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Vakuumgreifer ermöglicht Automatisierung im Flugzeugbau

13.04.2006


Luftfahrtbranche nutzt Erfindung der Bremer Universität

Kohlenfaserverstärkte Kunststoffe sind extrem fest und extrem leicht. Im Flugzeugbau sielen sie zunehmend eine wichtige Rolle. Gelege aus Kohlenfaserstoffen werden für die Konstruktion von Leitwerkflügeln und Rumpfteilen eingesetzt. Die Verarbeitung erfolgte bislang nur teilautomatisiert, da das Material sehr empfindlich ist. Es muss besonders vorsichtig transportiert und verarbeitet werden. Zwei Ingenieure des Bremer Instituts für Konstruktionstechnik (BIK) im Fachbereich Produktionstechnik der Universität Bremen haben nun mit einem Vakuumgreifer ein Verfahren entwickelt, Kohlenfaserstoffmatten unterschiedlicher Größen im Flugzeugbau automatisch und damit garantiert vorsichtig zu verarbeiten. Die Lösung wurde mit Unterstützung der Bremer innoWi GmbH zum Patent angemeldet und erfolgreich an den Lizenznehmer Bremer Steinbeis Transferzentrum für Produkt- und Prozessentwicklung vermittelt. Der dort entwickelte Prototyp des Vakuumgreifers befindet sich inzwischen beim Luftfahrtzulieferer CTC GmbH in Stade im Produktionseinsatz.

Die Erfinder Christian Dörsch und Ingo Gebauer vom BIK kennen die Anforderungen und Probleme der Luftfahrtbranche gut und haben bereits für mehrere Automatisierungsaufgaben pfiffige Lösungen entwickelt. Ihre neueste Erfindung "Vakuumgreifer" ermöglicht es, die flexiblen Kohlenfaserstoffe Materialien vollflächig anzusaugen, sicher zu transportieren und nach Größe zu stapeln. Das Verfahren bietet deutliche Vorteile für den Flugzeugbau: So verkürzt sich die Produktionszeit und Kosten können eingespart werden. Durch die das Material schonende Arbeitsweise des Vakuumgreifers wird zudem der sorgsame Umgang mit den Kohlenfaserstoffgelegen gewährleistet. Sogar die Qualität des verarbeiteten Endproduktes steigt.

"Damit ist eine wichtige Automatisierungsaufgabe für die Verarbeitung von kohlenfaserstoffverstärkten Kunststoffen im Flugzeugbau geglückt", sagt innoWi-Geschäftsführer Dr. Joachim Grollmann. "Das Beispiel des Vakuumgreifers zeigt, welche Innovationskraft in Bremen vorhanden ist und wie dieses Potenzial durch die enge Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft erfolgreich genutzt werden kann.

Zur Information für die Medien: Die innoWi GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Bremer Investitions-Gesellschaft mbH (BIG) und der Bremer Hochschulen. Sie erbringt für die Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Land Bremen Dienstleistungen zur systematischen kommerziellen Vermarktung von wissenschaftlichen Ergebnissen.

Weitere Informationen:
Dipl.-Informatiker Jens Hoheisel (innoWi GmbH)
Telefon: 04 21 / 96 00 - 7 15, E-Mail: Jens.Hoheisel@innoWi.de

Dr. Martin Heinlein (Universität Bremen, UniTransfer)
Telefon: 04 21 / 2 18 - 32 53, E-Mail: heinlein@uni-bremen.de

Dipl.-Ing. Ingo Gebauer (Universität Bremen)
Telefon: 04 21 / 2 18 - 49 91, E-Mail: igebauer@uni-bremen.de

Angelika Rockel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bremen.de

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