Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3D-Druck im Mittelstand etablieren

20.06.2017

Das Kooperationsnetzwerk »3D Composite Print (3D-CP)« forscht unter Leitung der Fraunhofer-Projektgruppe Regenerative Produktion in Bayreuth seit November 2015 an neuen Lösungen zur Industrialisierung der additiven Fertigung. Mit einer neuen Förderung und konkreten Projektvorhaben startet der Verbund jetzt in die nächste Runde. Unter anderem will das Netzwerk die Reproduzierbarkeit, Qualität und Geschwindigkeit der Technologien verbessern.

Bei der additiven Fertigung, auch 3D-Druck genannt, werden Bauteile nicht durch Fräsen oder Drehen aus einem Block spanend hergestellt, sondern Schicht für Schicht aus Pulvern, Flüssigkeiten und Filamenten. Aufwendige Formen und Werkzeuge braucht man nicht mehr.


Das Netzwerk 3D-CP forscht daran, additive Fertigung im Mittelstand zu etablieren. Hier zu sehen: ein additiv gefertigtes Turbinenrad zur Verdeutlichung innenliegender Leichtbaustrukturen.

Fraunhofer IPA

Was vor 25 Jahren als Rapid Prototyping begann, lässt sich nun auch für die Herstellung von Endprodukten verwenden. Dafür müssen Firmen die Qualität der Produkte sowie die Prozesssicherheit der Anlagen weiterentwickeln. Das erforderliche Kompetenzspektrum decken vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) selten komplett ab.

Aus Ideen werden Forschungsanträge

Mit mittlerweile neun Partnern verfügt das Netzwerk 3D-CP über Expertise aus allen relevanten Bereichen. Dazu zählt beispielsweise Know-how in der Bauteilherstellung, der additiven Fertigung, der Steuerungs- und Antriebstechnik oder der Software.

»Wir legen den Fokus auf die Industrietauglichkeit der Anlagen, sodass diese in die konventionelle Produktion eingebunden werden können«, informiert Markus Kafara, der das Kooperationsnetzwerk managt. Am 5. April startete in Bayreuth die Kick-off-Veranstaltung für die zweite Phase. Jetzt geht es darum, weitere Ideen zu entwickeln, die vorhandenen Konzepte umzusetzen und Forschungsanträge einzureichen.

Wie bei jeder neuen Technologie gibt es auch bei der additiven Fertigung Chancen und Risiken. Noch seien fehlende Standards sowie die ungenügende Schulung der Mitarbeiter Herausforderungen, die viele Unternehmer abschrecken, erläutert Kafara. Andererseits sei jetzt ein guter Zeitpunkt für den Einstieg. »Mit dem hohen Potenzial der Verfahren und dem dynamischen Markt können Unternehmen mit der passenden Entwicklungsarbeit viel bewegen«, ist der Experte überzeugt.

Unter anderem will das Netzwerk die Reproduzierbarkeit, Qualität und Geschwindigkeit der Technologien verbessern. Nur so lassen sich die Vorteile der additiven Fertigung nutzen und der industrielle Einsatz sicherstellen. Deshalb forscht das Kooperationsnetzwerk insbesondere an der Erweiterung des Materialangebots für hochwertige Anwendungen, Anlagensteuerungen zur einfachen Einbindung in die Produktion und Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung im Prozess.

Teilnahme noch möglich

Finanziert wird das Kooperationsnetzwerk vom Bundesministerium für Bildung und Wirtschaft (BMWi) im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM). »Wir sind offen für Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Jede Firma aus den Branchen Digitalisierung, additiver Fertigung oder mit Interesse am 3DDruck und Industrie 4.0 kann mit seinen Fragestellungen an uns herantreten«, erklärt Joachim Kleylein-Feuerstein, Gruppenleiter der Projektgruppe. Außerdem haben interessierte Partner die Möglichkeit, das 3D-CP-Kooperationsnetzwerk auf der Fachmesse Rapid.Tech vom 20. bis 22. Juni in Erfurt zu treffen.

Für die zweite Projektphase nimmt das Netzwerk 3D-CP noch Teilnehmer auf

Pressekommunikation
Ramona Hönl | Telefon +49 711 970-1638 | ramona.hoenl@ipa.fraunhofer.de

Fachlicher Ansprechpartner
Markus Kafara | Telefon +49 921 78516221 | markus.kafara@ipa.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

http://ipa.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/3D-Druck_im_Mittelstand_e...

Jörg Walz | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Meilenstein für bERLinPro: Photokathode mit hoher Quanteneffizienz
07.12.2018 | Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

nachricht Sensorsystem lernt »hören«: Fehler in Maschinen und Anlagen verlässlich aufspüren
05.12.2018 | Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode verpasst Mikroskop einen Auflösungsschub

Verspiegelte Objektträger ermöglichen jetzt deutlich schärfere Bilder / 20fach bessere Auflösung als ein gewöhnliches Lichtmikroskop - Zwei Forschungsteams der Universität Würzburg haben dem Hochleistungs-Lichtmikroskop einen Auflösungsschub verpasst. Dazu bedampften sie den Glasträger, auf dem das beobachtete Objekt liegt, mit maßgeschneiderten biokompatiblen Nanoschichten, die einen „Spiegeleffekt“ bewirken. Mit dieser einfachen Methode konnten sie die Bildauflösung signifikant erhöhen und einzelne Molekülkomplexe auflösen, die sich mit einem normalen Lichtmikroskop nicht abbilden lassen. Die Studie wurde in der NATURE Zeitschrift „Light: Science and Applications“ veröffentlicht.

Die Schärfe von Lichtmikroskopen ist aus physikalischen Gründen begrenzt: Strukturen, die näher beieinander liegen als 0,2 tausendstel Millimeter, verschwimmen...

Im Focus: Supercomputer ohne Abwärme

Konstanzer Physiker eröffnen die Möglichkeit, Supraleiter zur Informationsübertragung einzusetzen

Konventionell betrachtet sind Magnetismus und der widerstandsfreie Fluss elektrischen Stroms („Supraleitung“) konkurrierende Phänomene, die nicht zusammen in...

Im Focus: Drei Nervenzellen reichen, um eine Fliege zu steuern

Uns wirft so schnell nichts um. Eine Fruchtfliege kann dagegen schon ein kleiner Windstoß vom Kurs abbringen. Drei große Nervenzellen in jeder Hälfte des Fliegenhirns reichen jedoch aus, um die Fliege mit Hilfe visueller Signale wieder auf Kurs zu bringen.

Bewegen wir uns vorwärts, zieht die Umwelt in die entgegengesetzte Richtung an unseren Augen vorbei. Drehen wir uns, verschiebt sich das Bild der Umwelt im...

Im Focus: Researchers develop method to transfer entire 2D circuits to any smooth surface

What if a sensor sensing a thing could be part of the thing itself? Rice University engineers believe they have a two-dimensional solution to do just that.

Rice engineers led by materials scientists Pulickel Ajayan and Jun Lou have developed a method to make atom-flat sensors that seamlessly integrate with devices...

Im Focus: Drei Komponenten auf einem Chip

Wissenschaftlern der Universität Stuttgart und des Karlsruher Institutes für Technologie (KIT gelingt wichtige Weiterentwicklung auf dem Weg zum Quantencomputer

Quantencomputer sollen bestimmte Rechenprobleme einmal sehr viel schneller lösen können als ein klassischer Computer. Einer der vielversprechendsten Ansätze...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Eine Norm für die Reinheitsbestimmung aller Medizinprodukte

10.12.2018 | Veranstaltungen

Fachforum über intelligente Datenanalyse

10.12.2018 | Veranstaltungen

Plastics Economy Investor Forum: Treffpunkt für Innovationen

10.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Klein und vielseitig: Schlüsselorganismen im marinen Stickstoffkreislauf nutzen Cyanat und Harnstoff

10.12.2018 | Studien Analysen

Ungesundes Sitzen vermeiden: Stuhl erkennt Sitzposition und motiviert zur Änderung der Körperhaltung

10.12.2018 | Energie und Elektrotechnik

Eine Norm für die Reinheitsbestimmung aller Medizinprodukte

10.12.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics