Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Buch: 3D Mikro- und Nanostrukturen quantitativ beschreiben?

23.01.2002


Mikro- und Nanostrukturen im Blickfeld von Mathematik und Materialwissenschaft

Einen umfassenden Überblick zur quantitativen Beschreibung von Werkstoffen ermöglichen der Werkstoffwissenschaftler Prof. Dr. Frank Mücklich (Universität des Saarlandes) und der Mathematiker PD Dr. Joachim Ohser (FhI für Technomathematik Kaiserslautern) in ihrer neuen Veröffentlichung: Das bei Wiley & Sons erschienene Buch mit dem Titel "Statistical Analysis of Microstructures in Materials Science" umfasst 375 Seiten mit zahlreichen mikroskopischen und erklärenden Abbildungen. Neben Computerprogrammen (als C-Quellcodes) bietet es außerdem jeweils praktisch ausgearbeitete Analysebeispiele aus allen Bereichen der Material- und Werkstoffwissenschaft.
ISBN: 0471974862

Die Eigenschaften von Materialien und Werkstoffen werden einerseits von ihrer chemischen Natur, andererseits aber auch von ihrer Mikro- und Nanostruktur bestimmt. Diese Mikro- und Nanostruktur ist sowohl entscheidend für die Festigkeit eines Stahles als auch für die Zähigkeit einer Hochleistungskeramik oder das Formgedächtnis sogenannter "Smart Materials", um nur einige Beispiele zu nennen. Wenn bei den heutigen Hochleistungswerkstoffen deshalb immer engere Vorgaben für diese Mikro- und Nanostrukturen erarbeitet werden, um damit die teilweise extremen Eigenschaften immer exakter maßzuschneidern, so erfordert dies die ebenso exakte quantitative Beschreibung der im Allgemeinen sehr komplizierten geometrischen und vor allem dreidimensionalen Strukturen. Messtechnisch zugänglich werden diese Mikro- und Nanostrukturen durch eine Vielzahl mikroskopischer Verfahren, von der Licht- und Elektronenmikroskopie bis hin zur Rastersondenmikroskopie, die jedoch nur zweidimensionale Schnitte oder Projektionen dieser Strukturen abbilden.

Das Buch "Statistical Analysis of Microstructures in Materials Science" beschreibt deshalb ausführlich die Verfahren der digitalen Bildanalyse ebenso wie die Computersimulationstechniken und die neuen Möglichkeiten der stochastischen Geometrie und der Stereologie zur praktisch anwendbaren, räumlichen Modellierung der Mikro- und Nanostrukturen.
Nicht nur Mathematiker und Werkstoffwissenschaftler werden angesprochen; auch für Disziplinen, in denen vielfältige räumliche Strukturen behandelt werden ist das Buch von Interesse: von den Geowissenschaften über die Biowissenschaften, die Physik bis hin zur Chemie.
In sehr kurzer Zeit hat das Buch durch zahlreiche Rezensionen in namhaften internationalen Zeitschriften auf sich aufmerksam gemacht. Stellvertretend zitiert sei CERAMICS (2001): "...It can be expected that this unusually careful work will soon be acknowledged as an authoritative treatment, and certainly it will remain a major reference of applied stereology in the next two decades at least. Scientific and technical libraries should have multiple copies available".

Sie haben Fragen? Dann setzen Sie sich bitte in Verbindung mit 
Prof. Frank Mücklich:
E-Mail: muecke@matsci.uni-sb.de
Tel: (+49)(681)302- 2048; 
Fax: (+49)(681)302-4876

Claudia Brettar | idw
Weitere Informationen:
http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/0471974862/o/qid=1011782702/sr=8-1/ref=sr_aps_b_1_1/026-6645502-4542823
http://www.uni-saarland.de/fak8/fuwe/index.html

Weitere Berichte zu: Mikro Nanostruktur Werkstoffwissenschaftler

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Plastik aus Holz - Röntgenuntersuchung weist Weg zu maßgeschneiderten Bauteilen auf Lignin-Basis
27.02.2020 | Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY

nachricht Charakterisierung von thermischen Schnittstellen für modulare Satelliten
19.02.2020 | Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten aktuellen Stand der Anwendung des Maschinenlernens bei Forschung an aktiven Materialien

Verfahren des Maschinenlernens haben durch die Verfügbarkeit von enormen Datenmengen in den vergangenen Jahren einen großen Zuwachs an Anwendungen in vielen Gebieten erfahren: vom Klassifizieren von Objekten, über die Analyse von Zeitreihen bis hin zur Kontrolle von Computerspielen und Fahrzeugen. In einem aktuellen Review in der Zeitschrift „Nature Machine Intelligence“ beleuchten Autoren der Universitäten Leipzig und Göteborg den aktuellen Stand der Anwendung und Anwendungsmöglichkeiten des Maschinenlernens im Bereich der Forschung an aktiven Materialien.

Als aktive Materialien bezeichnet man Systeme, die durch die Umwandlung von Energie angetrieben werden. Bestes Beispiel für aktive Materialien sind biologische...

Im Focus: Computersimulationen stellen bildlich dar, wie DNA erkannt wird, um Zellen in Stammzellen umzuwandeln

Forscher des Hubrecht-Instituts (KNAW - Niederlande) und des Max-Planck-Instituts in Münster haben entdeckt, wie ein essentielles Protein bei der Umwandlung von normalen adulten humanen Zellen in Stammzellen zur Aktivierung der genomischen DNA beiträgt. Ihre Ergebnisse werden im „Biophysical Journal“ veröffentlicht.

Die Identität einer Zelle wird dadurch bestimmt, ob die DNA zu einem beliebigen Zeitpunkt „gelesen“ oder „nicht gelesen“ wird. Die Signalisierung in der Zelle,...

Im Focus: Bayreuther Hochdruck-Forscher entdecken vielversprechendes Material für Informationstechnologien

Forscher der Universität Bayreuth haben ein ungewöhnliches Material entdeckt: Bei einer Abkühlung auf zwei Grad Celsius ändern sich seine Kristallstruktur und seine elektronischen Eigenschaften abrupt und signifikant. In diesem neuen Zustand lassen sich die Abstände zwischen Eisenatomen mithilfe von Lichtstrahlen gezielt verändern. Daraus ergeben sich hochinteressante Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Informationstechnologien. In der Zeitschrift „Angewandte Chemie – International Edition“ stellen die Wissenschaftler ihre Entdeckung vor. Die neuen Erkenntnisse sind aus einer engen Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen in Augsburg, Dresden, Hamburg und Moskau hervorgegangen.

Bei dem ungewöhnlichen Material handelt es sich um ein Eisenoxid mit der Zusammensetzung Fe₅O₆. In einem Hochdrucklabor des Bayerischen Geoinstituts (BGI),...

Im Focus: Von China an den Südpol: Mit vereinten Kräften dem Rätsel der Neutrinomassen auf der Spur

Studie von Mainzer Physikern zeigt: Experimente der nächsten Generation versprechen Antworten auf eine der aktuellsten Fragen der Neutrinophysik

Eine der spannendsten Herausforderungen der modernen Physik ist die Ordnung oder Hierarchie der Neutrinomassen. Eine aktuelle Studie, an der Physiker des...

Im Focus: High-pressure scientists in Bayreuth discover promising material for information technology

Researchers at the University of Bayreuth have discovered an unusual material: When cooled down to two degrees Celsius, its crystal structure and electronic properties change abruptly and significantly. In this new state, the distances between iron atoms can be tailored with the help of light beams. This opens up intriguing possibilities for application in the field of information technology. The scientists have presented their discovery in the journal "Angewandte Chemie - International Edition". The new findings are the result of close cooperation with partnering facilities in Augsburg, Dresden, Hamburg, and Moscow.

The material is an unusual form of iron oxide with the formula Fe₅O₆. The researchers produced it at a pressure of 15 gigapascals in a high-pressure laboratory...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

CLIMATE2020 – Weltweite Online-Klimakonferenz vom 23. bis 30. März 2020

26.02.2020 | Veranstaltungen

Automatisierung im Dienst des Menschen

25.02.2020 | Veranstaltungen

Genomforschung für den Artenschutz - Internationale Fachtagung in Frankfurt

25.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Riesiger 3D-Drucker soll tonnenschwere Getriebeteile aus Stahl fertigen

27.02.2020 | Maschinenbau

Immunologie - Rachenmandeln als Test-Labor

27.02.2020 | Biowissenschaften Chemie

Pestizide erhöhen Risiko für Tropenkrankheit Schistosomiasis / Belastete Gewässer fördern Zwischenwirt des Erregers

27.02.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics