Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

In verschiedene Positionen

01.01.2010
...müssen tonnenschwere Spritzgusswerkzeuge für Wartungs- oder Reparaturarbeiten gebracht werden - für Wartungs- oder Reparaturarbeiten.

Ohne geeignete Hilfsmittel wird ein Wenden dieser Geräte allerdings schnell zum zeitraubenden und dazu noch für Mensch und Maschine gefährlichen Unterfangen. Abhilfe kann hier eine speziell für diese Aufgabe entwickelte Wendemaschine schaffen, die Dank hydraulischem Getriebe oder elektromechanischem Antrieb schnell und unkompliziert die schweren Geräte umdreht.Die Firma Wallraven aus Wassenberg entwickelt maßgeschneiderte Spezialmaschinen für die Industrie: 15 Jahre lang kam täglich ein Kran bei der Firma Takata-Petri PlasTec in Bad Kissingen zum Einsatz. "Wir arbeiten mit rund 50 Spritzgusswerkzeugen, wovon einige 25 Tonnen wiegen", sagt Produktionsleiter Walter Kuhn. Davon müssen täglich mindestens ein bis zwei Stück wegen Wartungen gewendet werden.

Dafür musste der Kran herhalten. 20 Minuten dauerte diese Prozedur laut Kuhn im Durchschnitt, wofür das Werkzeug an den Kran gehängt und schließlich in die gewünschte Position manövriert wurde. "Das ist ein riskantes Vorgehen", meint Thomas Esser von Wallraven. "Da die sehr gewichtigen Werkzeuge oder auch Coils beim Anheben in Bewegung kommen, kann es leicht geschehen, dass sie beschädigt werden oder im schlimmsten Fall ein Mitarbeiter verletzt wird." Zudem sei es schwierig, die schwingende Ladung vom Kran exakt abzusetzen.Eine schnellere und sicherere Lösung ist ein Coil- und Werkzeugwender, der per Knopfdruck die Geräte umdreht. "Mit einem Gabelstapler kann die Winkelplattform der Maschine beladen werden", sagt Thomas Esser. Ausgestattet sind die Wender mit einem hydraulischen Getriebe oder mit einem elektromechanischen Antrieb und können zwischen 200 Kilogramm und 25 Tonnen Gewicht tragen. Innerhalb von einer Minute werden die Coils oder Werkzeuge per Knopfdruck um 90 Grad gewendet.

Da jeder Stahlcoil oder jedes Werkzeug andere Abmessungen und Gewichte hat, baut die Firma Wallraven individuell abgestimmte Maschinen, die mit Tastensteuerung, automatische Abschaltung, Sicherheitskontaktleiten und einseitigem Auflageprisma ausgestattet sind. So besteht bei diesem Vorgang keine Gefahr mehr für die Mitarbeiter und auch das zu wendende Produkt bleibt unbeschädigt. Für die Firma Takata-Petri PlasTec in Bad Kissingen, die mit dem Kran rund 20 Minuten brauchte, um ihre Werkzeuge zu wenden, bedeutet dies 19 Minuten Zeitersparnis und einen wesentlich geringeren Kraftaufwand pro Wendevorgang.Walter Kuhn schätzt an der Maschine, dass sie sehr einfach handzuhaben und massiv ist. "Wir arbeiten nun schon seit 2005 mit dem Wender und hatten noch keine technischen Probleme damit." Ein weiterer Pluspunkt: Den Wender gibt es nicht nur mit Hydraulikgetriebe, sondern auch ausgestattet mit einem elektromechanischem Antrieb.

"Diese Version braucht weniger Platz als die Hydraulik", so Thomas Esser. Bis zu fünf Tonnen Gewicht kann dieser Wender tragen. Zudem besteht die Option, einen Drehkranz an der Maschine anzubringen, um Coils und Werkzeuge auch in beengten Platzverhältnissen wenden zu können. "So kann von einer Position der Wender Be- und Entladen werden", sagt Thomas Esser. Ohne Drehkranz müsse auf einer Seite der Coil aufgeladen werden und auf der anderen Seite nach der 90 Grad-Drehung wieder entnommen werden.

| SCOPE
Weitere Informationen:
http://www.scope-online.de/Montage--und-Handhabungstechnik/Wendemaschine_id_2787__dId_475850__app_510-30206_.htm

Weitere Berichte zu: Drehkranz PlasTec Takata-Petri Wallraven

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Sparsame Motoren durch weniger Reibung
07.03.2019 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Großlagerprüfstand startet Dauerbetrieb
28.02.2019 | Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Im Focus: The taming of the light screw

DESY and MPSD scientists create high-order harmonics from solids with controlled polarization states, taking advantage of both crystal symmetry and attosecond electronic dynamics. The newly demonstrated technique might find intriguing applications in petahertz electronics and for spectroscopic studies of novel quantum materials.

The nonlinear process of high-order harmonic generation (HHG) in gases is one of the cornerstones of attosecond science (an attosecond is a billionth of a...

Im Focus: Magnetische Mikroboote

Nano- und Mikrotechnologie sind nicht nur für medizinische Anwendungen wie in der Wirkstofffreisetzung vielversprechende Kandidaten, sondern auch für die Entwicklung kleiner Roboter oder flexibler integrierter Sensoren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) haben mit einer neu entwickelten Methode magnetische Mikropartikel hergestellt, die den Weg für den Bau von Mikromotoren oder die Zielführung von Medikamenten im menschlichen Körper, wie z.B. zu einem Tumor, ebnen könnten. Die Herstellung solcher Strukturen sowie deren Bewegung kann einfach durch Magnetfelder gesteuert werden und findet daher Anwendung in einer Vielzahl von Bereichen.

Die magnetischen Eigenschaften eines Materials bestimmen, wie dieses Material auf das Vorhandensein eines Magnetfeldes reagiert. Eisenoxid ist der...

Im Focus: Magnetic micro-boats

Nano- and microtechnology are promising candidates not only for medical applications such as drug delivery but also for the creation of little robots or flexible integrated sensors. Scientists from the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) have created magnetic microparticles, with a newly developed method, that could pave the way for building micro-motors or guiding drugs in the human body to a target, like a tumor. The preparation of such structures as well as their remote-control can be regulated using magnetic fields and therefore can find application in an array of domains.

The magnetic properties of a material control how this material responds to the presence of a magnetic field. Iron oxide is the main component of rust but also...

Im Focus: Goldkugel im goldenen Käfig

„Goldenes Fulleren“: Liganden-geschützter Nanocluster aus 32 Goldatomen

Forschern ist es gelungen, eine winzige Struktur aus 32 Goldatomen zu synthetisieren. Dieser Nanocluster hat einen Kern aus 12 Goldatomen, der von einer Schale...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen

20.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Die Zähmung der Lichtschraube

22.03.2019 | Physik Astronomie

Saarbrücker Forscher erleichtern durch Open Source-Software den Durchblick bei Massen-Sensordaten

22.03.2019 | HANNOVER MESSE

Ketten aus Stickstoff direkt erzeugt

22.03.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics