Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Variantenvielfalt in den Griff bekommen

05.06.2008
Flexible Greiftechnik mit schneller Anpassung an Bauteile

In der Automation und insbesondere in der Robotik stellen Greifer häufig den Flexibilitätsengpass dar. Je nachdem, welches Objekt oder welche Objekt­vari­ante zu handhaben sind, werden unterschiedliche Greifer eingesetzt. Die Folge sind zeitraubende Umrüstvorgänge und das Vorhalten mehrerer Greifer.

Flexible Greifer sollen das Problem lösen. Dabei gibt es vielfältige Entwicklungs­möglichkeiten. Um technisch sinnvolle und zugleich wirtschaftliche Lösungen zu erreichen, sind am Fraunhofer IPA in verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten mehrere Demonstratoren entwickelt worden.

Auf starke Schwankungen der Objektform und -größe können diese mit unterschiedlichen Griffen, d. h. einer Änderung der Anordnung der Finger innerhalb des Greifers, reagieren. Ihr Grundprinzip beruht auf Untersuchungen am Fraunhofer IPA, die ergeben haben, dass ein enormes Objektspektrum bereits mit drei Grundgriffen abgedeckt werden kann:

... mehr zu:
»Greifbewegung »IPA-Hand
o dem 2-Finger-Griff,
o dem 3-Finger-parallel-Griff und
o dem 3-Finger-zentrisch-Griff.
Die IPA-Hand III (Bild 1) ist in der Lage, mit nur vier elektrischen Aktoren diese drei Griffe zu konfigurieren und dabei zwei Finger unabhängig voneinander zu öffnen und zu schließen. Eine weitere Besonderheit ist der in Greifrich­tung feststehende Daumen. Beobachtet man die Greifbewegung der menschlichen Hand, stellt man fest, dass der Daumen im Vergleich zu den restlichen Fingern eine sehr kleine Greifbewegung ausführt. Um Aktorik einzusparen, wird der Daumen als "Gegenpol" für den 2-Finger- und den 3-Finger-Griff nur seitlich verschoben.

Die IPA-Hand III wird auf der Automatica 2008 ausgestellt (Halle B3, Stand 530). Sie ist mit einem Handgriff versehen und an einem Federzug aufgehängt. Der Besucher kann sie in die Hand nehmen und mit ihr die verschiedensten Objekte greifen und so selbst ihre Flexibilität erfahren.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dipl.-Ing. Hendrik Mütherich
Telefon: +49(0)711/970-1136,
E-Mail: hendrik.muetherich@ipa.fraunhofer.de

Hubert Grosser | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Greifbewegung IPA-Hand

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Hydraulische Hubtisch – Plattformwaage PCE-HLTS 500 mit individueller Arbeitshöhe
21.01.2020 | PCE Deutschland GmbH

nachricht Neuer Schneidkopf beschleunigt die Wartung von Hochdruckwasserstrahl-Anlagen und senkt Kosten
20.01.2020 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnellster hochpräziser 3D-Drucker

3D-Drucker, die im Millimeterbereich und größer drucken, finden derzeit Eingang in die unterschiedlichsten industriellen Produktionsprozesse. Viele Anwendungen benötigen jedoch einen präzisen Druck im Mikrometermaßstab und eine deutlich höhere Druckgeschwindigkeit. Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben ein System entwickelt, mit dem sich in bisher noch nicht erreichter Geschwindigkeit hochpräzise, zentimetergroße Objekte mit submikrometergroßen Details drucken lassen. Dieses System präsentieren sie in einem Sonderband der Zeitschrift Advanced Functional Materials. (DOI: 10.1002/adfm.201907795).

Um nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Zuverlässigkeit ihres Aufbaus zu demonstrieren, haben die Forscherinnen und Forscher eine 60 Kubikmillimeter...

Im Focus: Wie man ein Bild von einem Lichtpuls macht

Um die Form von Lichtpulsen zu messen, brauchte man bisher komplizierte Messanlagen. Ein Team von MPI Garching, LMU München und TU Wien schafft das nun viel einfacher.

Mit modernen Lasern lassen sich heute extrem kurze Lichtpulse erzeugen, mit denen man dann Materialien untersuchen oder sogar medizinische Diagnosen erstellen...

Im Focus: Ein ultraschnelles Mikroskop für die Quantenwelt

Was in winzigen elektronischen Bauteilen oder in Molekülen geschieht, lässt sich nun auf einige 100 Attosekunden und ein Atom genau filmen

Wie Bauteile für künftige Computer arbeiten, lässt sich jetzt gewissermaßen in HD-Qualität filmen. Manish Garg und Klaus Kern, die am Max-Planck-Institut für...

Im Focus: Integrierte Mikrochips für elektronische Haut

Forscher aus Dresden und Osaka präsentieren das erste vollintegrierte Bauelement aus Magnetsensoren und organischer Elektronik und schaffen eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung von elektronischer Haut.

Die menschliche Haut ist faszinierend und hat viele Funktionen. Eine davon ist der Tastsinn, bei dem vielfältige Informationen aus der Umgebung verarbeitet...

Im Focus: Dresdner Forscher entdecken Mechanismus bei aggressivem Krebs

Enzym blockiert Wächterfunktion gegen unkontrollierte Zellteilung

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) haben gemeinsam mit einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

HDT-Tagung: Sensortechnologien im Automobil

24.01.2020 | Veranstaltungen

Tagung befasst sich mit der Zukunft der Mobilität

22.01.2020 | Veranstaltungen

ENERGIE – Wende. Wandel. Wissen.

22.01.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lichtgetriebene Nanomotoren - Erfolgreich gekoppelt

28.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

Warum Gesunde für Kranke so wichtig sind! – Vergleichsstudie geht Fibromyalgie-Syndrom auf den Grund

28.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

Kiss and Run: Wie Zellen ihre Bestandteile trennen und recyceln

28.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics