Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Betriebssicherheit von Heizungen und Motoren erhöhen

25.02.2016

Neuer Schnelltest für Mitteldestillate und Additive

Heizungs- und Motorentechnik kann noch betriebssicherer werden. Das OWI Oel-Waerme-Institut hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Mitteldestillate wie Diesel oder Heizöl in Kombination mit Komponenten aus der Anwendungstechnik forciert auf ihre Langzeitstabilität getestet werden können. Auch die Auswirkungen auf die anwendungstechnischen Eigenschaften bei der Zumischung von Additiven und alternativen Brenn- und Kraftstoffen, wie zum Beispiel FAME, HVO oder BtL, können damit untersucht werden.


Der Prüfstand des ATES-FUELS Schnelltests.

OWI Oel-Waerme-Institut GmbH

Der Schnelltest kann mit nur 60 Litern Brennstoff bereits nach 1.000 Stunden erste Ergebnisse liefern. Während die in DIN Normen festgelegten Grenzwerte lediglich zeigen, wie sich das Mitteldestillat vor dem Einsatz verhält, ermöglicht der ATES FUELS-Test des OWI Aussagen über die tatsächliche Lagerfähigkeit unter anwendungsnahen Bedingungen.

Lagerbedingungen wie Luftfeuchtigkeit, eine freie Wasserphase, Temperatur, Licht, der Eintrag von Buntmetallen wie Kupfer oder auch verstärkter Luftaustausch können über mehrere Jahre auf den Brennstoff einwirken und im ATES FUELS-Schnelltest variabel als Prüfparameter eingestellt werden.

Ein derartiges Testsystem ist unter anderem für die Mineralölwirtschaft und Unternehmen im Heizungsbau und der Automobilbranche interessant, die Komponenten oder komplette Systeme zur Qualifizierung ihrer Produkte testen möchten.

Die Ergebnisse können sowohl zur Optimierung von Mitteldestillaten und Additiven als auch technischer Komponenten und Systeme genutzt werden. Als Dienstleistung angeboten wird der ATES FUELS-Schnelltest von der TEC4FUELS GmbH, die das Verfahren in ihr Testportfolio übernommen hat.

Die Prüfmethode basiert auf einem Hardware-in-the-Loop-(HiL)-Konzept, bei dem der Brennstoff kontinuierlich im Kreis gepumpt und verbrennungstechnische Komponenten wie Filter, Pumpe, Vorwärmer und Düse durchströmt werden. Das Mitteldestillat wird beim Test aber nicht verbrannt, sondern hinter der Düse wieder abgeschieden und in den Brennstoffbehälter zurückgeleitet.

Das Testsystem besteht aus vier voneinander unabhängigen Apparaturen, in denen jeweils unterschiedliche Mitteldestillate auf mehrere Prüfparameter eingestellt werden können. Damit ist diese Methode besonders zeit- und kosteneffizient sowie umweltschonend. Die derzeitige Funktionsweise des Systems ist der eines Heizölbrenners nachempfunden, lässt sich aber flexibel auf Anwendungstechnik beispielsweise der Automobilindustrie anpassen.

Das IGF-Vorhaben 16967 N der Forschungsvereinigung Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für Erdöl, Erdgas und Kohle e.V. – DGMK, Überseering 40, 22297 Hamburg wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Weitere Informationen:

http://www.owi-aachen.de

Michael Ehring | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht EU-Projekt GALACTIC entwickelt Lieferkette für Alexandrit-Laserkristalle
03.04.2020 | Laser Zentrum Hannover e.V.

nachricht Mit dem Laser Bodenschätze in der Tiefsee finden
31.03.2020 | Laser Zentrum Hannover e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: When ions rattle their cage

Electrolytes play a key role in many areas: They are crucial for the storage of energy in our body as well as in batteries. In order to release energy, ions - charged atoms - must move in a liquid such as water. Until now the precise mechanism by which they move through the atoms and molecules of the electrolyte has, however, remained largely unknown. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now shown that the electrical resistance of an electrolyte, which is determined by the motion of ions, can be traced back to microscopic vibrations of these dissolved ions.

In chemistry, common table salt is also known as sodium chloride. If this salt is dissolved in water, sodium and chloride atoms dissolve as positively or...

Im Focus: Den Regen für Hydrovoltaik nutzen

Wassertropfen, die auf Oberflächen fallen oder über sie gleiten, können Spuren elektrischer Ladung hinterlassen, so dass sich die Tropfen selbst aufladen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben dieses Phänomen, das uns auch in unserem Alltag begleitet, nun detailliert untersucht. Sie entwickelten eine Methode zur Quantifizierung der Ladungserzeugung und entwickelten zusätzlich ein theoretisches Modell zum besseren Verständnis. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte der beobachtete Effekt eine Möglichkeit zur Energieerzeugung und ein wichtiger Baustein zum Verständnis der Reibungselektrizität sein.

Wassertropfen, die über nicht leitende Oberflächen gleiten, sind überall in unserem Leben zu finden: Vom Tropfen einer Kaffeemaschine über eine Dusche bis hin...

Im Focus: Harnessing the rain for hydrovoltaics

Drops of water falling on or sliding over surfaces may leave behind traces of electrical charge, causing the drops to charge themselves. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz have now begun a detailed investigation into this phenomenon that accompanies us in every-day life. They developed a method to quantify the charge generation and additionally created a theoretical model to aid understanding. According to the scientists, the observed effect could be a source of generated power and an important building block for understanding frictional electricity.

Water drops sliding over non-conducting surfaces can be found everywhere in our lives: From the dripping of a coffee machine, to a rinse in the shower, to an...

Im Focus: Quantenimaging: Unsichtbares sichtbar machen

Verschränkte Lichtteilchen lassen sich nutzen, um Bildgebungs- und Messverfahren zu verbessern. Ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena hat eine Quantenimaging-Lösung entwickelt, die in extremen Spektralbereichen und mit weniger Licht genaueste Einblicke in Gewebeproben ermöglichen kann.

Optische Analyseverfahren wie Mikroskopie und Spektroskopie sind in sichtbaren Wellenlängenbereichen schon äußerst effizient. Doch im Infrarot- oder...

Im Focus: Sensationsfund: Spuren eines Regenwaldes in der Westantarktis

90 Millionen Jahre alter Waldboden belegt unerwartet warmes Südpol-Klima in der Kreidezeit

Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Geowissenschaftlern des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI)...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungen

13. »AKL – International Laser Technology Congress«: 4.–6. Mai 2022 in Aachen – Lasertechnik Live bereits früher!

02.04.2020 | Veranstaltungen

Europäischer Rheumatologenkongress EULAR 2020 wird zum Online-Kongress

30.03.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Hygienische und virenfreie Oberflächen: Smartphones schnell und sicher mit Licht desinfizieren

06.04.2020 | Materialwissenschaften

Zuwachs bei stationären Batteriespeichern

06.04.2020 | Energie und Elektrotechnik

Erste SARS-CoV-2-Genome aus Österreich veröffentlicht

03.04.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics