Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Medien als internationale Ware: Vergleichsstudie zu Verbreitung und Strategien

29.06.2015

Internationale Aktivitäten auf den Medienmärkten nimmt ein Forschertrio aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unter die Lupe, zu dem der Lehrstuhl für Journalistik II (Prof. Dr. Klaus-Dieter Altmeppen) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) gehört. Das Vorhaben mit dem Titel „Management und Ökonomie grenzüberschreitender Medienkommunikation“ wird in Deutschland von der DFG mit 200.000 Euro gefördert und darüber hinaus vom österreichischen FWF Wissenschaftsfonds und dem schweizerischen Nationalfonds unterstützt.

Ein Blick auf einige Aspekte des deutschen Medienmarktes verdeutlichen den Hintergrund des Projektes: Gemessen am Gesamtumsatz betrug für Bertelsmann der Auslandsumsatz im Jahr 2013 genau zwei Drittel.

Bis eine amerikanische Fernsehserie im deutschen Fernsehen zu sehen ist, dauert es im Schnitt 125 Tage. Umgekehrt hat sich der Axel-Springer-Konzern eine Minderheitsbeteiligung am Portal „mic.com“ gesichert, das sich als Nachrichtenplattform an 18- bis 34-Jährige richtet. Über die Ursachen und Folgen dieser Aktivitäten, über die Strategien des Managements und den Umfang ökonomischer grenzüberschreitender Medienkommunikation ist wenig bekannt.

Deshalb wollen die Forscher in acht Ländern (USA, Großbritannien, Spanien, Deutschland, Schweiz, Niederlande und Österreich sowie, nach entsprechenden Recherchen zum Umfang grenzüberschreitender Aktivitäten, in Brasilien, Indien oder China) verschiedenen grundlegenden Fragen nachgehen:

Welchen Umfang und welche Intensität haben grenzüberschreitende Transaktionen zwischen den Vergleichsländern? Welche Marktstrukturen ermöglichen oder beschränken Transaktionen zwischen Ländern? Was sind die favorisierten Strategien der Medienunternehmen? Welche Rolle spielen die Medienmanager bei diesen Prozessen?

„Ausgehend von der Annahme rekursiver Beziehungen zwischen Marktstrukturen und Managementstrategien werden wir in einem ersten Projektschritt die Volumina des grenzüberschreitenden Handels mit Medienprodukten in den Bereichen Information und Unterhaltung untersuchen“, erklärt Professor Altmeppen.

Auf diesen Daten aufbauend wird dann in einem zweiten Schritt analysiert, wie Medienunternehmen grenzüberschreitende Transaktionen planen (Strategie) und durchführen (Struktur). Auf diesem Weg sollen Muster grenzüberschreitender Transaktionen aufgespürt werden.

Weitere Informationen:

http://www.ku.de/slf/jour/mitarbeiter/professoren/altmeppenbio/

Constantin Schulte | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Das plastische Gehirn: Bessere Vernetzung von Gehirnarealen durch Training
02.07.2018 | Leibniz-Institut für Wissensmedien

nachricht skip Institut der Hochschule Fresenius und GFOS entwickeln Augmented-Reality-App für die Produktion
27.06.2018 | Hochschule Fresenius

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

18.07.2018 | Physik Astronomie

Schonend, schnell und präzise: Innovative Herz-Bildgebung in Freiburg

18.07.2018 | Medizintechnik

Chemische Waffe durch laterale Gen-Übertragung schützt Wollkäfer gegen schädliche Pilze

18.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics