Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Startschuss für das Innovationsnetzwerk Intelligente Werkstoffe iWerk

21.04.2009
Zwei Drittel aller Innovationen in Deutschland basieren auf Werkstoffweiter- oder -neuentwicklungen. Intelligente Werkstoffe, also Werkstoffe deren Eigenschaften sich passiv aufgrund von Umweltbedingungen oder aktiv durch Energiezufuhr verändern, stellen dabei ein besonderes Innovationspotenzial dar.

Dieses Potenzial für Unternehmen zu erschließen ist das Ziel des Innovationsnetzwerks Intelligente Werkstoffe - kurz iWerk - des Fraunhofer IAO.

Intelligente Werkstoffe sind bereits heute in zahlreichen Produkten im Einsatz: Das Einsatzspektrum reicht von Piezo-Werkstoffen in Einspritzventilen für hocheffiziente Motoren über mikroverkapselte Latentwärmespeicher in Häuserfassaden bis hin zu Lebensmitteletiketten für die Überwachung von Kühlketten. Das Potenzial ist jedoch ungleich größer.

Derzeit arbeiten Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft beispielsweise an Lacken, deren Farbton sich beliebig verändern lässt, an Oberflächen, die im einen Moment von Wasser benetzt werden und im anderen Moment Wasser abstoßen, an Polymeren, die unter Spannung leuchten, oder an aktiv gelagerten Bauteilen, welche Lärm und Vibration gezielt verringern können.

Doch nicht nur in den Fraunhofer-Instituten wird die Forschung und Entwicklung von intelligenten Werkstoffen vorangetrieben. Weltweit beschäftigen sich Forschungseinrichtungen und Universitäten mit der Entwicklung von intelligenten Werkstoffen. Das Ziel des Fraunhofer IAO ist es, diese Entwicklungen systematisch zu identifizieren, zu bewerten und das Generieren von Innovationen gezielt zu forcieren.

Dazu hat das Fraunhofer IAO das Innovationsnetzwerk iWerk ins Leben gerufen. Teilnehmende Unternehmen werden im Rahmen von iWerk dabei unterstützt, technologische Entwicklungen auf dem Gebiet intelligenter Werkstoffe weltweit zu identifizieren sowie ihr technisches und wirtschaftliches Einsatzpotenzial für die eigenen Produkte zu bewerten. Das klare Ziel dabei: Es sollen innovative Produkte auf Basis von Werkstoffentwicklungen entstehen, die den Netzwerkpartnern klare Wettbewerbsvorteile einbringen können.

Das Konzept des Innovationsnetzwerks, das sich in der Praxis bereits bewährt hat, eignet sich besonders gut, um unternehmensübergreifende Fragestellungen im vorwettbewerblichen Bereich zu erforschen. Durch das Zusammenwirken von Forschungseinrichtungen und Unternehmen unterschiedlicher Branchen in einem Netzwerk wird die Realisierung neuartiger Konzepte und Lösungen mit einer enormen Schubkraft vorangetrieben. Die unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven der beteiligten Unternehmen sorgen in Verbindung mit Spitzenforschung für effiziente Innovationsprozesse. Jedes teilnehmende Unternehmen stellt dabei ein überschaubares Budget zur Verfügung und profitiert von ungleich umfangreicheren Forschungsergebnissen als dies bei einem bilateralen Projekt möglich wäre.

Die erste Phase des Innovationsnetzwerks iWerk soll im Juni 2009 starten und Unternehmen zwei Jahre lang dabei unterstützen, Potenziale und Einsatzmöglichkeiten intelligenter Werkstoffe gezielter für sich zu nutzen. Ein erster Workshop zum Innovationsnetzwerk iWerk fand im Rahmen des Forums "Intelligente Werkstoffe" am 19. und 20. März 2009 am Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart statt. Weitere Informationen zum Innovationsnetzwerk und zum Forum sind im Internet unter www.intelligente-werkstoffe.de zu finden.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen
Florian Rothfuss
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon +49 711 970-2091, Fax +49 711 970-2299
florian.rothfuss@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.intelligente-werkstoffe.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Fachhochschule Südwestfalen entwickelt innovative Zinklamellenbeschichtung
13.07.2018 | Fachhochschule Südwestfalen

nachricht 3D-Druck: Stützstrukturen verhindern Schwingungen bei der Nachbearbeitung dünnwandiger Bauteile
12.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics