Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

RUB-Klinik testet neues Verbandsystem gegen chronische Wunden am Bein: Studienteilnehmer gesucht

12.02.2008
Kompression lässt offene Beine besser heilen

Offene Beine heilen schneller unter einer Kompressionstherapie mit Strümpfen oder Verbänden. Ein neuartiges Verbandsystem, das selbstklebend ist und nur einmal wöchentlich gewechselt werden muss, testet die Wundambulanz am Venenzentrum der dermatologischen und gefäßchirurgischen Kliniken der Ruhr-Universität Bochum im St. Maria-Hilf-Krankenhaus in einer 12-wöchtigen Studie.

Dafür sucht die Klinik noch Teilnehmer: Interessierte Patienten mit einer chronischen Wunde am Bein können sich montags, dienstags und freitags zwischen 8 und 12 Uhr im Venenzentrum unter Tel. 0234/8792-378 melden oder sich im Internet informieren: http://www.venenzentrum-uniklinik.de

Kompression verbessert die Durchblutung

Basis der Therapie chronischer venöser Beingeschwüre ist immer die Kompressionsbehandlung. "Studien haben gezeigt, dass chronische Wunden beim Krampfaderleiden unter Kompressionstherapie deutlich schneller abheilen und weniger häufig wieder auftreten", erklärt PD Dr. Markus Stücker, der die Studie leitet. Die Kompressionstherapie in Form von Verbänden oder Strümpfen soll die gestörte Funktion der Venenabschnitte verbessern, die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes erhöhen und ein Fortschreiten des Krampfaderleidens verhindern. Unter der Kompressionstherapie verbessern sich sowohl die Durchblutung der großen Beinvenen als auch die der kleinen Hautgefäße und der Lymphabfluss.

Verbandwechsel nur einmal pro Woche

Herkömmliche Verbände müssen allerdings täglich gewechselt werden und lockern sich manchmal schon in den ersten Stunden nach dem Anlegen, so dass die Kompression nicht mehr richtig funktioniert. Das neue Verbandsystem, das die RUB-Klinik testet, ist zweilagig und selbstklebend. Es muss nur einmal in der Woche gewechselt werden und büßt während dieser Zeit nicht an Wirksamkeit ein. Die Probanden müssen während der dreimonatigen Studie nur einmal pro Woche in die Klinik kommen.

Ulcus Cruris: Zahlen

Von den geschätzten zwei bis drei Millionen Patienten mit chronischen Wunden in Deutschland haben ca. 60 bis 80 Prozent ein "offenes Bein" (Ulcus cruris). Wenn es einmal so weit gekommen ist, haben die Betroffenen meistens lange zu leiden: Bei etwa der Hälfte der Patienten besteht das "offene Bein" mindestens ein Jahr, bei jedem fünften zwei Jahre und bei acht Prozent mindestens fünf Jahre. In bis zu 90 Prozent der Fälle kommt es nach der Abheilung zu einem Wiederauftreten (Rezidiv).

Weitere Informationen

Priv.-Doz. Dr. Markus Stücker, Klinik für Dermatologie und Allergologie der Ruhr-Universität Bochum im St. Josef Hospital - Venenzentrum der Dermatologischen und Gefäßchirurgischen Kliniken - im St. Maria Hilf Krankenhaus, Hiltroper Landwehr 11-13, 44805 Bochum, Tel. 0234/8792-377/-379, Fax 0234/8792-376, E-Mail: M.Stuecker@derma.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.venenzentrum-uniklinik.de

Weitere Berichte zu: Kompressionstherapie RUB-Klinik Venenzentrum Verbandsystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Zwei Städte, ein Operationstisch
17.10.2018 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht Antiblockiersystem in Arterien schützt vor Herzinfarkt
16.10.2018 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

Biotechnologen entschlüsseln Struktur und Funktion von Docking Domänen bei der Biosynthese von Peptid-Wirkstoffen

Mikroorganismen bauen Naturstoffe oft wie am Fließband zusammen. Dabei spielen bestimmte Enzyme, die nicht-ribosomalen Peptid Synthetasen (NRPS), eine...

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Natürlich intelligent

19.10.2018 | Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ultraleichte und belastbare HighEnd-Kunststoffe ermöglichen den energieeffizienten Verkehr

19.10.2018 | Materialwissenschaften

IMMUNOQUANT: Bessere Krebstherapien als Ziel

19.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Raum für Bildung: Physik völlig schwerelos

19.10.2018 | Bildung Wissenschaft

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics