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Messehit Lotus-Effekt: Schmutzschutz jetzt auch für Holz

25.04.2001



Nicht nur auf Dachziegeln und Hausfassaden haben Schmutzfilme künftigkeine Chance mehr. Eine neue wasserabweisende Holzlasur, die densogenannten Lotus-Effekt nutzt, soll künftig beispielsweise Gartenhäuserund Bretterzäune vor Verwitterung und Verunreinigungen schützen.Wissenschaftler um Professor Wilhelm Barthlott vom Botanischen Institutder Universität Bonn präsentieren auf der Suche nach neuenIndustriepartnern während der Hannovermesse die neuestenAnwendungsgebiete ihrer sauberen Entdeckung.

Das Interesse der Besucher ist riesengroß", freut sich Rüdiger Mull, der die Abteilung für Transfer und Veran-staltungen der Universität Bonn leitet. Unermüdlich versucht er vergeblich vor den Augen der staunenden Besucher, technische Oberflächen mit Lotus-Effekt durch Lehm, Ruß oder Farbpigmente zu verschmutzen. Doch ein kurzer "Regen" aus der Sprühflasche wäscht alles wieder ab: "Das Geheimnis liegt in der Mikrostruktur der Oberfläche", verrät Mull. "Sie ist so rauh, dass auch hartnäckigster Schmutz keine Chance hat, sich dauerhaft festzusetzen. Selbst Wassertropfen perlen einfach ab. Nicht nur auf Holz, Dachziegeln oder Hauswänden sei dieser Effekt anwendbar, meint Mull. "Auch auf Straßenschildern, Glasdächern, Kleidung oder Flugzeugen könnte der Lotus-Effekt nutzbar gemacht werden!"

Noch bis zum Samstag ist der Lotus-Effekt in Halle 18, 1.OG P05 zu sehen. Unter dem Motto "Wissenschaftsregion Bonn" betreibt hier die Strukturförderungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler mit fünf Mitausstellern aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung und innovative Unternehmen einen gemeinsamen Messestand.

Ansprechpartner: Rüdiger Mull, Abteilung 8.1 Transfer und Veranstaltungen, Telefon: 0511/8947710 und 0160/6329145, E-Mail: transfer@uni-bonn.de

Dr. Andreas Archut | idw

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