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Flexibilität ist Trumpf

11.05.2007
Als typisches Merkmal der Bearbeitungszentren Liflex des Maschinenbauers Licon, Laupheim, wird die flexible Anwendung hervorgehoben.

„Jeder Kunde möchte im Prinzip eine Fertigungseinrichtung haben, die nicht nur für aktuelle, sondern auch für Nachfolgeaufträge genutzt werden kann“, erläutert Winfried Benz, Geschäftsführer der Licon MT GmbH & Co. KG, das Maschinenkonzept. Kennzeichnend für die Bearbeitungszentren sei daher die Modulbauweise.

Dazu kann der Maschinenbauer inzwischen auf einen gut gefüllten Baukasten zurückgreifen, der im Wesentlichen Werkstückträger- und Verfahreinheiten, zum Beispiel 3-Achs-Fahrständer, enthält, die sich unterschiedlich ausrüsten lassen: mit Mehrspindelköpfen, Kronenrevolvern, einem klassischen und einem von Licon selbst entwickelten Werkzeugwechsler. Diese Eigenentwicklung, die unter der Bezeichnung LTC (Linear Tool Changer) am Markt eingeführt wurde, hat Ähnlichkeit mit einem Mehrspindelkopf. „Beim LTC können die Spindeln einzeln verfahren werden“, verweist Benz auf ein Alleinstellungsmerkmal. „So etwas gibt es nur bei uns.“

Der Baukasten bildet bei Licon die Basis für flexible, aber dennoch anwendungsspezifische Maschinenkonzeptionen zur Bearbeitung von Klein- und Großserien. Vielfältige Konfigurationsmöglichkeiten sind die Basis für ein- oder mehrspindlige Bearbeitungszentren zur 4- oder 5-Achs-Bearbeitung. Intelligente Werkstückträgersysteme lassen eine Direktbeladung oder das hauptzeitparallele Beladen bis hin zur vollautomatisierten Verkettung von Einzelzentren in einer Aufspannung zu. „Der Trend geht immer mehr zu kleineren Maschinen“, stellt der Licon-Geschäftsführer fest, „auch in der Automobilindustrie.“ Aus dieser Branche kommen bislang weltweit die meisten Kunden.

Die Marktglobalisierung hatte in den zurückliegenden Jahren laut Benz „starken Einfluss auf das Investitionsverhalten unserer Kunden“. Gekauft wurden Maschinen, die beliebig „rund um den Globus“ zum Einsatz kommen können. Der Maschinenbauer stellt fest, dass „Anfragen immer häufiger über Internetrecherchen zu uns kommen“, wie der Geschäftsführer berichtet. Dennoch wird von den Kunden Vor-Ort-Präsenz verlangt.

Daher ist Licon in Hauptabsatzregionen wie den USA mit einem Verkaufs- und Service-Zentrum vertreten. Auch in China werden die Kunden von eigenem Personal betreut. Der Erstkontakt kommt dabei häufig auf Messen zustande. „Insbesondere ausländische Maschineninteressenten lassen sich über den persönlichen Kontakt auf Messen gut ansprechen“, resümiert Benz.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de

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