichnamigen Kennwort gegen Einsendung des Rückportos (1,45 EUR in Briefmarken) bezogen werden kann bei: Deutsche Herzstiftung, Vogtstr. 50, 60322 Frankfurt.

3/2008
Informationen:
Deutsche Herzstiftung e.V.
Pressestelle
Dr. Klaus Fleck / Pierre König
Tel. 069/95 51 28-119
Fax: 069/95 51 28-313
E-Mail: fleck@herzstiftung.de

Pierre König | idw
Weitere Informationen:
http://www.herzstiftung.de

Weitere Berichte zu: Stress

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Forscher untersuchen Rolle der Zellmembran bei der Entstehung chronischer Krankheiten
10.12.2019 | Universität des Saarlandes

nachricht Wie erhöhte Blutfette Entzündungen auslösen und Nieren und Gefäße schädigen
10.12.2019 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Im Focus: How to induce magnetism in graphene

Graphene, a two-dimensional structure made of carbon, is a material with excellent mechanical, electronic and optical properties. However, it did not seem suitable for magnetic applications. Together with international partners, Empa researchers have now succeeded in synthesizing a unique nanographene predicted in the 1970s, which conclusively demonstrates that carbon in very specific forms has magnetic properties that could permit future spintronic applications. The results have just been published in the renowned journal Nature Nanotechnology.

Depending on the shape and orientation of their edges, graphene nanostructures (also known as nanographenes) can have very different properties – for example,...

Im Focus: Geminiden - Die Wünsch-dir-was-Sternschnuppen vor Weihnachten

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und des Hauses der Astronomie in Heidelberg - Die Geminiden, die Mitte Dezember zu sehen sind, sind der "zuverlässigste" der großen Sternschnuppen-Ströme mit bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde. Leider stört in diesem Jahr der Mond zur besten Beobachtungszeit.

Sie wurden nach dem Sternbild Zwillinge benannt: Die „Geminiden“ sorgen Mitte Dezember immer für ein schönes Sternschnuppenschauspiel. In diesem Jahr sind die...

Im Focus: Electronic map reveals 'rules of the road' in superconductor

Band structure map exposes iron selenide's enigmatic electronic signature

Using a clever technique that causes unruly crystals of iron selenide to snap into alignment, Rice University physicists have drawn a detailed map that reveals...

Im Focus: Das 136 Millionen Atom-Modell: Wissenschaftler simulieren Photosynthese

Die Umwandlung von Sonnenlicht in chemische Energie ist für das Leben unerlässlich. In einer der größten Simulationen eines Biosystems weltweit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen komplexen Prozess an einem Bestandteil eines Bakteriums nachgeahmt – am Computer, Atom um Atom. Die Arbeit, die jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht wurde, ist ein wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der Photosynthese in einigen biologischen Strukturen. An der internationalen Forschungskooperation unter Leitung der University of Illinois war auch ein Team der Jacobs University Bremen beteiligt.

Das Projekt geht zurück auf eine Initiative des inzwischen verstorbenen, deutsch-US-amerikanischen Physikprofessors Klaus Schulten von der University of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Was Vogelgrippe in menschlichen Zellen behindert

10.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Schäden im Leichtbau erkennen durch Ultraschallsensoren

10.12.2019 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics