Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BP präsentiert bakterizidfreien wassermischbaren Kühlschmierstoff

21.01.2008
Der Geschäftsbereich „Industrial Lubricants & Services“ der Deutschen BP AG hat den bakterizidfreien wassermischbaren Kühlschmierstoff Castrol Almaredge 51 FF entwickelt. Anstoß dazu gab die EU-Biozid-Richtlinie, die laut dem Kühlschmierstoffhersteller zu einer Verringerung der verwendbaren Bakterizide führen wird.

Die EU-Biozid-Richtlinie fordert von den Biozidherstellern eine umfangreiche und teure toxikologische Bewertung. Daher werde sich die Anzahl der aktuell verfügbaren Bakterizide stark verringern. Außerdem hat die Richtlinie, auf deren Grundlage Testergebnisse neu bewerten werden, bereits zu einer Änderung der Kennzeichnung von Bioziden geführt.

Konventionelle wassermischbare, mineralölhaltige Kühlschmierstoffe enthalten organische Substanzen, zum Beispiel anionische und nichtionische Emulgatoren. Diese Substanzen sind eine bevorzugte Nahrung für Bakterien. Sie begünstigen somit mikrobiologisches Wachstum.

Um das Keimwachstum zu verhindern oder einzudämmen, müssen wassergemischte Kühlschmierstoffe mit entsprechenden Wirkstoffen geschützt werden. Das kann durch Zugabe von Bakteriziden erreicht werden.

Mikrobiologisch robuste Formel für den Kühlschmierstoff

Das Ergebnis der Kühlschmierstoffentwicklung im Geschäftsbereich „Industrial Lubricants & Services“ der Deutschen BP AG basiert auf einer mikrobiologisch robusten Formulierung. Sie ermögliche, lange Standzeiten zu erzielen.

Als Anwendungsvorteil des Kühlschmierstoffs Castrol Almaredge 51 FF wird das breite Einsatzspektrum hervorgehoben, das beim Zerspanen von Stahl- und Gusswerkstoffen von Dreh- und Bohrprozessen bis hin zum Hochgeschwindigkeitsschleifen reicht.

Im Einzelnen werden auf folgende Vorzüge verwiesen:

-sehr gute pH-Stabilität

-verlängerte Emulsionsstandzeit

-reduziertes Entsorgungsvolumen

-verringerter Additivverbrauch

-niedriger Pflegeaufwand

-neutraler Geruch

-bakterizidfrei

-extrem schaumarm

-keine zusätzliche Verwendung von Entschäumern

-sehr gute Spüleigenschaften

-reduzierter Kühlschmierstoffverbrauch,

Filtertaktzeiten mit neuem Kühlschmierstoff um etwa die Hälfte verlängert

Aufgrund der Umstellung auf den Schmierstoff Castrol Almaredge 51 FF haben Anwender in Zentralanlagen laut BP eine deutliche Verbesserung des Filterkuchens erreicht.

Dadurch hätten sich die Filtertaktzeiten um etwa 50% verlängert. Als weitere positive Auswirkungen werden die Reduzierung des Bandfilterverbrauchs und deren Entsorgungskosten sowie die entfallenden Kosten für die Entschäumerzugabe genannt.

Aufgrund dieser Vorteile wurden – so heißt es – Einsparungen bis zu 30% erzielt. Außerdem ließen sich in einzelbefüllten Bearbeitungszentren und Schleifmaschinen die Ausschleppverluste um etwa 20% im Vergleich zu konventionellen Kühlschmierstoffen verringern.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanendefertigung/betriebsstoffe/articles/105884/

Weitere Berichte zu: EU-Biozid-Richtlinie Kühlschmierstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Schmieden statt Schweißen: Stoffschlüssige Verbindung durch Umformen
14.11.2019 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Effiziente Motorenproduktion mit der neuesten Generation des LZH IBK
13.11.2019 | Laser Zentrum Hannover e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bauplan eines bakteriellen Kraftwerks entschlüsselt

Wissenschaftler der Universität Würzburg und der Universität Freiburg gelang es die komplexe molekulare Struktur des bakteriellen Enzyms Cytochrom-bd-Oxidase zu entschlüsseln. Da Menschen diesen Typ der Oxidase nicht besitzen, könnte dieses Enzym ein interessantes Ziel für neuartige Antibiotika sein.

Sowohl Menschen als auch viele andere Lebewesen brauchen Sauerstoff zum Überleben. Bei der Umsetzung von Nährstoffen in Energie wird der Sauerstoff zu Wasser...

Im Focus: Neue Möglichkeiten des Additive Manufacturing erschlossen

Fraunhofer IFAM Dresden demonstriert Fertigung von Kupferbau

Am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden ist es gelungen, mittels Selektivem Elektronenstrahlschmelzen...

Im Focus: New opportunities in additive manufacturing presented

Fraunhofer IFAM Dresden demonstrates manufacturing of copper components

The Fraunhofer Institute for Manufacturing Technology and Advanced Materials IFAM in Dresden has succeeded in using Selective Electron Beam Melting (SEBM) to...

Im Focus: New Pitt research finds carbon nanotubes show a love/hate relationship with water

Carbon nanotubes (CNTs) are valuable for a wide variety of applications. Made of graphene sheets rolled into tubes 10,000 times smaller than a human hair, CNTs have an exceptional strength-to-mass ratio and excellent thermal and electrical properties. These features make them ideal for a range of applications, including supercapacitors, interconnects, adhesives, particle trapping and structural color.

New research reveals even more potential for CNTs: as a coating, they can both repel and hold water in place, a useful property for applications like printing,...

Im Focus: Magnetisches Tuning auf der Nanoskala

Magnetische Nanostrukturen maßgeschneidert herzustellen und nanomagnetische Materialeigenschaften gezielt zu beeinflussen, daran arbeiten Physiker des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) gemeinsam mit Kollegen des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden und der Universität Glasgow. Zum Einsatz kommt ein spezielles Mikroskop am Ionenstrahlzentrum des HZDR, dessen hauchdünner Strahl aus schnellen geladenen Atomen (Ionen) periodisch angeordnete und stabile Nanomagnete in einem Probenmaterial erzeugen kann. Es dient aber auch dazu, die magnetischen Eigenschaften von Kohlenstoff-Nanoröhrchen zu optimieren.

„Materialien im Nanometerbereich magnetisch zu tunen birgt ein großes Potenzial für die Herstellung modernster elektronischer Bauteile. Für unsere magnetischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hitzesommer, Überschwemmungen und Co. – Vor welchen Herausforderungen steht die Pflanzenzüchtung der Zukunft?

14.11.2019 | Veranstaltungen

Mediation – Konflikte konstruktiv lösen

12.11.2019 | Veranstaltungen

Hochleistungsmaterialien mit neuen Eigenschaften im Fokus von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft

11.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bauplan eines bakteriellen Kraftwerks entschlüsselt

14.11.2019 | Biowissenschaften Chemie

Eisfreie Gletscherbecken als Wasserspeicher

14.11.2019 | Geowissenschaften

Lichtimpulse mit wenigen optischen Zyklen durchbrechen die 300 W-Barriere

14.11.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics