Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Getriebe in Windenergieanlagen: Verschleiß zuverlässig detektieren

06.02.2014
Getriebe in Windenergieanlagen gehören zu den Komponenten mit der längsten Stillstandszeit.

Ölsensoren sollen hier Abhilfe schaffen: Anhand der gemessenen Ölqualität können Fehler erkannt und rechtzeitig an den Betreiber gemeldet werden. Um die Zuverlässigkeit der Sensoren sicherzustellen, errichtet das Fraunhofer IWES gemeinsam mit Partnern im Rahmen des BMU-Projekts DegradO einen Teststand für verschiedene Ölsensortypen.

Bremerhaven, 05. Februar 2014. Ein defektes Getriebe kann hohe Kosten verursachen: Steht die Windenergieanlage still, entfällt die Stromproduktion, und Wartungseinsätze mit teuren Reparaturen sind die Folge. Um das zu vermeiden, werden WEA immer häufiger mit Ölsensoren ausgerüstet, die den Zustand des Getriebes überwachen. Das sogenannte Oil-Condition-Monitoring basiert darauf, dass Sensoren anhand des Alterungszustandes des Getriebeöls vorliegende Schäden erkennen und an den Betreiber melden, bevor es zum Ausfall der Komponente kommt. Hierfür werden Ölsensoren benötigt, die zuverlässig detektieren, um Falschmeldungen und damit unnötige und teure Wartungseinsätze zu vermeiden.

Standardisierte Prüfungen von Ölsensoren
Sensoren sollen künftig besser an die Anforderungen der Betreiber angepasst werden können. Aus diesem Grund errichtet das Fraunhofer IWES auf seinem Gelände in Bremerhaven zurzeit einen Teststand für Ölsensoren. „Hier können die Betriebsbedingungen im Ölkreislauf eines WEA-Getriebes für unterschiedliche Einbaubedingungen nachgebildet werden“, erläutert Dr. Claus Kupferschmidt, der das Gesamtprojekt DegradO am IWES leitet.

„Der Alterungszustand des Getriebeöls kann zudem unter wechselnden Betriebsbedingungen und im Hinblick auf kontaminierende Schadstoffe wie Abrieb, Wasser und Staub nachgebildet werden“, so Kupferschmidt weiter. Im Fokus der Tests stehen die Zuverlässigkeit, die Messgenauigkeit und die Einsatzfähigkeit der Ölsensoren unter Einwirkungen von Störeinflüssen wie Partikel, Wasser oder Luft im Öl. Ziel des Projekts ist es, der Industrie standardisierte Prüfungen von Ölsensoren bereitzustellen.

Fertigstellung und erste Tests im September
Projektpartner des IWES sind das Institut für Maschinen- und Fahrzeugtechnik der TU München (FZG), das die Ölalterung durchführt, die Zahnräder und Getriebe GmbH (ZG), die den Prüfstand konstruiert sowie das Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ). Voraussichtlich im September wird der Ölsensorteststand im „Technikum“ des IWES fertiggestellt sein. Dann erfolgen erste Tests zur Überprüfung von Ölsensoren verschiedener Hersteller.

Der Prüfstand entsteht als Teilprojekt im Rahmen des Gesamtprojekts „DegradO“, in dem der Verschleiß von WEA sowie ihrer Betriebsmittel unter dem Einfluss von Offshore-Bedingungen untersucht wird. DegradO wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit einem Gesamtvolumen von 2,4 Mio. Euro (Kennziffer 0325516). Es läuft noch bis Oktober 2015.

Weitere Informationen:

Dr. Claus Kupferschmidt
Projektleiter DegradO
Tel. +49 471 14290-367
claus.kupferschmidt@iwes.fraunhofer.de
Dipl.-Ing. Diego Coronado
Projektleiter Ölsensorprüfstand
Tel. +49 471 14290-363
diego.coronado@iwes.fraunhofer.de

Tanja Ellinghaus | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iwes.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Industrie 4.0 - Esperanto für Maschinenkomponenten
01.08.2018 | fortiss - Forschungsinstitut des Freistaats Bayern für softwareintensive Systeme und Services

nachricht Innovativ: FH-Professor entwickelt neue Methode für die Raumfahrt
30.07.2018 | FH Aachen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue interaktive Software: Maschinelles Lernen macht Autodesigns aerodynamischer

Neue Software verwendet erstmals maschinelles Lernen um Strömungsfelder um interaktiv designbare 3D-Objekte zu berechnen. Methode wird auf der renommierten SIGGRAPH-Konferenz vorgestellt

Wollen Ingenieure oder Designer die aerodynamischen Eigenschaften eines neu gestalteten Autos, eines Flugzeugs oder anderer Objekte testen, lassen sie den...

Im Focus: New interactive machine learning tool makes car designs more aerodynamic

Scientists develop first tool to use machine learning methods to compute flow around interactively designable 3D objects. Tool will be presented at this year’s prestigious SIGGRAPH conference.

When engineers or designers want to test the aerodynamic properties of the newly designed shape of a car, airplane, or other object, they would normally model...

Im Focus: Der Roboter als „Tankwart“: TU Graz entwickelt robotergesteuertes Schnellladesystem für E-Fahrzeuge

Eine Weltneuheit präsentieren Forschende der TU Graz gemeinsam mit Industriepartnern: Den Prototypen eines robotergesteuerten CCS-Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge, das erstmals auch das serielle Laden von Fahrzeugen in unterschiedlichen Parkpositionen ermöglicht.

Für elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weltweit hohe Wachstumsraten prognostiziert: 2025, so die Prognosen, wird es jährlich bereits 25 Millionen...

Im Focus: Robots as 'pump attendants': TU Graz develops robot-controlled rapid charging system for e-vehicles

Researchers from TU Graz and their industry partners have unveiled a world first: the prototype of a robot-controlled, high-speed combined charging system (CCS) for electric vehicles that enables series charging of cars in various parking positions.

Global demand for electric vehicles is forecast to rise sharply: by 2025, the number of new vehicle registrations is expected to reach 25 million per year....

Im Focus: Der „TRiC” bei der Aktinfaltung

Damit Proteine ihre Aufgaben in Zellen wahrnehmen können, müssen sie richtig gefaltet sein. Molekulare Assistenten, sogenannte Chaperone, unterstützen Proteine dabei, sich in ihre funktionsfähige, dreidimensionale Struktur zu falten. Während die meisten Proteine sich bis zu einem bestimmten Grad ohne Hilfe falten können, haben Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie nun gezeigt, dass Aktin komplett von den Chaperonen abhängig ist. Aktin ist das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen. Das Chaperon TRiC wendet einen bislang noch nicht beschriebenen Mechanismus für die Proteinfaltung an. Die Studie wurde im Fachfachjournal Cell publiziert.

Bei Aktin handelt es sich um das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen, das bei Prozessen wie Zellstabilisation, Zellteilung und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Das Architekturmodell in Zeiten der Digitalen Transformation

14.08.2018 | Veranstaltungen

EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt

13.08.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung in der chemischen Industrie

09.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kleine Helfer bei der Zellreinigung

14.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Oberflächeneigenschaften für holzbasierte Werkstoffe

14.08.2018 | Materialwissenschaften

Fraunhofer IPT unterstützt Zweitplatzierten bei SpaceX-Wettbewerb

14.08.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics