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Internet- und Werbewirtschaft gründen neue Selbstkontrolleinrichtung

17.06.2011
Stärkung der Transparenz beim Datenumgang / Direkte Anlaufstellen für Verbraucher

Internet- und Werbewirtschaft haben unter dem Dach des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) e.V. die Gründung einer neuen Selbstkontrolleinrichtung beschlossen.

Der neue Rat für Datenschutz in der Online-Werbung verfolgt das Ziel der Selbstverpflichtung der Branche auf einen Verhaltenskodex und die Schaffung einer Beschwerdemöglichkeit für den Verbraucher. Weiteres Ziel ist es, Verbraucher, Unternehmen und Öffentlichkeit über nutzungsbasierte Onlinewerbung aufzuklären. Zudem wird die Selbstkontrolleinrichtung eine direkte Anlaufstelle bei Fragen zu den Themen Datenschutz, Datensicherheit und Transparenz sowie Datenkontrolle durch den Verbraucher sein.

Zeitnahe Umsetzung der gemeinsamen Ziele

Mit diesem Schritt setzen Internet- und Werbewirtschaft zeitnah ihre gemeinsamen Ziele der "Hamburger Erklärung" vom 24. Mai 2011 um. Inhaltlich wird zunächst die Implementierung des europaweit gültigen Rahmenwerks zur Selbstregulierung von nutzungsbasierter Online-Werbung ("Online Behavioural Advertising" ("OBA")) des Interactive Advertising Bureau Europe (IAB EU) sowie die marktspezifische Anpassung an nationale Gegebenheiten vorangetrieben.

Verhaltenskodex und Beschwerde-Verfahrensordnung

Experten der Branchenverbände finalisieren derzeit einen entsprechenden Verhaltenskodex. Parallel hierzu werden die dazugehörigen technischen Einrichtungen implementiert. Hiermit sollen die Transparenz beim Datenumgang im Internet spürbar gestärkt, Verbrauchern effektive und leicht zu handhabbarende Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung gestellt und effiziente Überwachungs- und Durchsetzungsinstrumente geschaffen werden.

Kernbestandteile der Selbstregulierung zur nutzungsbasierten Online-Werbung:

- Herstellung von Transparenz über Datenerhebung und -verwendung zur Information und Aufklärung der Verbraucher
- Einrichtung einer Kontrollmöglichkeit für die Verbraucher;
- Richtlinien zur Datensicherheit und Speicherung von erhobenen und verwendeten Daten;
- Richtlinien für die Erstellung von Segmenten zur Aussteuerung von Werbung in sensiblen Datenbereichen

- Präventive Überprüfung und Siegelvergabe für Richtlinien-konformes Verhalten von Unternehmen.

Direkte Anlaufstellen für Verbraucher

Für die Verbraucher wird die weiterentwickelte Website meine-cookies.org ein elementarer Bestandteil sein, um direkte Kontrolle über OBA zu erlauben. Die OBA-Einstellungen sollen Verbraucher anhand eines komfortablen Präferenzmanagements tätigen können. Zugleich wird eine direkte Anlaufstelle für Verbraucherbeschwerden eingerichtet.

Weitere Informationen erhalten Sie auf Anfrage oder unter www.zaw.de und www.bvdw.org.

Kontakt:
Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.
Berliner Allee 57, 40212 Düsseldorf
Ansprechpartner für die Presse:
Mike Schnoor, Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49 (0)211 600456-25, Fax: -33
schnoor@bvdw.org
Über den BVDW
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. ist die Interessenvertretung für Unternehmen im Bereich interaktives Marketing, digitale Inhalte und interaktive Wertschöpfung. Der BVDW ist interdisziplinär verankert und hat damit einen ganzheitlichen Blick auf die Themen der digitalen Wirtschaft. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Effizienz und Nutzen digitaler Medien transparent zu machen und so den Einsatz in der Gesamtwirtschaft, Gesellschaft und Administration zu fördern. Im ständigen Dialog mit Politik, Öffentlichkeit und anderen Interessengruppen stehend unterstützt der BVDW ergebnisorientiert, praxisnah und effektiv die dynamische Entwicklung der Branche. Die Summe aller Kompetenzen der Mitglieder, gepaart mit den definierten Werten und Emotionen des Verbandes, bilden die Basis für das Selbstverständnis des BVDW. Wir sind das Netz.
Über den ZAW:
Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) ist die gesamthafte Dachorganisation des Wirtschaftszweigs in der Bundesrepublik. Mitglieder sind 40 Verbände der werbenden Unternehmen, der Medien, Werbeagenturen, Werbeberufe und Forschung, die ein Investitionsvolumen von nahezu 30 Mrd. EUR repräsentieren. Der ZAW vertritt alle Bereiche der Werbebranche in grundsätzlichen Positionen nach außen und bildet mit seinen Gremien und Einrichtungen den 'runden Tisch' für die gemeinsame Politik, den Interessenausgleich und die Selbstregulierung der am Werbegeschäft Beteiligten.

Mike Schnoor | BVDW Presse
Weitere Informationen:
http://www.bvdw.org
http://www.zaw.de

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