Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Soundbar reduziert Höranstrengung

25.10.2017

Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Oldenburg hat die Sprachverständlichkeit und die Klangqualität von einem Samsung Smart TV und einer SAMSUNG Soundbar verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Verwendung der Soundbar die Höranstrengung im Vergleich zur ausschließlichen Verwendung des TV-Gerätes deutlich verringert.

Das Fraunhofer IDMT hat die Sprachverständlichkeit und Klangqualität von dem Samsung Smart TV »UE65MU6179UXZG« und der Samsung Soundbar »HW-MS650« in einer Studie auf Wunsch des Herstellers miteinander verglichen. Dabei wurde deutlich, dass die Verwendung der Soundbar die Höranstrengung im Vergleich zur Verwendung des TV-Gerätes signifikant verringert.


Ergebnis der Studie: Durch Verwendung einer Soundbar wird die Höranstrengung im Vergleich zur Verwendung des TV-Geräts signifikant verringert.

Benjamin Pritzkuleit


Für die Untersuchung wurden 15 Erwachsene zwischen 25 und 55 Jahren zu Messungen in das Sound-Technologies-Lab des Fraunhofer IDMT nach Oldenburg eingeladen.

Benjamin Pritzkuleit

»Wenn Sprache und Hintergrundgeräusch gleich laut sind, dann wird die subjektiv wahrgenommene Höranstrengung zwischen TV und Soundbar um 15 Prozent verringert«, erklärt Dr. Jan Rennies-Hochmuth, Gruppenleiter Persönliche Hörsysteme am Fraunhofer IDMT.

Als Zielgrößen wurden die subjektiv empfundene Sprachqualität, Sprachverstehen, Höranstrengung und generelle Klangqualität gemessen. Die Untersuchung wurde von der Hörzentrum Oldenburg GmbH unterstützt.

Kai Hillebrandt, Vice President Consumer Electronics Samsung Electronics GmbH, erläutert die Relevanz der Sprachverständlichkeit für den TV-Markt: »Mit der zunehmenden Vielfalt und Beliebtheit von Streaming-Angeboten ändern sich auch die Bedürfnisse der Zuschauer und ihre Anforderungen an guten Sound. Wir wollten daher der Frage nachgehen, ob Zuschauer, die lange, actiongeladene Serien und Filme schauen, mit unserer Soundbar entspannter dem Geschehen folgen können, als wenn sie den Ton ausschließlich über die eingebauten TV-Lautsprecher hören. Mit dem Fraunhofer IDMT und dem Hörzentrum Oldenburg haben wir kompetente Partner an unserer Seite, um diese Frage wissenschaftlich fundiert beantworten zu können – die Experten des Instituts haben sich auf genau solche Anwendungsfälle spezialisiert.«

Für die Untersuchung wurden 15 Erwachsene zwischen 25 und 55 Jahren zu Messungen in das Sound-Technologies-Lab des Fraunhofer IDMT nach Oldenburg eingeladen. Die Studie bestand aus zwei Evaluationsteilen. Zum einen wurde die Höranstrengung mit Hilfe des am Hörzentrum entwickelten ACALES-Messverfahrens ermittelt. Zum anderen wurde die Klangqualität des TVs und der Soundbar mit Hilfe eines Fragebogens bewertet.


Sound-Technologies-Lab am Fraunhofer IDMT in Oldenburg

Das Sound-Technologies-Lab des Fraunhofer IDMT in Oldenburg ist eine Smart-Home-Umgebung, die genutzt wird, um gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung neue Technologien und Bedienkonzepte zu evaluieren. Das Labor ist nach DIN 18041 »Hörsamkeit in kleinen bis mittleren Räumen« zertifiziert.

Im Sound-Technologies-Lab sind Technologien zur akustischen Lokalisation sowie zur Sprach- und Ereigniserkennung für die Simulation verschiedener Anwendungsszenarien im Einsatz. Die Steuerung von Multimedia, Beleuchtung und Haustechnik über Sprache sind hier Standard, ebenso die akustische Sprecher-Lokalisation. Außerdem können intelligente Schallwächter oder Notrufsysteme getestet und demonstriert werden.

Über die Projektgruppe für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer IDMT

Ziel der Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse über die Hörwahrnehmung des normalen und des beeinträchtigten Gehörs in technologische Anwendungen umzusetzen. Im Auftrag von Industrieunternehmen und öffentlichen Einrichtungen betreiben die Wissenschaftler angewandte Forschung und Entwicklung für die Branchen Telekommunikation, Multimedia, Gesundheit und Pflege, Gebäudetechnik, Verkehr, industrielle Produktion und Sicherheit. Die Projektgruppe wurde 2008 in Oldenburg als Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT gegründet. Über wissenschaftliche Kooperationen ist sie im Exzellenzcluster »Hearing4all« eng mit der Carl von Ossietzky Universität und weiteren Einrichtungen der Oldenburger Hörforschung verbunden.

Weitere Informationen:

http://s.fhg.de/samsung - Pressemitteilung mit Bildern und Studienergebnissen zum Download

Julia Hallebach | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT
Weitere Informationen:
http://www.idmt.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Das plastische Gehirn: Bessere Vernetzung von Gehirnarealen durch Training
02.07.2018 | Leibniz-Institut für Wissensmedien

nachricht skip Institut der Hochschule Fresenius und GFOS entwickeln Augmented-Reality-App für die Produktion
27.06.2018 | Hochschule Fresenius

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen

19.07.2018 | Studien Analysen

Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore

19.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics