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Belastungssensor senkt Wartungs- und Installationskosten

10.12.2007
Der neue Belastungssensor M20 von Emotron schützt beispielsweise Pumpen mit Elektroantrieb vor Schäden und ineffizienter Arbeitsweise. Anhand der berechneten Motorwellenleistung erkennt er Über- und Unterlast sofort.

Dabei wird der Motor als Sensor genutzt. Dieses Verfahren sorgt für eine äußerst genaue und zuverlässige Überwachung sowie geringere Installations- und Wartungskosten. Emotron stellt jetzt eine aktualisierte Version mit neuen Funktionen und vereinfachtem Einstellverfahren vor.

Der Emotron M20 berechnet die Motorwellenleistung, indem er die Motoreingangsleistung misst und die Motorverluste abzieht, die mithilfe eines sehr exakten Prinzips berechnet werden. Das Ergebnis ist ein linearer Motorlastwert über den gesamten Lastbereich, der eine zuverlässigere Überwachung gestattet als andere Methoden.

So erkennen derzeitige Messverfahren beispielsweise Laständerungen nur bei hohen Motorlasten, den Phasenwinkel nur bei niedrigen Belastungen. Außerdem vernachlässigt die Eingangsleistung die Motorverluste.

Senkt die Installations- und Wartungskosten

Da der Antriebsmotor als Sensor genutzt wird, erhöht der Emotron M20 die Zuverlässigkeit und senkt die Investitions-, Installations- und Wartungskosten. Der Belastungssensor wird in der elektrischen Steuereinheit des Motors oder im Schaltschrank installiert. Damit sind mechanische Überlastschutzvorrichtungen, externe Sensoren und Extraverkabelung überflüssig.

Weitere Vorteile sind Zuverlässigkeit sowie geringe Wartungskosten, da der Belastungssensor eine elektronische Komponente ohne bewegliche Teile ist und außerhalb des ungünstigen Arbeitsbereichs installiert werden kann. Darüber hinaus entfällt die Notwendigkeit der Reinigung und der mechanischen Einstellung der Sensoren.

Einstellungen in drei Sekunden

Tritt beispielsweise durch das Trockenlaufen einer Pumpe, durch einen Stau in einer Zerkleinerungsanlage oder durch ein beschädigtes Schaufelblatt eine Über- oder Unterlast auf, erkennt der Emotron M20 die Laständerung sofort und löst Alarm aus oder stoppt die Maschine.

Die maximalen und minimalen Lastwerte für die Maschine und den Motor können einfach gemäß den Anforderungen der jeweiligen Anwendung über die automatische Einstellfunktion festgelegt werden. Innerhalb von nur drei Sekunden ist es damit möglich, vier Schwellwerte durch Betätigung eines einzigen Knopfes einzustellen. Die Alarm- und Stoppwerte werden automatisch anhand der aktuell gemessenen Motorlast berechnet.

Höhere Genauigkeit mit skalierbarem Ausgangssignal

Der Emotron M20 bietet eine hohe Genauigkeit und eine zuverlässige Überwachung im Falle geringster Laständerungen. Mittels eines analogen Ausgangssignals ist eine Skalierung der Maschinenlast für den tatsächlichen Arbeitsbereich möglich.

So wird das Signal beispielsweise zwischen minimaler und maximaler Motorlast (Leerlauf bzw. Volllast) der angetriebenen Maschine skaliert. Das resultierende Ausgangssignal ist proportional zur Maschinenlast und kann als Eingangssignal für Anzeigeinstrumente, Steuerungen oder SPS verwendet werden.

Breite Anwendungsmöglichkeiten

Anwendungsbeispiele, bei denen der Emotron M20 Schutz bietet, sind Pumpen, Zerkleinerungsanlagen, Mischer und Kratzer. In Mischern kann der Belastungssensor eingesetzt werden, um durch Regelung des Ventils für die Flüssigkeitszufuhr eine konstante Viskosität aufrechtzuerhalten. In Pumpenanwendungen ersetzt der Emotron M20 teure und wartungsaufwändige Durchflusswächter sowie Druck- und Temperatursensoren.

Im Unterschied zu anderen Überwachungsverfahren kann die Motorwellenleistung direkt von den Pumpentechnikern genutzt werden. Schließlich handelt es sich dabei um einen bekannten Wert, der mit der Pumpenkurve in direktem Zusammenhang steht.

In Zerkleinerungsanlagen sind keine Kupplungen, Unterbrechungsschalter für Drehmomente, Endlagenschalter oder Scherstifte mehr notwendig. Der Emotron M20 kann das Zufuhrband starten und stoppen und die Last der Zerkleinerungsanlage so innerhalb der voreingestellten Grenzen halten. Das analoge Ausgangssignal kann außerdem in einen Frequenzumrichter eingespeist werden, der durch die Veränderung der Transportbandgeschwindigkeit für eine konstante Last sorgt.

Vereinfachte Einstellung und neue Funktionen

Eine einfachere Bedienung wird durch die neue Option des Rückwärtsblätterns im Menü erreicht. Die Zeitspanne für die Einstellung einer Ansprechverzögerung wurde auf 0,1 bis 500 Sekunden erweitert. Relais sind jetzt programmierbar. Für die maximalen und minimalen Lastgrenzen sind separate Ansprechverzögerungen einstellbar.

Es gibt neue Funktionen für Förderschnecken und Pumpen z. B. die Option, eine Umkehr- oder Haltezeit einzustellen. Ebenso kann die Anzahl der Neustartversuche nach einem Alarm eingestellt werden.

Gabriele Ilg | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1535&pk=100169

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