Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Messsystem prüft Werkzeuge berührungslos im Prozess

15.02.2010
Blum-Novotest stellt auf der Messe Metav 2010 das insbesondere für die Werkzeugüberwachung in der Motoren- und Gewindefertigung weiterentwickelte Messsystem Laser-Control NT vor. Damit können jetzt Schneidenausbrüche im Mikrobereich senkundenschnell erkannt werden.

„Schneidenausbrüche verursachen gerade in der Zerspanung von Serienteilen tagtäglich beträchtliche Kosten und stören den Fertigungsablauf. Bisher gab es keine Möglichkeit, dieses Problem prozessnah im Bearbeitungszentrum zu erfassen. Mit Laser-Control NT können jetzt Ausbrüche im Mikrobereich berührungslos erkannt werden – und dies sekundenschnell,“ erläutert Winfried Weiland, Vertriebsingenieur bei Blum-Novotest.

Fehler beim Zerspanen rechtzeitig erkennen

Der Automatisierungsgrad in der zerspanenden Fertigung nimmt ständig zu. Um die Bearbeitungszeit pro Werkstück so kurz wie möglich zu halten, fertigen viele Unternehmen mit verketteten Produktionslinien. Eine Überprüfung des Bearbeitungsergebnisses erfolgt aber erst am Ende der Linie.

Dies hat zur Folge, dass durch Ausbrüche an der Werkzeugschneide verursachte Maßabweichungen oder schlechte Oberflächenqualität erst erkannt werden, wenn bereits eine große Zahl an teuren Werkstücken bearbeitet wurde. Für Hersteller von Verbrennungsmotoren, Hydraulikkomponenten und Unternehmen im Medizinbereich war dies ein Umstand, mit dem sie bisher einfach lebten mussten. Das Interesse ist entsprechend groß, seit Blum-Novotest mit Laser-Control NT ein schnelles und prozesssicheres Messsystem vorgestellt hat.

In der Motorenfertigung werden mit dem Messsystem zum Beispiel Werkzeuge für die Bearbeitung der Ventilsitzgrundbohrungen an Zylinderköpfen überwacht. Früher mussten im Falle einer auf der Post-Prozess-Messmaschine festgestellten Fehlbearbeitung eine ganze Reihe an Zylinderköpfen oder die einzelnen Ventilsitze überprüft werden. Denn bis zum Erkennen des Fehlers am Ende der Produktionslinie waren schon viele Teile mit dem beschädigten Werkzeug bearbeitet worden.

Laser erfasst Schneidausbrüche ab 5 µm

Jetzt werden Ausbrüche ab 5 µm vom berührungslosen Laser-System über einen Scanvorgang entlang der WZ-Schneide erfasst. Erkennt der Laser ein Problem, wird der entsprechende Zylinderkopf automatisch ausgeschleust und ein Schwesterwerkzeug eingewechselt.

Ein Fertigungsleiter berichtete zu diesem Thema, dass er zuerst daran dachte, das Werkzeug einfach vorbeugend auszutauschen. Doch nach näherer Betrachtung war ihm schnell klar, dass dies aufgrund der stark variierenden Standzeit keine Verbesserung bringen würde. Schließlich trat der Fehler manchmal nach fünf, dann aber auch erst wieder nach fünftausend Bearbeitungen auf.

Zahnflankenausbruch beim Titanfräsen rasch erkennen

Eine andere Art Schneidenausbruch tritt bei der Fertigung von Innengewinden auf. Werden Gewinde in hochfeste Materialien wie Titan gefräst, neigen die Gewindefräser zum Zahnflankenausbruch. Ein zu spät erkannter Ausbruch kann in der Serienfertigung jedoch viele Werkstücke unbrauchbar machen. Auch eine Post-Prozess-Überprüfung der Gewinde ist sehr mühsam und oft nur manuell möglich.

Laser-Control überprüft unter Drehzahl Zahnreihe für Zahnreihe auf Schneidenausbrüche und automatisiert die Fertigung dadurch entscheidend. Denn wenn das System sein OK gibt, kann der Anwender sicher sein, dass die Gewinde korrekt gefertigt wurden. Eine nachträgliche Kontrolle der Gewinde kann also entfallen, was wiederum Kosten spart.

Laser-Messsystem arbeitet auch in rauer Umgebung zuverlässig

Trotz der rauen Arbeitsbedingungen, die in einem Bearbeitungszentrum herrschen, arbeitet das Laser-Messsystem laut Blum absolut zuverlässig. „Dazu wird zum einen die Optik von Sender und Empfänger durch einen pneumatisch betätigten, dichtenden Verschluss während der Bearbeitung vor Kühlmittel und Spänen geschützt. Anderseits verhindert ein während der Messung austretender Sperrluftstrom das Verschmutzen. Zudem kann man heute nicht mehr von einer einfachen Lichtschranke sprechen. Schließlich arbeitet in Laser-Control NT ein Mikroprozessor, der Störeinflüsse wie Späne, Kühlmittelnebel und -tropfen zuverlässig ausblendet“, fasst Winfried Weiland zusammen.

Blum-Novotest GmbH auf der Metav 2010: Halle 15, Stand E10

Udo Schnell | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/messtechnik_prueftechnik/articles/250317/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Neuartiger Rollstuhl: Besserer Antrieb durch Kurbeln
12.02.2019 | Technische Universität Wien

nachricht HEIDENHAIN-Drehgeber mit DRIVE-CLiQ-Schnittstelle: Sicher und direkt mit Siemens-Steuerungen kommunizieren
07.02.2019 | DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Licht von der Rolle – hybride OLED ermöglicht innovative funktionale Lichtoberflächen

Bislang wurden OLEDS ausschließlich als neue Beleuchtungstechnologie für den Einsatz in Leuchten und Lampen verwendet. Dabei bietet die organische Technologie viel mehr: Als Lichtoberfläche, die sich mit den unterschiedlichsten Materialien kombinieren lässt, kann sie Funktionalität und Design unzähliger Produkte verändern und revolutionieren. Beispielhaft für die vielen Anwendungsmöglichkeiten präsentiert das Fraunhofer FEP gemeinsam mit der EMDE development of light GmbH im Rahmen des EU-Projektes PI-SCALE auf der Münchner LOPEC (19. bis 21. März 2019), erstmals in Textildesign integrierte hybride OLEDs.

Als Anbieter von Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen auf dem Gebiet der organischen Elektronik setzt sich das Fraunhofer FEP schon lange mit der...

Im Focus: Light from a roll – hybrid OLED creates innovative and functional luminous surfaces

Up to now, OLEDs have been used exclusively as a novel lighting technology for use in luminaires and lamps. However, flexible organic technology can offer much more: as an active lighting surface, it can be combined with a wide variety of materials, not just to modify but to revolutionize the functionality and design of countless existing products. To exemplify this, the Fraunhofer FEP together with the company EMDE development of light GmbH will be presenting hybrid flexible OLEDs integrated into textile designs within the EU-funded project PI-SCALE for the first time at LOPEC (March 19-21, 2019 in Munich, Germany) as examples of some of the many possible applications.

The Fraunhofer FEP, a provider of research and development services in the field of organic electronics, has long been involved in the development of...

Im Focus: Laserverfahren für funktionsintegrierte Composites

Composites vereinen gewinnbringend die Vorteile artungleicher Materialien – und schöpfen damit zum Beispiel Potentiale im Leichtbau aus. Auf der JEC World 2019 im März in Paris präsentieren die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein breites Spektrum an laserbasierten Technologien für die effiziente Herstellung und Bearbeitung von Verbundmaterialien. Einblicke zu Füge- und Trennverfahren sowie zur Oberflächenstrukturierung erhalten Besucher auf dem Gemeinschaftsstand des Aachener Zentrums für integrativen Leichtbau AZL, Halle 5A/D17.

Experten des Fraunhofer ILT erforschen und entwickeln Laserprozesse für das wirtschaftliche Fügen, Schneiden, Abtragen oder Bohren von Verbundmaterialien –...

Im Focus: Grüne Spintronik: Mit Spannung Superferromagnetismus erzeugen

Ein HZB-Team hat zusammen mit internationalen Partnern an der Lichtquelle BESSY II ein neues Phänomen in Eisen-Nanokörnern auf einem ferroelektrischen Substrat beobachtet: Die magnetischen Momente der Eisenkörner richten sich superferromagnetisch aus, sobald eine elektrische Spannung anliegt. Der Effekt funktioniert bei Raumtemperatur und könnte zu neuen Materialien für IT-Bauelemente und Datenspeicher führen, die weniger Energie verbrauchen.

In heutigen Datenspeichern müssen magnetische Domänen mit Hilfe eines externen Magnetfeld umgeschaltet werden, welches durch elektrischen Strom erzeugt wird....

Im Focus: Regensburger Physiker beobachten, wie es sich Elektronen gemütlich machen

Und können dadurch mit ihrer neu entwickelten Mikroskopiemethode Orbitale einzelner Moleküle in verschiedenen Ladungszuständen abbilden. Die internationale Forschergruppe der Universität Regensburg berichtet über ihre Ergebnisse unter dem Titel “Mapping orbital changes upon electron transfer with tunnelling microscopy on insulators” in der weltweit angesehenen Fachzeitschrift ,,Nature‘‘.

Sie sind die Grundbausteine der uns umgebenden Materie - Atome und Moleküle. Die Eigenschaften der Materie sind oftmals jedoch nicht durch diese Bausteine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LastMileLogistics Conference in Frankfurt befasst sich mit Lieferkonzepten für Ballungsräume

19.02.2019 | Veranstaltungen

Bildung digital und multikulturell: Große Fachtagung GEBF findet an der Uni Köln statt

18.02.2019 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Thema Desinformation in Online-Medien

15.02.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Licht von der Rolle – hybride OLED ermöglicht innovative funktionale Lichtoberflächen

19.02.2019 | Messenachrichten

Künstliche Intelligenz im E-Learning, Corporate Learning und Kundendialog

19.02.2019 | Seminare Workshops

Infrarotstrahlung und Luftmanagement intelligent kombiniert reduziert den Energieaufwand

19.02.2019 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics