Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das fliegende „V“

05.06.2019

Student der TU Berlin erfand ein futuristisches, energiesparendes Flugzeug – nun wird es gebaut

Als er 2015 seine Abschlussarbeit an der TU Berlin schrieb und ein Praktikum bei Airbus in Hamburg absolvierte, hatte TU-Student Justus Benad eine „verrückte Idee“:


So könnten die Passagiersitze - genauso viele wie im Airbus A350 - und das Cockpit verteilt sein.

© TU Berlin/Justus Benad

Das „Flying V“ – ein futuristisch anmutendes und energiesparendes Flugzeug in V-Form mit der Kapazität eines Airbus A350, bei dem die Passagiere direkt in den Flügeln sitzen.

Der Airbus-Konzern war so begeistert, dass er diese neue Flugzeugkonfiguration sofort patentierte, mit Justus Benad als Erfinder. Nun wird das Flugzeug gebaut. Ein erster Prototyp soll erstmalig im Oktober 2019 starten.

Die erste öffentliche Präsentation des neuen Konzeptes fand am 4. Februar 2015 im Seminar für Mechanik der TU Berlin statt, an der Justus Benad heute wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Mechanik bei Prof. Dr. Valentin Popov ist.

Inzwischen gibt es eine enge Kooperation mit der TU Delft in den Niederlanden, die das Konzept wissenschaftlich weiterverfolgt. Projektleiter dort ist Dr. Roelof Vos. Nun hat die niederländische Fluggesellschaft KLM angekündigt, den Bau eines fliegenden Prototyps finanziell zu unterstützen.

Der Erstflug ist für Oktober 2019 geplant, wenn KLM, die älteste Fluggesellschaft der Welt, ihr 100-jähriges Jubiläum feiert. Zu diesem Anlass soll der Öffentlichkeit ebenfalls, so KLM, ein Modell der neuen Flying V-Passagierkabine gezeigt werden.

„Flying V“ verbraucht 20 Prozent weniger Treibstoff

Das „Flying V“ hat mit 65 Metern die gleiche Spannweite wie der Airbus A350, ist aber kleiner. Dennoch bietet es Platz für ebenso viele Passagiere, nämlich 314, sowie ein Frachtvolumen von 160 Kubikmetern.

Wegen der geringeren Oberfläche bietet es weniger Windwiderstand und verbraucht auf diese Weise 20 Prozent weniger Treibstoff. Die Triebwerke sitzen ganz hinten auf dem Flugzeug, die Passagierkabinen, Frachträume und Tanks sind in den Flügeln integriert. Das hat eine spektakuläre V-Form zur Folge.

Bis das neue Flugzeug aber in Serie gehen kann, wird es noch etwas dauern. Noch ist viel an Forschung und Testungen notwendig. Die Luftfahrt, so Projektleiter Dr. Roelof Vos, trage zu etwa 2,5 Prozent zu den weltweiten CO2-Emissionen bei und die Branche wachse stetig weiter. Deshalb müssten nachhaltigere Flugzeuge entwickelt werden.

Persönliche Website von Justus Benad mit weiteren Informationen:
https://www.jbenad.com/flyingv

Publikation zum „Flying V“:
J. Benad, The Flying V - A new Aircraft Configuration for Commercial Passenger Transport, Deutscher Luft- und Raumfahrtkongress 2015, DocumentID: 370094.

Publikation online:
https://publikationen.dglr.de/?tx_dglrpublications_pi1%5Bdocument_id%5D=370094

Fotomaterial zum Download:
http://www.tu-berlin.de/?205724

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:
Prof. Dr. Valentin Popov
TU Berlin
Institut für Mechanik
Fachgebiet Systemdynamik und Reibungsphysik
E-Mail: v.popov@tu-berlin.de

MSc. Justus Benad
TU Berlin
Institut für Mechanik
Fachgebiet Systemdynamik und Reibungsphysik
Tel.: 030/314-75909
E-Mail: mail@jbenad.com

Stefanie Terp | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/

Weitere Berichte zu: Airbus Airbus A350 Flugzeug Flying V KLM Systemdynamik Treibstoff Triebwerke

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Saubere Lunge dank Laserprozessabsaugung
18.06.2019 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Additive Fertigung zur Herstellung von Triebwerkskomponenten für die Luftfahrt
18.06.2019 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erfolgreiche Praxiserprobung: Bidirektionale Sensorik optimiert das Laserauftragschweißen

Die Qualität generativ gefertigter Bauteile steht und fällt nicht nur mit dem Fertigungsverfahren, sondern auch mit der Inline-Prozessregelung. Die Prozessregelung sorgt für einen sicheren Beschichtungsprozess, denn Abweichungen von der Soll-Geometrie werden sofort erkannt. Wie gut das mit einer bidirektionalen Sensorik bereits beim Laserauftragschweißen im Zusammenspiel mit einer kommerziellen Optik gelingt, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT auf der LASER World of PHOTONICS 2019 auf dem Messestand A2.431.

Das Fraunhofer ILT entwickelt optische Sensorik seit rund 10 Jahren gezielt für die Fertigungsmesstechnik. Dabei hat sich insbesondere die Sensorik mit der...

Im Focus: Successfully Tested in Praxis: Bidirectional Sensor Technology Optimizes Laser Material Deposition

The quality of additively manufactured components depends not only on the manufacturing process, but also on the inline process control. The process control ensures a reliable coating process because it detects deviations from the target geometry immediately. At LASER World of PHOTONICS 2019, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be demonstrating how well bi-directional sensor technology can already be used for Laser Material Deposition (LMD) in combination with commercial optics at booth A2.431.

Fraunhofer ILT has been developing optical sensor technology specifically for production measurement technology for around 10 years. In particular, its »bd-1«...

Im Focus: Additive Fertigung zur Herstellung von Triebwerkskomponenten für die Luftfahrt

Globalisierung und Klimawandel sind zwei der großen Herausforderungen für die Luftfahrt. Der »European Flightpath 2050 – Europe’s Vision for Aviation« der Europäischen Kommission für Forschung und Innovation sieht für Europa eine Vorreiterrolle bei der Vereinbarkeit einer angemessenen Mobilität der Fluggäste, Sicherheit und Umweltschutz vor. Dazu müssen sich Design, Fertigung und Systemintegration weiterentwickeln. Einen vielversprechenden Ansatz bietet eine wissenschaftliche Kooperation in Aachen.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT und der Lehrstuhl für Digital Additive Production DAP der RWTH Aachen entwickeln zurzeit eine...

Im Focus: Die verborgene Struktur des Periodensystems

Die bekannte Darstellung der chemischen Elemente ist nur ein Beispiel, wie sich Objekte ordnen und klassifizieren lassen.

Das Periodensystem der Elemente, das die meisten Chemiebücher abbilden, ist ein Spezialfall. Denn bei dieser tabellarischen Übersicht der chemischen Elemente,...

Im Focus: The hidden structure of the periodic system

The well-known representation of chemical elements is just one example of how objects can be arranged and classified

The periodic table of elements that most chemistry books depict is only one special case. This tabular overview of the chemical elements, which goes back to...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Rittal und Innovo Cloud sind auf Supercomputing-Konferenz in Frankfurt vertreten

18.06.2019 | Veranstaltungen

Teilautonome Roboter für die Dekontamination - den Stand der Forschung bei Live-Vorführungen am 25.6. erleben

18.06.2019 | Veranstaltungen

KI meets Training

18.06.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Universität Jena mit innovativer Lasertechnik auf Photonik-Messe in München vertreten

19.06.2019 | Messenachrichten

Meilenstein für starke Zusammenarbeit: Neuer Standort für Rittal und Eplan in Italien

19.06.2019 | Unternehmensmeldung

Katalyse: Hohe Reaktionsraten auch ohne Edelmetalle

19.06.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics