Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektrochemische Metallbearbeitung für die Fertigung von Triebwerksschaufeln

29.05.2019

Zur beidseitigen Fertigung von Triebwerksschaufeln mittels elektrochemischer Metallbearbeitung, kurz ECM, setzen das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT und das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen seit Kurzem eine 3-Achs-Bearbeitungsmaschine vom Typ EMAG PO 100SF ein.

Damit befinden sich in Aachen die einzigen beiden Forschungseinrichtungen in Deutschland, die über eine ECM-Anlage dieser Baugröße für Forschungsprojekte und die Prototypenfertigung verfügen. Jetzt haben die Wissenschaftler des Fraunhofer IPT und des WZL der RWTH Aachen gemeinsam mit der EMAG ECM GmbH die erste Triebwerksschaufel mit der Maschine gefertigt.


Wissenschaftler des Fraunhofer IPT und des WZL der RWTH Aachen haben gemeinsam mit der EMAG ECM GmbH eine erste Triebwerksschaufel mit der neuen ECM-Anlage gefertigt.

Foto: Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen

Die Geometrie der zehn Zentimeter hohen Edelstahlschaufel wurde am Fraunhofer IPT entworfen. Die Anlage und das Werkstück sind von großem Interesse für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von WZL und Fraunhofer IPT:

Die Wissenschaftler nutzen die Schaufel, um verschiedene Einflussgrößen in der ECM-Fertigungskette zu untersuchen und eine simulationsgestützte Werkzeugauslegung zu entwickeln. Zukünftig sollen darüber hinaus auf der ECM-Anlage auch Schaufeln aus der Nickel-Legierung Inconel718 hergestellt werden.

Ziel der Aachener Forscher ist zudem, andere Fertigungsverfahren in die Produktion zu integrieren, etwa die Zerspanung oder die Wasserstrahlbearbeitung.

In der Kombination unterschiedlicher Fertigungsverfahren liegt großes wirtschaftliches Potenzial, wie das International Center for Turbomachinery Manufacturing ICTM aus Aachen zuvor in mehreren Forschungsprojekten aufgezeigt hat.

Das ICTM Aachen ist eine gemeinsame Initiative von Fraunhofer IPT, Fraunhofer ILT, WZL sowie dem Lehrstuhl für Digitale Additive Produktion DAP der RWTH Aachen. Die Wissenschaftler am Fraunhofer IPT entwickeln aktuell unter anderem Produktionslinien, in denen verschiedene Verfahren gekoppelt werden.

Das Fraunhofer IPT bietet interessierten Unternehmen an, das Potenzial der ECM-Technologie mit Blick auf ihre speziellen Bedürfnisse und Anwendungen zu untersuchen und gemeinsam zu erproben.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Kristian Arntz

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT
Steinbachstraße 17
52074 Aachen

kristian.arntz@ipt.fraunhofer.de

www.ipt.fraunhofer.de 

Weitere Informationen:

http://www.ipt.fraunhofer.de/de/presse/Pressemitteilungen/20190528-elektrochemis... Hier finden Sie diese Pressemitteilung und druckfähiges Bildmaterial.

Susanne Krause | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Saubere Lunge dank Laserprozessabsaugung
18.06.2019 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Additive Fertigung zur Herstellung von Triebwerkskomponenten für die Luftfahrt
18.06.2019 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erfolgreiche Praxiserprobung: Bidirektionale Sensorik optimiert das Laserauftragschweißen

Die Qualität generativ gefertigter Bauteile steht und fällt nicht nur mit dem Fertigungsverfahren, sondern auch mit der Inline-Prozessregelung. Die Prozessregelung sorgt für einen sicheren Beschichtungsprozess, denn Abweichungen von der Soll-Geometrie werden sofort erkannt. Wie gut das mit einer bidirektionalen Sensorik bereits beim Laserauftragschweißen im Zusammenspiel mit einer kommerziellen Optik gelingt, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT auf der LASER World of PHOTONICS 2019 auf dem Messestand A2.431.

Das Fraunhofer ILT entwickelt optische Sensorik seit rund 10 Jahren gezielt für die Fertigungsmesstechnik. Dabei hat sich insbesondere die Sensorik mit der...

Im Focus: Successfully Tested in Praxis: Bidirectional Sensor Technology Optimizes Laser Material Deposition

The quality of additively manufactured components depends not only on the manufacturing process, but also on the inline process control. The process control ensures a reliable coating process because it detects deviations from the target geometry immediately. At LASER World of PHOTONICS 2019, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be demonstrating how well bi-directional sensor technology can already be used for Laser Material Deposition (LMD) in combination with commercial optics at booth A2.431.

Fraunhofer ILT has been developing optical sensor technology specifically for production measurement technology for around 10 years. In particular, its »bd-1«...

Im Focus: Additive Fertigung zur Herstellung von Triebwerkskomponenten für die Luftfahrt

Globalisierung und Klimawandel sind zwei der großen Herausforderungen für die Luftfahrt. Der »European Flightpath 2050 – Europe’s Vision for Aviation« der Europäischen Kommission für Forschung und Innovation sieht für Europa eine Vorreiterrolle bei der Vereinbarkeit einer angemessenen Mobilität der Fluggäste, Sicherheit und Umweltschutz vor. Dazu müssen sich Design, Fertigung und Systemintegration weiterentwickeln. Einen vielversprechenden Ansatz bietet eine wissenschaftliche Kooperation in Aachen.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT und der Lehrstuhl für Digital Additive Production DAP der RWTH Aachen entwickeln zurzeit eine...

Im Focus: Die verborgene Struktur des Periodensystems

Die bekannte Darstellung der chemischen Elemente ist nur ein Beispiel, wie sich Objekte ordnen und klassifizieren lassen.

Das Periodensystem der Elemente, das die meisten Chemiebücher abbilden, ist ein Spezialfall. Denn bei dieser tabellarischen Übersicht der chemischen Elemente,...

Im Focus: The hidden structure of the periodic system

The well-known representation of chemical elements is just one example of how objects can be arranged and classified

The periodic table of elements that most chemistry books depict is only one special case. This tabular overview of the chemical elements, which goes back to...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Rittal und Innovo Cloud sind auf Supercomputing-Konferenz in Frankfurt vertreten

18.06.2019 | Veranstaltungen

Teilautonome Roboter für die Dekontamination - den Stand der Forschung bei Live-Vorführungen am 25.6. erleben

18.06.2019 | Veranstaltungen

KI meets Training

18.06.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Universität Jena mit innovativer Lasertechnik auf Photonik-Messe in München vertreten

19.06.2019 | Messenachrichten

Meilenstein für starke Zusammenarbeit: Neuer Standort für Rittal und Eplan in Italien

19.06.2019 | Unternehmensmeldung

Katalyse: Hohe Reaktionsraten auch ohne Edelmetalle

19.06.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics