Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lebensmittelverpackungen auf Biobasis

06.01.2006


Im Rahmen des BIOPACK-Projekts wurde die Nutzung von Materialien auf Biobasis zur Lebensmittelverpackung untersucht. Der Hauptschwerpunkt lag dabei auf der Qualität und der Sicherheit der Nahrungsmittel.



Für geriebene, in Scheiben geschnittene und ganze Käseprodukte wurden neue Arten proaktiver Verpackungsmaterialien auf Biobasis entwickelt. Auf der Grundlage von Polylactiden (PLA) und Chitosan durchliefen die neu entwickelten Materialien über Plasmabeschichtung oder Nanoclay-Beigabe weitere Änderungsverfahren.



Durch die Zugabe von in Cyclodextrinen (CD) eingeschlossenen Konservierungsstoffen wurden Vorkehrungen in Bezug auf das Problem des Schimmelpilzwachstums auf der Käseoberfläche getroffen. Diese Innovation des Hinzufügens von Konservierungsstoffen in Form von CD in Materialien auf Biobasis könnte auch auf andere Verpackungsmaterialien übertragen werden.

Das neue Verpackungskonzept umfasst PLA, in CD eingeschlossene Konservierungsstoffe, Oxygen-Scavenger (zur Bindung und zum Entzug von Sauerstoff) von hoher Kapazität, chitosan-bioaktives natürliches Polymer zur Abänderung von PLA-Verpackungsmaterialien sowie Nanoclay- und Plasmabeschichtung. Im Vergleich zu anderen konventionellen Materialien kann die neuartige Bioverpackung zu jedem wettbewerbsfähigen Preis angeboten werden.

Ein Teil der Projektergebnisse umfasste die Herstellung von PLA-/Nanoclay-Filmen, die im Gegensatz zu vollständig abgeschälten Filmen eine geringe Durchlässigkeit für Sauerstoff und Wasserdampf aufweisen. Es gab zwei Möglichkeiten, Nanoclay-Filme zu produzieren. Eine bestand darin, das Material mit Nanoclay zu verbinden, die andere darin, das Material mit mehrerschichtigem Nanoclay zu überziehen.

Nanoclays wurden verschiedenen PLAs, sowohl den "flexibilisierten" als auch den "unflexibilisierten", beigefügt und mit Hilfe des Doppelschneckenextruders einer Pilotanlage zu einem Film gespresst. Es wurde gezeigt, dass diese Kombination in trockener Form die thermische Stabilität von PLA verbesserte, und Nanoclay wurde mit einem annehmbaren Erscheinungsbild hergestellt.

Die Analyseergebnisse wiesen darauf hin, dass die Nanoclay-Verbindung die Durchlässigkeit mindern kann, wenngleich auch die gewünschten Ziele in Hinblick auf Nanoclays mit "flexibilisierten" PLA noch nicht erreicht wurden. Zu den entscheidenden Faktoren, die eine Verminderung der Durchläsigkeit bei PLA-Filmen bewirken, zählen die Verarbeitungsbedingungen, die Extrudereigenschaften und die Auswahl der geeigneten Art von Nanoclays.

Die Einbeziehung von Nanoclays in die PLA-Filme kann sich positiv auf die Eigenschaften auswirken, indem die Freisetzung eines in Cyclodextrin eingeschlossenen antimikrobiellen Stoffes in die Filme vereinfacht wird. Die weitere Untersuchung und Bestätigung dieser Resultate kann für zukünftige Anwendungen im Bereich der Lebensmittelverpackung eine entscheidende Rolle spielen.

Anders Södergard | ctm
Weitere Informationen:
http://www.hycail.com

Weitere Berichte zu: Biobasis Konservierungsstoff Lebensmittelverpackung Nanoclay PLA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Recyclingfähige, formflexible Wasserstofftanks für Brennstoffzellen-Autos
21.09.2018 | Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung

nachricht Neuer Super-Kunststoff mit positiver Ökobilanz
18.09.2018 | Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Therapien bei Gefäßerkrankungen

Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) vom 12. bis 15. September in Münster stellten Gefäßspezialisten aus ganz Deutschland die neuesten Therapien bei Gefäßerkrankungen vor. Vor allem in den Bereichen periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) und venöse Verschlusskrankheiten wie die Tiefe Venenthrombose (TVT) gibt gute Neuigkeiten für die Patienten. Viele der 720 Gefäßspezialisten, die an der Jahrestagung teilnahmen, stellten neueste Studienergebnisse vor.

Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Gefäßerkrankungen, allein rund fünf Millionen unter der „Schaufensterkrankheit“, medizinisch periphere...

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mit traditionellen Methoden gegen extreme Trockenheit

24.09.2018 | Geowissenschaften

Europäische Spitzenforschung auf der EuMW

24.09.2018 | Messenachrichten

Neue Therapien bei Gefäßerkrankungen

24.09.2018 | Medizintechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics