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Automatisierungsplattform Ventura basiert auf Ethercat-Master

14.04.2008
Dezentrale Steuerungen rücken in Anwendungsbereiche vor, die bislang zentralen Steuerungen vorbehalten waren. Vor allem Ethercat, das gegenwärtig leistungsfähigste industrielle Ethernet-System, setzt neue Maßstäbe. Die Bus-Topologie ist flexibel und selbst sehr schnelle Vorgänge lassen sich steuern, wie Kuhnke Automation auf der Hannover-Messe 2008 zeigen will.

Wo herkömmliche Feldbussysteme an ihre Grenzen stoßen, kommt zunehmend die Ethercat-Technik zum Einsatz. Zumal sie die Steuerung sowohl mit den I/O-Modulen als auch mit Antrieben so schnell verbindet wie eine modulare Steuerung über den Rückwandbus. Damit verhalten sich Steuerungen mit Ethercat-Netzwerken nahezu wie zentrale Steuerungen.

Buslaufzeiten, wie sie bei herkömmlichen Feldbussystemen auftreten, müssen nicht berücksichtigt werden. Dies wirkt sich vor allem bei der Steuerung komplexer Automatisierungssysteme und weiträumig verzweigter Anlagen positiv aus.

Automatisierungsplattform mit schnellen Ein- und Ausgängen

Die Automatisierungsplattform Ventura wurde laut Hersteller speziell für den maschinennahen Einsatz entwickelt und basiert auf einem Ethercat-Master, der ein ‚hartes Echtzeitverhalten‘ bietet. Besonders anwenderfreundlich sei die Tatsache, dass Ventura eine vollwertige SPS an Bord hat, die mithilfe komfortabler Codesys-Programmiertools unter Windows programmiert wird.

Die neuen Koppler und I/O-Module der Ventura FIO-Familie bilden ein System für den Anschluss von Prozesssignalen in einem Ethercat-Netzwerk. Die kompakte Bauweise der Komponenten erleichtert die dezentrale Anordnung der Module in Maschinen und Anlagen.

Digitale und analoge Ein-Ausgangsmodule vorhanden

Die digitalen Ventura FIO I/O-Module verfügen über 16 oder 32, die analogen Module über 4 oder 8 (16) Eingangs- beziehungsweise Ausgangskanäle. Über das Standardprogramm hinaus wird die Entwicklung und Herstellung kundenspezifischer Module mit bis zu 32 Ein-Ausgängen und auch mit eigener Intelligenz angeboten. Die Verbindung der Module untereinander erfolgt über kontaktsichere Steckverbinder. Dabei bleibt das Ethercat-Protokoll bis zum letzten I/O-Modul erhalten.

Am Ende des modularen Gerätes wird die Verbindung von Hin- und Rückleitung automatisch geschlossen. Die Prozesssignale werden über hochpolige Stecker angeschlossen. Diese Technik ist besonders montagefreundlich, da sich komplette Steuerungssysteme vorverdrahten lassen und die Ventura FIO-Module erst bei der Endmontage integriert werden müssen.

Kuhnke Automation GmbH & Co. KG, www.kuhnke.com, Halle 9, Stand F13

Reinhold Schäfer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/fertigungsmanagement/articles/117775/

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