Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optimale Bettdecken für SIE und IHN

02.08.2012
Basiswissen für die Wahl der richtigen Bettdecke

Viele kennen das Problem: während „ER“ nachts im Schlafzimmer schwitzt, ist „IHR“ viel zu kalt. Männer und Frauen haben nicht nur ein unterschiedliches Wärmeempfinden, sondern sie produzieren auch unterschiedlich viel Wärme. Daher ist es nicht einfach, die richtige Bettdecke zu finden – bei der Auswahl helfen einige Informationen zur Wärmeisolation von Bettdecken.

Die Gründe für die unterschiedliche Wärmeproduktion von Männern und Frauen im Schlaf sind folgende: Zum einen haben Frauen meist ein geringeres Körpergewicht als Männer. Dadurch ist das Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpervolumen und -gewicht bei Frauen deutlich größer. Dies führt dazu, dass Frauen mehr Wärme über die Körperoberfläche abgeben und dementsprechend mehr Wärme produzieren müssen, um nicht zu frieren.

Gleichzeit produziert ein Mensch mit geringerem Körpergewicht weniger Wärme, als ein Mensch mit höherem Körpergewicht. Bei einem Menschen mit 50 kg Körpergewicht liegt die Wärmeproduktion z.B. bei 62 Watt. Er benötigt deshalb (bei gleicher Raumtemperatur) eine Decke mit deutlich besserer Wärmeisolation als beispielsweise ein Schläfer mit 110 kg Körpergewicht, der durchschnittlich 101 Watt Wärme erzeugt.

Zudem besitzen Frauen weniger Muskeln, die Wärme produzieren können. Im Gegensatz zum Sport werden Muskeln im Schlaf nur unmerklich angespannt ohne eine Bewegung zu erzeugen. Erst bei deutlicher Unterkühlung kommt es zum bekannten Muskelzittern, um Wärme zu produzieren.

Im Schlaf sinkt die Wärmeproduktion, der Mensch bewegt sich kaum, die Muskeln sind entspannt und produzieren weniger Wärme als im wachen Zustand. Damit der Körper nicht auskühlt, muss deshalb die Zudecke eine ausreichende Wärmeisolation aufweisen. Jedoch müssen Bettdecken nicht nur angemessen isolieren bzw. warm halten, sondern auch Feuchtigkeit in Form von dampfförmigem Schweiß vom Körper wegleiten.

Die Atmungsaktivität sorgt dafür, dass unter der Bettdecke ein angenehmes, trockenes Klima herrscht. Zudem müssen Bettdecken eine sogenannte Pufferwirkung haben. Diese gibt an, wie viel Schweiß die Bettdecke aufnehmen kann, bevor sie sich feucht anfühlt. Das Wärme- und Feuchtemanagement von Bettdecken, Kopfkissen und Matratzen kann in den Laboren des Fachbereichs „Function and Care“ der Hohenstein Institute mit Hilfe verschiedener Prüfszenarien ermittelt werden.

Mit der thermischen Gliederpuppe „Charlie“ kann ermittelt werden wie viel Wärme ein Mensch produzieren muss, um eine gleichmäßige Hauttemperatur unter der Decke zu erhalten. Die Eigenschaft der Bettdecken zur Schweißaufnahme und -weiterleitung wird mit Hilfe des so genannten Hautmodells getestet. Eine poröse Sintermetallplatte stellt dabei die Haut des Menschen dar.

Rose-Marie Riedl | Hohenstein Institute
Weitere Informationen:
http://hohenstein.de/de/inline/pressrelease_20608.xhtml

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Freiburger Forscher untersucht Ursprünge der Beschaffenheit von Oberflächen
17.02.2020 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Neue Simulation-Experiment-Kombination erlaubt tiefere Einblicke in ultraschnelle lichtinduzierte Prozesse
13.02.2020 | Technische Universität Graz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lichtpulse bewegen Spins von Atom zu Atom

Forscher des Max-Born-Instituts für Nichtlineare Optik und Kurzpulsspektroskopie (MBI) und des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik haben durch die Kombination von Experiment und Theorie die Frage gelöst, wie Laserpulse die Magnetisierung durch ultraschnellen Elektronentransfer zwischen verschiedenen Atomen manipulieren können.

Wenige nanometerdünne Filme aus magnetischen Materialien sind ideale Testobjekte, um grundlegende Fragestellungen des Magnetismus zu untersuchen. Darüber...

Im Focus: Freiburg researcher investigate the origins of surface texture

Most natural and artificial surfaces are rough: metals and even glasses that appear smooth to the naked eye can look like jagged mountain ranges under the microscope. There is currently no uniform theory about the origin of this roughness despite it being observed on all scales, from the atomic to the tectonic. Scientists suspect that the rough surface is formed by irreversible plastic deformation that occurs in many processes of mechanical machining of components such as milling.

Prof. Dr. Lars Pastewka from the Simulation group at the Department of Microsystems Engineering at the University of Freiburg and his team have simulated such...

Im Focus: Transparente menschliche Organe ermöglichen dreidimensionale Kartierungen auf Zellebene

Erstmals gelang es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, intakte menschliche Organe durchsichtig zu machen. Mittels mikroskopischer Bildgebung konnten sie die zugrunde liegenden komplexen Strukturen der durchsichtigen Organe auf zellulärer Ebene sichtbar machen. Solche strukturellen Kartierungen von Organen bergen das Potenzial, künftig als Vorlage für 3D-Bioprinting-Technologien zum Einsatz zu kommen. Das wäre ein wichtiger Schritt, um in Zukunft künstliche Alternativen als Ersatz für benötigte Spenderorgane erzeugen zu können. Dies sind die Ergebnisse des Helmholtz Zentrums München, der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität München (TUM).

In der biomedizinischen Forschung gilt „seeing is believing“. Die Entschlüsselung der strukturellen Komplexität menschlicher Organe war schon immer eine große...

Im Focus: Skyrmions like it hot: Spin structures are controllable even at high temperatures

Investigation of the temperature dependence of the skyrmion Hall effect reveals further insights into possible new data storage devices

The joint research project of Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) and the Massachusetts Institute of Technology (MIT) that had previously demonstrated...

Im Focus: Skyrmionen mögen es heiß – Spinstrukturen auch bei hohen Temperaturen steuerbar

Neue Spinstrukturen für zukünftige Magnetspeicher: Die Untersuchung der Temperaturabhängigkeit des Skyrmion-Hall-Effekts liefert weitere Einblicke in mögliche neue Datenspeichergeräte

Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat einen weiteren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

4. Fachtagung Fahrzeugklimatisierung am 13.-14. Mai 2020 in Stuttgart

10.02.2020 | Veranstaltungen

Alternative Antriebskonzepte, technische Innovationen und Brandschutz im Schienenfahrzeugbau

07.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste Untersuchungsergebnisse zum "Sensations-Meteoritenfall" von Flensburg

17.02.2020 | Geowissenschaften

Lichtpulse bewegen Spins von Atom zu Atom

17.02.2020 | Physik Astronomie

Freiburger Forscher untersucht Ursprünge der Beschaffenheit von Oberflächen

17.02.2020 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics