Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Polymermaterialien für Qualitätssicherung und umweltfreundliche Technologien

21.04.2008
Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. auf der Hannover Messe
Das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V. (IPF) präsentiert sich im Rahmen des Innovationszentrums Ingenieurwerkstoffe (Halle 5, Stand B 16) auf der diesjährigen Hannover Messe Industrie vom 21. bis 25. April 2008.

Gezeigt werden Beispiele für Werkstoff- und Technologieentwicklungen in den Bereichen neue Kunststoffe, Faserverbundwerkstoffe und Elastomere, alternative Membranen für Brennstoffzellen und neuartige Pulverlacksysteme.

Erstmals wird auf einer Messe eine Brennstoffzelle mit einer neuartigen, am IPF entwickelten Ionenaustauschermembran für eine Hochtemperatur-Polymerelektrolytmembran-Brennstoffzelle im Betrieb zu sehen sein. Mit den neuen Membranen auf der Basis funktionalisierter aromatischer Polymere könnten in Zukunft die Arbeitstemperaturen von Niedertemperaturbrennstoffzellen (PEMFC, DMFC) auf > 100 ° C erhöht werden. Damit würde einer Anforderung insbesondere der Automobilindustrie entsprochen: Höhere Arbeitstemperaturen gegenüber den derzeit verfügbaren Nafion-Membranen würden den Kühlaufwand bei Betrieb der Brennstoffzelle vermindern, das Wassermanagement vereinfachen, die Elektrodenkinetik verbessern und die CO-Toleranz erhöhen.

... mehr zu:
»IPF »Polymermaterial
Neuartige wetterfeste Niedrigtemperatur-Pulverlacksysteme aus dem IPF erschließen umweltfreundlichen Pulverlacke neue Einsatzgebiete. Hochflexible und gegenüber multiaxialen Umformoperationen stabile Pulverlacke erlauben die ökonomisch effiziente Umkehr der Prozesstechnologie zur Herstellung pulverlackierter Bauteile aus Aluminium von der Stückgutbeschichtung hin zur Platinenbeschichtung. Durch die Möglichkeit, Bleche vor dem Umformen zu beschichten, lassen sich aufwändige Reinigungs- und Beizoperationen im Vorfeld der Beschichtung reduzieren und Chemikalien und Lösemittel einsparen.

Die Absenkung der Einbrenntemperaturen auf 120-130°C und die Entwicklung von polymergebundenen Antistatik-Additiven führten außerdem zu Fortschritten bei der Beschichtung von Holzwerkstoffen (MDF, WPC, nachformbare Duromer-Holzwerkstoffe) mit thermisch vernetzenden Pulvern.

Das Forschungsgebiet Verbundwerkstoffe präsentiert u.a. beheizte Werkzeuge aus Faserverbunden mit gleichmäßiger Temperaturverteilung. Eine gleichmäßige Werkzeugoberflächentemperatur ist wichtig, um bei der Herstellung von Carbonfaser-Epoxidharz-Bauteilen die Qualität dieser Bauteile zu sichern. Durch ein gleichmäßiges Aufheizen und Abkühlen der Bauteile kann verhindert werden, dass Spannungen, die durch die Aushärtetemperaturen von ca. 180 °C im Herstellungsprozess entstehen, zu Verwerfungen des Bauteils nach dem Abkühlen führen. Realisiert wird das durch den Einsatz von Glasfaser-Epoxidharz-Composites als Werkzeugmaterial und darin mittels Tailored Fibre Placement eingelagerte Carbonfaserrovings, die als ohmsche Leiter geschaltet und geregelt sind.

Die genannten Entwicklungen stehen exemplarisch für die anwendungsorientierte Grundlagenforschung am IPF. Das IPF zeichnet sich besonders durch die Kombination von natur- und ingenieurwissenschaftlicher Kompetenz aus. Zusammen mit einer modernen Geräte- und Anlagentechnik ermöglicht dies eine ganzheitliche materialwissenschaftliche Forschung von der Synthese und Modifizierung polymerer Materialien, über die Charakterisierung, theoretische Durchdringung, Verarbeitung und Prüfung bis zur Steuerung der Eigenschaften von Polymermaterialien, Biomaterialien und Verbundwerkstoffen durch gezielte Grenzflächengestaltung. Dadurch können Fragestellungen und Anforderungen an neuartige und verbesserte Polymermaterialien bis zur Überführung in ein wirtschaftlich genutztes Produkt begleitet werden.

Kerstin Wustrack | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipfdd.de
http://www.ingenieurwerkstoffe.de

Weitere Berichte zu: IPF Polymermaterial

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Forschung zur Knochenregeneration wird ausgebaut
08.10.2019 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

nachricht TU Bergakademie Freiberg entwickelt einzigartigen Werkstoff aus marinem Badeschwammskelett
07.10.2019 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Controlling superconducting regions within an exotic metal

Superconductivity has fascinated scientists for many years since it offers the potential to revolutionize current technologies. Materials only become superconductors - meaning that electrons can travel in them with no resistance - at very low temperatures. These days, this unique zero resistance superconductivity is commonly found in a number of technologies, such as magnetic resonance imaging (MRI).

Future technologies, however, will harness the total synchrony of electronic behavior in superconductors - a property called the phase. There is currently a...

Im Focus: Ultraschneller Blick in die Photochemie der Atmosphäre

Physiker des Labors für Attosekundenphysik haben erkundet, was mit Molekülen an den Oberflächen von nanoskopischen Aerosolen passiert, wenn sie unter Lichteinfluss geraten.

Kleinste Phänomene im Nanokosmos bestimmen unser Leben. Vieles, was wir in der Natur beobachten, beginnt als elementare Reaktion von Atomen oder Molekülen auf...

Im Focus: Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Wie kommt es, dass manche Neutronensterne zu den stärksten Magneten im Universum werden? Eine mögliche Antwort auf die Frage nach der Entstehung dieser sogenannten Magnetare hat ein deutsch-britisches Team von Astrophysikern gefunden. Die Forscher aus Heidelberg, Garching und Oxford konnten mit umfangreichen Computersimulationen nachvollziehen, wie sich bei der Verschmelzung von zwei Sternen starke Magnetfelder bilden. Explodieren solche Sterne in einer Supernova, könnten daraus Magnetare entstehen.

Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Im Focus: How Do the Strongest Magnets in the Universe Form?

How do some neutron stars become the strongest magnets in the Universe? A German-British team of astrophysicists has found a possible answer to the question of how these so-called magnetars form. Researchers from Heidelberg, Garching, and Oxford used large computer simulations to demonstrate how the merger of two stars creates strong magnetic fields. If such stars explode in supernovae, magnetars could result.

How Do the Strongest Magnets in the Universe Form?

Im Focus: Wenn die Erde flüssig wäre

Eine heisse, geschmolzene Erde wäre etwa 5% grösser als ihr festes Gegenstück. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung von Forschenden der Universität Bern. Der Unterschied zwischen geschmolzenen und festen Gesteinsplaneten ist wichtig bei die Suche nach erdähnlichen Welten jenseits unseres Sonnensystems und für das Verständnis unserer eigenen Erde.

Gesteinsplaneten so gross wie die Erde sind für kosmische Massstäbe klein. Deshalb ist es ungemein schwierig, sie mit Teleskopen zu entdecken und zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Bildung.Regional.Digital: Tagung bietet Rüstzeug für den digitalen Unterricht von heute und morgen

10.10.2019 | Veranstaltungen

Zukunft Bau Kongress 2019 „JETZT! Bauen im Wandel“

10.10.2019 | Veranstaltungen

Aktuelle Trends an den Finanzmärkten im Schnelldurchlauf

09.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IZM setzt das E-Auto auf die Überholspur

11.10.2019 | Energie und Elektrotechnik

IVAM-Produktmarkt auf der COMPAMED 2019: Keine Digitalisierung in der Medizintechnik ohne Mikrotechnologien

11.10.2019 | Messenachrichten

Kryptografie für das Auto der Zukunft

11.10.2019 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics