Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gleichzeitiges Bearbeiten von zwei Stirnseiten mit Endenbearbeitungsanlage HDC

26.08.2008
Die jüngste Generation der Endenbearbeitungsanlage HDC verkürzt die Fertigungszeiten für die Stirnseiten-Bearbeitung um bis zu 30% im Vergleich zu Vorgängermodellen. Dafür sorgen zwei Scheibenrevolver mit je 16 Werkzeugen, die auf zwei dreiachsigen CNC-Einheiten montiert sind, sowie die schnellen Werkzeugwechselzeiten von 1,5 s.

Dem Schleifprozess vorgelagert, stehen Endenbearbeitungsanlagen in der Regel mit den klassischen Drehautomaten in Konkurrenz. Gegenüber diesen haben sie den Vorteil, dass sie das Werkstück von zwei Seiten gleichzeitig bearbeiten können, weil das Werkstück steht und nicht in einer Gegenspindel gespannt wird.

Die Bearbeitungszeiten können sich dadurch nahezu halbieren. Ein Nachteil lag bisher in der begrenzten Verfügbarkeit von Werkzeugen im Vergleich zu Drehautomaten. Der Einsatz von Endenbearbeitungsanlagen beschränkte sich deshalb in der Vergangenheit auf relativ einfache Bearbeitungsoperationen im Bereich Planen, Fasen, Gewindeschneiden und Zentrieren.

Mit seiner jüngsten Produktentwicklung, der Endenbearbeitungsanlage HDC für Werkstücklängen von 70 bis 800 mm (in der zweiten Ausbaustufe bis 1200 mm Länge) und Werkstückdurchmesser von 10 bis 120 mm, geht der österreichische Sondermaschinenhersteller Sema einen Schritt weiter. Die Anlage ist mit zwei Scheibenrevolvern bestückt, die auf zwei dreiachsigen CNC-Einheiten montiert sind und je 16 Werkzeuge pro Revolver zum Einsatz bringen können. Die Spindeldrehzahlen betragen maximal 5000 min—1, die Spindelantriebsleistung 11 kW. Optionen sind Winkelfräsköpfe, Mehrspindelköpfe und Werkzeuginnenkühlung. Gesteuert wird Maschine von einer Siemens-CNC 840 D.

Zwei Scheibenrevolver sorgen für kurze Werkzeugwechselzeiten

Das besondere an diesen Scheibenrevolvern ist laut Hersteller allerdings nicht die doppelte Werkzeugverfügbarkeit, sondern vor allem die schnellen Werkzeugwechselzeiten von 1,5 s. Damit verkürzt die Endenbearbeitungsanlage HDC die Teilebearbeitung um bis zu 30% im Vergleich zu Konkurrenz- und Vorgängermodellen, wird betont.

Als weiteren Pluspunkt nennt der Hersteller die Positioniergenauigkeit von bis zu 5 µm bei einer Vorschubgeschwindigkeit der Bearbeitungseinheiten von 1 m/s. Erreicht wird diese Positioniergenauigkeit durch den stabilen Aufbau der CNC-Einheiten und den massiven Maschinenunterbau aus Mineralguss.

Die Teilezuführung erfolgt über einen Portalroboter, der zwei Werkstücke gleichzeitig in Doppelspannvorrichtungen transportiert, die ebenfalls auf dreiachsigen CNC-Einheiten montiert sind. Sie können so der Werkstücklänge angepasst werden und ermöglichen damit die Bearbeitung von ganzen Teilefamilien ohne Fertigungsunterbrechungen.

Das Werkstück wird in der Maschine automatisch vermessen, und es werden die Bearbeitungsreferenzpunkte festgelegt. Die Endenbearbeitungsanlage HDC eignet sich den Angaben nach vor allem für die Bearbeitung von technisch anspruchsvollen Werkstücken wie Nocken- oder Kurbelwellen.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/141645/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Additive Fertigung von Hartmetall-Schneidwerkzeugen
17.10.2019 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Deburring EXPO: Blechkanten und Funktionsoberflächen mit dem Laser veredeln
12.09.2019 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Im Focus: Solving the mystery of quantum light in thin layers

A very special kind of light is emitted by tungsten diselenide layers. The reason for this has been unclear. Now an explanation has been found at TU Wien (Vienna)

It is an exotic phenomenon that nobody was able to explain for years: when energy is supplied to a thin layer of the material tungsten diselenide, it begins to...

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Im Focus: Wie sich Reibung bei topologischen Isolatoren kontrollieren lässt

Topologische Isolatoren sind neuartige Materialien, die elektrischen Strom an der Oberfläche leiten, sich im Innern aber wie Isolatoren verhalten. Wie sie auf Reibung reagieren, haben Physiker der Universität Basel und der Technischen Universität Istanbul nun erstmals untersucht. Ihr Experiment zeigt, dass die durch Reibung erzeugt Wärme deutlich geringer ausfällt als in herkömmlichen Materialien. Dafür verantwortlich ist ein neuartiger Quantenmechanismus, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Nature Materials».

Dank ihren einzigartigen elektrischen Eigenschaften versprechen topologische Isolatoren zahlreiche Neuerungen in der Elektronik- und Computerindustrie, aber...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

VR-/AR-Technologien aus der Nische holen

18.10.2019 | Veranstaltungen

Ein Marktplatz zur digitalen Transformation

18.10.2019 | Veranstaltungen

Wenn der Mensch auf Künstliche Intelligenz trifft

17.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Insekten teilen den gleichen Signalweg zur dreidimensionalen Entwicklung ihres Körpers

18.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Volle Wertschöpfungskette in der Mikrosystemtechnik – vom Chip bis zum Prototyp

18.10.2019 | Physik Astronomie

Innovative Datenanalyse von Fraunhofer Austria

18.10.2019 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics