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Drehmaschine ermöglicht Präzision auch bei Großserien

03.02.2010
Der Name Schaublin steht für Präzisionsdrehmaschinen, die in sensiblen Bereichen wie der Medizintechnik oder der Uhrenindustrie zum Einsatz kommen. Mit der neuen Drehmaschine Schaublin 137 stoßen jedoch selbst die Schweizer Präzisionsexperten nach eigenen Angaben in eine neue Qualitätsdimension vor, die die Präzision auch bei Großserien ermöglicht, wie der Hersteller auf der Messe Metav 2010 zeigt.

Die Drehmaschine ist extrem starr konstruiert und läuft dadurch vibrationsarm. Zwölf Maschinenbaugruppen bis hin zum Maschinenbett werden durch ein Wasser-/Glykol-Kreislaufsystem gekühlt. So wird laut Hersteller die Temperaturhomogenität aller Komponenten sichergestellt. Gleichzeitig sollen negative Auswirkungen der nicht kontrollierten Wärmeausdehnung vermieden werden.

Drehmaschinen-Spindel und Gegenspindel mit identischen Leistungswerten

Die Drehmaschinen-Achsen bewegen sich auf linearen Führungen, Spindel und Gegen-Spindel verfügen über einen integrierten Synchron-Motor mit C-Achse. „Die Leistungswerte der Spindel und Gegenspindel sind identisch. Damit lassen sich die Arbeiten zwischen Operation und Gegenoperation viel besser verteilen. Alles läuft flexibler und der Anwender gewinnt Zeit. Die maximale Spindeldrehzahl liegt bei 8000 min-1. Dabei leistet die Spindel 23 kW, was effizientes Schruppen von Werkstücken bis 140 mm Durchmesser ermöglicht“, erläutert Konstrukteur Olivier Göpfert.

Der Spannzylinder der Drehmaschine ist hydraulisch – neu ist dabei die Steuerung über Differenzdruck. „So erreicht sie sehr niedrige Spannkräfte. Ein analoger Messsensor erfasst die Kolbenstellung. Damit werden die üblichen Einstellungen der induktiven Sensoren beim Rüsten neuer Werkstücke überflüssig. In diesem Fall erfolgt die Steuerung komplett numerisch. Der Bediener definiert die Stellung, in der Zange oder Spannfutter offen sind und wählt die gewünschte Spannkraft. Das System ist flexibel und spart viel Einrichtzeit“, führt Göpfert aus.

Jeweils zwölf angetriebene Werkzeugstationen arbeiten in zwei motorisierten Revolvern. Das ermöglicht die simultane Bearbeitung auf beiden Seiten des Werkstücks. Der Revolver ist ein Sternrevolver der letzten Generation von Sauter Feinmechanik; dank eines neuen Werkzeugträgertyps wird die Einrichtzeit verkürzt, so der Hersteller. Eine perfekte Werkzeugpositionierung sei trotzdem problemlos möglich. Zudem sind die Werkzeughalter voreinstellbar.

Drehmaschine bietet maximalen Drehdurchmesser von 140 mm

Die Drehmaschine mit 7 linearen Achsen hat einen maximalen Drehdurchmesser von 140 mm. Die Antriebsleistung gibt der Hersteller mit 23/24 kW (S1/S6) an, das Drehmoment mit 4/8 Nm (S1/S6). Der Drehzahlbereich betrage 30 bis 8000 min-1.

Alle 24 Werkzeugstationen sind angetrieben. Die Schaltzeiten betragen, wie es heißt, 0,39 s, die Drehzahl der angetriebenen Werkzeuge liege zwischen 30 und 12 000 min-1. Das Nettogewicht der Maschine mit den Abmessungen 2200 mm × 2050 mm × 2070 mm beträgt etwa 4 t.

Drehmaschinen-Hersteller setzt auf Kundennutzen

„Bei der Entwicklung der Maschine wurde eng mit verschiedenen Anwendern zusammengearbeitet“, so Roland Gerlach, Vertriebsleiter bei Schaublin Deutschland. „Dabei kristallisierten sich zwei Bereiche heraus. So wurde ein besonders großes Augenmerk auf die Späneabfuhr sowie auf die Schutzabdeckungen der Maschine gelegt.“ Schließlich stehe der Kundennutzen im Fokus.

Schaublin Deutschland GmbH auf der Metav 2010: Halle 17, Stand C13

Monika Zwettler | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/zerspanungstechnik/articles/248645/

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