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Industrial Security Services: Gefahrenpotentiale erkennen und Risiken minimieren

14.03.2013
Das Thema industrielle IT-Sicherheit gewinnt zunehmend an Bedeutung: Zum einen erhöhen offene Technologien und die zunehmende Vernetzung verschiedener Industriebereiche das Risiko für Cyber-Angriffe.
Zum anderen müssen Unternehmen zahlreiche IT-Sicherheit-Vorschriften (z. B. KRITIS = Kritische Infrastrukturen) und Standards (z. B. ISA-99/IEC 62443) einhalten. Mit den Industrial Security Services unterstützt Siemens Industriekunden, die IT-Sicherheit ihrer Anlagen so weit wie möglich zu erhöhen. Das Angebot reicht von der Risikoanalyse und Beratung bis zur Umsetzung von umfassenden Security-Lösungen.

Die Basis: Eine tiefengestaffelte Verteidigung
Die Bedrohungen sind vielfältig, die Angriffsszenarien unterschiedlich: Um auf möglichst viele unterschiedliche Cyber-Gefahren vorbereitet zu sein, basieren die Siemens Industrial Security Services auf der Defense-in-Depth-Strategie, das heisst einer tiefengestaffelten Verteidigung. Die Grundidee: Eine Reihe von Hürden macht es Angreifern so schwer wie möglich, in ein IT-System einzudringen – ähnlich einer Festung mit mehreren Verteidigungsringen.

Die erste Hürde hat weniger mit Informationstechnologien zu tun, als vielmehr mit physischer Anlagensicherheit. Hier stehen Zutrittskontrollen, insbesondere zu kritischen Komponenten wie Server-Räumen, im Mittelpunkt. Die zweite Barriere sind klare Anweisungen und Richtlinien zur IT-Sicherheit. Schliesslich können Security-Lösungen nur dann funktionieren, wenn die Mitarbeiter entsprechend sensibilisiert und geschult sind. Denn nicht jeder Angriff kommt von aussen. Mitunter schleusen auch Mitarbeiter ungewollt Viren oder Trojaner durch infizierte USB-Sticks in das System ein.

Um Angriffe von aussen frühzeitig abzuwehren, setzen die Siemens-Experten auf zwei Massnahmen. Erstens wird das Automatisierungssystem in autarke Sicherheitszellen unterteilt. Zweitens wird ein sogenanntes Perimeter-Netzwerk (Demilitarized Zone) eingerichtet, das einen direkten Zugriff von aussen auf das System verhindert. Firewalls und abgesicherte Verbindungen mit VPN-Tunneln sorgen für eine sichere Kommunikation nach aussen und zwischen den einzelnen Sicherheitszellen. Jede Schnittstelle ist ein potenzielles Einfallstor für Hacker. Daher deaktivieren die Siemens-Experten im Rahmen der sogenannten Systemhärtung unbenutzte Ports oder Laufwerke und entfernen unnötige Software.
Ein weiterer Hebel für mehr IT-Sicherheit ist eine stringente Benutzerverwaltung. Benutzerkonten müssen ebenso wie -rechte regelmässig geprüft und aktualisiert werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Anwender nur Zugriff auf die Informationen und Anwendungen haben, die sich tatsächlich benötigen. Ebenso unabdingbar ist das Einspielen von aktuellen Sicherheitspatches und Systemupdates.

Den innersten Verteidigungsring bildet das „Host Intrusion Detection System“: Es identifiziert Schadsoftware mit einer schwarzen Liste (Blacklisting) oder lässt nur Kommunikation mit erlaubten Programmen zu (Whitelisting). Zuletzt sind auch in den Automatisierungskomponenten selbst Sicherheitsmechanismen integriert. Besonders umfangreiche Sicherheits-Features bietet beispielsweise die neue Controller-Generation Simatic S7-1500: Das Konzept Security Integrated reicht von Bausteinschutz bis Kommunikationsintegrität und unterstützt den Anwender beim Sichern seiner Applikation. Integrierte Funktionen zum Know-how-Schutz, etwa gegen den Nachbau von Maschinen, unterstützen beim Schutz vor unberechtigten Zugriffen und Modifikationen. Beim Kopierschutz wird die Simatic Memory Card eingesetzt, auf der einzelne Bausteine mit der Seriennummer der Originalspeicherkarte verknüpft werden. Auch lassen sich zwecks Zugriffsschutz über Berechtigungsstufen unterschiedlichen Benutzergruppen separate Rechte zuordnen.

Von der Analyse bis zum Whitelisting: Die Industrial Security Services
Auf Basis des Defense-in-Depth-Konzepts bietet Siemens Industry umfassende und integrierte Industrial Security Services. Ausgangspunkt sind in der Regel „Security Audits“, bei denen Siemens-Fachleute die Anlagensicherheit analysieren und erste Empfehlungen aussprechen. Die dabei angebotenen Security Assessments können für komplette Anlagen oder nur für Teile, etwa für das Prozessleitsystem PCS 7 und das Visualisierungssystem WinCC, durchgeführt werden. Ob Firewall-Einrichtung, Systemhärtung oder Whitelisting: Mit standardisierten Security Packages hilft Siemens Unternehmen identifizierte Schwachstellen gezielt zu reduzieren. Darüber hinaus erhalten Industriekunden mit den sogenannten „Security Managed Services“ umfassende, massgeschneiderte Lösungen, mit denen sie Sicherheitsrisiken in ihren Anlagen minimieren.

Unabhängig von der jeweiligen Lösung ist stets zu beachten, dass Industrial Security kein fertiges Produkt, sondern ein Prozess ist, der gelebt werden muss – in allen Phasen des Lebenszyklus von Maschinen und Anlagen und von Mitarbeitern aller Ebenen.

Leseranfragen an:
Siemens Schweiz AG
Industry Sector
Freilagerstrasse 40
8047 Zürich
Telefon +41 848 822 844
Industry.ch@siemens.com

| Siemens Industry
Weitere Informationen:
http://www.siemens.ch/industry

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